Trafo prüfen

Im Unterforum Methoden zur Fehlersuche - Beschreibung: Wie finde ich einen Fehler z.B. im Schaltnetzteil. Wie führe ich den Glühlampentest durch.

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Autor
Trafo prüfen
Suche nach: trafo (15407)

    










BID = 662709

Patrick D

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Bitburg
 

  


Hallo,

Müsste einen Zündtrafo für einen Heizungs-Ölbrenner prüfen. Ich wollte dies mit der ohmschen Regel und Multimeter machen, doch habe ich bedenken ob das in dieser Form korrekt ist.

Beispiel:
Prim.: 230 V - 0,2 A
Sek.: 2 x 7,5 kV - 40mA

Diese Angaben stehen auf dem Trafo.

Hatte mir nun gedacht, einfach mit dem Multimeter den Widerstand der Primärwicklung zu messen. Ergebnis: 2,314 MOhm

Nun dachte ich mir 230 V / 0,2 A = 1150 Ohm
Ist ja ein riesiger Unterschied von berechneten 1150 Ohm auf gemessenen 2,314 MOhm

Bei der Sekundärseite das gleiche Spiel. Meßergebnis: 1,602 kOhm
Berechnet 2 x 7,5 kV = 15000 V
15000 V / 0,040 A = 375 kOhm

Ich habe sicherlich etwas wesentliches vergessen oder übersehen. Habe schon gegoogelt, jedoch ohne Erfolg.

Muss ich den Trafo evt. an Spannung anschließen und den Strom messen?
Gut an der Primärseite ist das ja noch ok, doch auf der Sekundären sicherlich Lebensgefährlich und ohne Hochspannungsmessgerät sowieso nicht durchzuführen.

Gut, es kann ja auch sein, das wenn der Trafo in Betrieb ist, er z.B. auf der Hochspannungsseite zwischen den Windungen durch einen Isolationsfehler durchschlägt, das müsste man mit einen Isolationstester so wie an E-Motoren prüfen, oder nicht?

Kennt jemand die Isolationsmultimeter von Fluke 1577 und 1587? Sind mit diesen Geräten solche Isolationsmessungen von Wicklungen möglich?

Kennt jemand sonstige gute Fachliteratur in der das Prüfen bzw. Testen einzelner Komponenten wie Motoren, Trafos, etc. beschrieben wird?

Ich bedanke mich schon mal für jeden Denkanstoß, Ratschlag und Lösung.

BID = 662712

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  


Zitat :
einfach mit dem Multimeter den Widerstand der Primärwicklung zu messen. Ergebnis: 2,314 MOhm
Defekt!
Da brauch ich gar nicht weiter zu lesen.








BID = 662718

123abc

Schreibmaschine



Beiträge: 2165
Wohnort: Hamburg

Ein Trafo baut erst durch die WEchselspannung einen Widerstand auf welcher groß genug ist um den Strom zu begrenzen.

Wenn du also mit einem normalen Messegerät arbeitest, so musste ein Wert herauskommen der rechnerisch einem Kurzschluß gleich kommt.

Aufgrund des von dir gemessenen Wert würde ich auch mal behauptn das die Spule im Diodenhimmel gelandet ist.

123abc

BID = 662745

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Ja, da ist schlicht die Primärwicklung unterbrochen.
Der Trafo ist Schrott. -> erneuern

Und:
Willkommen im Forum!

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"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 662754

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Der Vollständigkeit halber:
Dieser Ansatz ist bei Trafos grundsätzlich falsch:


Zitat :
Nun dachte ich mir 230 V / 0,2 A = 1150 Ohm




[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 13 Jan 2010 23:35 ]

BID = 662763

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Naja, bezüglich des komplexen Wechselstromwiderstands kommt das schon halbwegs hin.
Nur ist der vor allem frequenzabhängig und meist weit weg vom Gleichstromwiderstand, den so ein Multimeter nur ermitteln kann!

