Zitat :
|
| Ich bleibe dabei, normal sollte eine neue Platte noch keine kaputten Sektoren haben. |
Als Kunde wünscht man sich das natürlich, aber die Qualitätsicherung des Herstellers sieht das bestimmt etwas anders und wird nicht wegen eines oder weniger Badspots das Laufwerk verschrotten oder den zeitraubenden Oberflächentest wiederholen. Vor allem dann nicht, wenn das fertige Produkt gerade mal 50$ kostet.
Das wird wie bei den LCDs sein: Eine bestimmte Anzahl von Fehlern in bestimmten Bereichen ist zulässig, andere Bereiche dürfen keine Fehler aufweisen.
Im übrigen sind auch RAMs und Flash-Chips oft nicht fehlerfrei, sondern haben redundante Zeilen und Spalten, die vom Hersteller ggfs. anstelle solcher mit Defekten aktiviert werden.
Der Kunde erfährt davon nichts, für ihn sieht der Chip perfekt gesund aus.
Was den von Lötfix erwähnten Reallocated Sector Count angeht, so hat der Hersteller bestimmt kein Problem damit, wegen eines einzigen Fehlers die ganze Track zu verwerfen und diese Zahl auf Null zu setzen. Das hat kaum Auswirkungen auf die Zugriffszeit.
Ich habe früher sehr früh (Seagate hatte noch nicht mal eine Exportlizenz und deshalb habe ich die Platte neben mir auf dem Flugzeugsitz als privates Eigentum deklariert hierher gebracht) und über etliche Jahre mit Festplatten zu tun gehabt.
An jeder Platte hing damals ein individueller Prüfbericht, in welchem Stromaufnahme, Drehzahl, Hochlaufzeit und eine Liste mit Badspots aufgeführt war.
Diese Liste war selten mal leer!
Ausserdem lautete das offizielle Statement der Hersteller, das man diese Liste zu übernehmen habe, denn sie sei mittels Prüfverfahren zustande gekommen, die der Kunde nicht zur Verfügung hat.
Die Erfahrung bestätigte dies, denn oft erwiesen sich Platten mit Fehlerliste nach einer Low-Level-Formatierung als fehlerfrei, oder es wurden nicht alle ausgewiesenen Badspots gefunden.