Aluminiumlot

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Autor
Aluminiumlot

    










BID = 684601

DonComi

Inventar



Beiträge: 8605
Wohnort: Amerika
 

  


Hallo Kollegen!


Hat jemand Erfahrung mit Aluminiumlöten und wenn ja, kann mir jemand eine gute Quelle für Lot nennen (sprich: viel Lot zum guten und fairen Preis).
Per google habe ich auch einige Vertriebe gefunden, aber die Preise fand ich astronomisch, ebenso das Anpreisen des Lots.
Was wäre ein durchschnittlicher Preis pro Gewicht, also z.B. 100g oder 1kg? Oder ist Alu-Löten so selten?

Es geht darum, Alu-Winkelstreifen auf die Rückseite einer Frontplatte zu löten; verschrauben/bolzen auf Grundplatte ginge auch, aber eher schlecht, zum Schweißen fehlen mir die Gerätschaften .


Prinzipielle Vorgehensweise ist mir klar, nur beim Flussmittel bin ich mir noch nicht so sicher: gibt es Lot mit Flussmittelseele (ähnlich dem Elektroniklot), oder muss ich vorher selbst Flussmittel auftragen, so wie beim Weichlöten von Kupferrohren? Oder sowohl als auch?


Habe es natürlich naiverweise schon mit Elektronik-Lot versucht, aber das klappte (natürlich) nicht.


_________________

BID = 684615

Lötfix

Schreibmaschine



Beiträge: 2326
Wohnort: Wien

 

  

Hallo!

Wie wäre es mit nieten oder kleben?

mfg lötfix

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Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung. Rechtsansprüche dürfen daraus nicht abgeleitet werden. Sicherheitsvorschriften beachten!








BID = 684617

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo Don,
vorab: Was stellst du dir als Temperatur/Gerät vor?
Und: Ganz egal, ob du Weichlöten oder Hartlöten
oder Schweißen willst, du brauchst ein Flußmittel,
welches Aluminiumoxid auflöst, also Fluoride
wie z. B. Kryolith enthält.
Das Zeuch bzw der Rauch davon ist recht ungesund,
du solltest damit nur im Freien arbeiten.
Zweitens: Taugen tut das alles nix. Weich- oder
Hartlot für Alu ergeben immer eine Übergangszone,
wo zwar Al in der Naht enthalten ist, aber der
epitaktische Schutz nicht funktioniert, daher
Korrosionsärger.
Taugen tun nur die Verfahren der Profis in
Schutzgasöfen, aber da kommst du kaum ran.
Lange Rede kurzer Sinn:
Warum nicht Epoxikleber?
Gruß
Georg



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Dimmen ist für die Dummen

[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 17 Apr 2010 22:57 ]

BID = 684627

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Inventar


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Ein guter CNC-Fräser fräst dir Gewinde in deine Frontplatte so dass du die Winkel anschrauben kannst. Hab ich schon gesehen, funktioniert prima.

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Tschüüüüüüüs

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Der optimale Arbeitspunkt stellt sich bei minimaler Rauchentwicklung ein...
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BID = 684650

DonComi

Inventar



Beiträge: 8605
Wohnort: Amerika

Danke für die Antworten,
der Reihe nach:
@Lötfix:
Wie wäre es mit nieten oder kleben?

Kleben wäre eine Alternative; Nieten nicht, da ja die Platine ohne zusätzliche Löcher von hinten an die Frontplatte gesetzt werden soll. Ich hätte dementsprechend zwei Aluwinkel rangelötet und dann mit M3-Schrauben verschraubt.

Hallo Georg:
vorab: Was stellst du dir als Temperatur/Gerät vor?
Lötkolben ist zu schwach (max. 40W), um die doch massiven Alubleche auf mehr als 380°C zu bringen. Lötlampe war deshalb angedacht (und ist vorhanden, damit löte ich z.B. Kupferrohre).

Und: Ganz egal, ob du Weichlöten oder Hartlöten
oder Schweißen willst, du brauchst ein Flußmittel,
welches Aluminiumoxid auflöst, also Fluoride
wie z. B. Kryolith enthält.

OK, danke, dachte ich mir schon.
Im Netz wurde auch Lot ohne Flussmittel angeboten...
Edit: wobei das ja nicht schlimm wäre, aber die meinten auch, man bräuchte keines.

Zweitens: Taugen tut das alles nix. Weich- oder
Hartlot für Alu ergeben immer eine Übergangszone,
wo zwar Al in der Naht enthalten ist, aber der
epitaktische Schutz nicht funktioniert, daher
Korrosionsärger.

Gut, das ist ein Wort!
Dann lass ich die Finger davon.

Lange Rede kurzer Sinn:
Warum nicht Epoxikleber?

Ja, werde ich nehmen.



@HMV
Ein guter CNC-Fräser fräst dir Gewinde in deine Frontplatte so dass du die Winkel anschrauben kannst. Hab ich schon gesehen, funktioniert prima.
Wie meinst du das genau? Die Frontplatte hat eine Stärke von etwa 1,5mm. Meinst du nun ein einfaches Bohrloch mit geschnittenem Gewinde?
Wenn ja, genau das möchte ich ja nicht, ich möchte auf der Rückseite der Frontseite (also die Innenseite) Platinenträger haben (oder die Winkel, egal) ohne wie gesagt zusätzliche Schraublöcher zu bohren. Bei 1,5mm habe ich auch nicht genug Tiefe um ein nicht-durchgängiges Loch zu bohren und ein Gewinde reinzuschneiden (wobei ich stark bezweifle, dass das geht, zumindest mit den mir bekannten Schneideisen geht das nicht).

Bisher habe ich solche Sachen immer befestigt, indem ich entweder zwei Alubleche hatte, wobei das forderste eine reine Blende war und die Leiterplatten an der zweiten befestigt waren), oder die Leiterplatten mit stärkeren Winkeln auf der Grundplatte befestigt (Blechschrauben oder metrische mit geschn. Gewinde).

Danke nochmals. Geld gespart

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: DonComi am 18 Apr 2010  2:22 ]

BID = 684652

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Inventar


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Ich meine gefräste Sackgewinde in die Rückseite der Frontplatte. Es bleibt nach vorn noch Material stehen, also nicht durchgeschraubt,dazu braucht man keine CNC Fräse, das kann jeder Bastler mitm Dremel und einem Gewindeschneider. Die Platten die ich gesehen hab hatten 2mm Stärke und es wurden einige Zehntel stehengelassen. Das Gewinde ist lang genug um eine Schraube reinzudrehen. Nicht zu fest, sonst kommt sie doch vorn raus

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BID = 684659

Ltof

Inventar



Beiträge: 8749
Wohnort: Hommingberg

Aluminium durfte ich mal in der Ausbildung löten...

Was ich noch nicht ausprobiert habe, es aber auf jeden Fall noch machen werde:
http://www.maurer-markus.ch/ford_a/tipps_alu_loeten.html
http://ips-technology.de/aluschweissdraht/index.html

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„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)

BID = 684662

Murray

Inventar



Beiträge: 4037

Funktioniert eigentlich auf Aluminium das Punktschweissen (wie für die Kontaktfahnen an Akkus)?

BID = 684677

QuirinO

Schreibmaschine



Beiträge: 2205
Wohnort: Behringersdorf
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Ich wusste bisher garnicht, dass man Alu überhaupt löten kann, Diese Oxydschicht ist doch superstabil... Ich weiss auch dass ich als Kind versucht hab 50 Pfennig-Stücke zu schmelzen (das war doch irgend ne Alu-Legierung, oder?) da is mir immer nur weisser Staub übriggeblieben, weil das sofort Oxidiert... Stelle mir das löten wirklich nervenaufreibend vor. Mich nerven ja schon gestanzte / Gewalzte Stahlteile, die machen ja auch was sie wollen...

BID = 684695

Her Masters Voice

Inventar


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Beiträge: 5297
Wohnort: irgendwo südlich von Berlin

Kennst du diese Seite schon http://www.tmp-loettechnik.de/startseite/1/ ?
Ich kenn Jemanden der mal einen gerissenen Motorblock mit solchem Reibelot erfolgreich repariert hat. Da wird die Oberfläche erhitzt, etwas Lot aufgetragen und dann mit einem scharfen Gegenstand die oberste Oxydschicht angekratzt, sodass das Lot sich verbinden kann.

Gibt auch Videos dazu im Netz http://www.youtube.com/watch?v=a0v41FGnrkE


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BID = 684700

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450


Zitat :
Ich wusste bisher garnicht, dass man Alu überhaupt löten kann, Diese Oxydschicht ist doch superstabil...


Hallo Quirin,
schau dir mal einen Autokühler an!
Diese filigranen Dinger aus etwas dickerer
Folie werden gelötet.
Georg

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Dimmen ist für die Dummen

BID = 684705

QuirinO

Schreibmaschine



Beiträge: 2205
Wohnort: Behringersdorf
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Interessanter Link, garnicht so schlecht, muss man sich merken, ich denke das Video könnte auch dem Threadersteller nützlich sein

BID = 684714

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Noch ein Nachtrag:
in den 50ern bis 60ern las man immer mal wieder
in Zeitschriften (auch Funkschau), man könne mit
Ballistol und reiben mit der Spitze Alu verzinnen.
Ich hab das damals mal probiert, es war na ja....
Mein "Lehrmeister" in Sachen Löten 1956 sagte zu so was:
Des isch ned leedet, des isch bebbt!
Georg


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[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 18 Apr 2010 14:50 ]

BID = 684716

QuirinO

Schreibmaschine



Beiträge: 2205
Wohnort: Behringersdorf
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Zitat :
Des isch ned ledet, des isch bebbt!


Super aber wo er Recht hat hat er Recht

BID = 684732

nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 8566
Wohnort: Alpenrepublik

Wenn Schrauben verschwinden müssen, verwende ich immer doppelte Frontplatten.
Die "schöne" vorne und dahinter meist eine lackierte Leiterplatte an der ich Winkel etc. zur mechanischen Aufnahme von Baugruppen auflöte.

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