BID = 662787

Patrick D

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Bitburg

Hallo,

schon mal danke für die bisherigen Antworten. Habe mich gestern Abend noch ein wenig damit beschäftigt und mal einen neuen Trafo genommen.

Prim: 230 V - 0,9 A
Sek: 2 x 3,75kV - 23 mA
Sowieso immer 50 Hz

hier hab ich nun an der primären Seite 32,3 Ohm und an der sekundären Seite 36,44 kOhm gemessen.

Da mein Ansatz aber falsch ist, wie kann mann es denn nun prüfen? Messen und schätzen ob er in Ordnung ist?

Habe öfter mal damit zu tun, bissher aber immer einfach im Zweifelsfalle eines Defektes direkt mit einem neuen Trafo versucht und geschaut ob's damit funktionierte. Mir wäre aber eine Prüfung des Bauelementes jedoch lieber, da dies doch einfacher und professioneller ist und evt. schneller für Gewissheit sorgen kann.


BID = 662797

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Genau!
Messen und abschätzen, ob der Wert plausibel ist.

Mein Daumen sagt z.B., daß der zweite Trafo insoweit in Ordnung sein Insoweit bedeutet, daß er trotzdem andere Fehler wie Windungsschlüsse, Isolationsfehler etc. haben kann, die sich (da z.B. spannungsabhängig) jedoch erst im Betrieb bemerkbar machen.

Oder den Soll-Gleichstromwiderstand anhand von Datenblatt oder eines intakten Exemplars ermitteln.


Die Werte klingen übrigens etwas nach Leuchtröhrentrafos, wobei 2x7,5kV eigentlich nicht zulässig sind!


_________________
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BID = 662810

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo sam2,
das passt schon zu Heizungszündtrafo. Ich
habe einen 2 x 5 kV.
Das sind spezielle Trafos für den Zweck,
Streutrafos, die meist nur für einige Minuten
Betrieb ausgelegt sind.
Gruß
Georg


_________________
Dimmen ist für die Dummen

BID = 662813

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450


Zitat :
Da mein Ansatz aber falsch ist, wie kann mann es denn nun prüfen?


Also mal grundsätzlich zu Trafoangaben:
Spannung ist Betriebsspannung.
Strom ist Maximalwert!
Der Gleichstromwiderstand ist immer viel geringer als
der Wert, den du aus den Angaben ausrechnest.
Besonderheit bei den Zündtrafos: das sind
Streutrafos, so ausgelegt, daß die Spannung
auf der Sekundärseite bei Belastung stark einbricht.
Dadurch fließt im Fall eines Kurzschlusses auf der
Sekundärseite der angegebene Strom von 23 mA bei deinem
zweiten Trafo.
(Nachdem der Zündfunke übergesprungen ist, liegt
praktisch ein Kurzschluß vor)
Gruß
Georg



_________________
Dimmen ist für die Dummen

BID = 662938

Patrick D

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Bitburg

Rein theoretisch könnte man ja einen neuen Trafo nehmen und die Werte messen. So hätte man dann (zumindest für diesen Typ) ungefähre Angaben. Kann ja sein das von Trafo zu Trafo eines gleichen Typs die Werte minimal abweichen können, doch für's Grobe müsste es doch reichen, oder?

Wären denn Windungsschlüße oder Isolationsfehler mit diesem Fluke Gerät auffindbar?

Vieleicht viele Fragen, doch es macht schlauer und erweitert das wissen. So kann man am Abend sich wieder etwas schlauer ins Bett legen als man am Morgen aus diesem aufgestanden ist

BID = 662970

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Rein theoretisch könnte man ja auch einfach das lesen und verstehen, was ich oben schon schrieb:

Zitat :
Oder den Soll-Gleichstromwiderstand anhand von Datenblatt oder eines intakten Exemplars ermitteln

Gelle!

BID = 662974

Murray

Inventar



Beiträge: 4325

Das bringt nur bei


Zitat :
Patrick D hat am 14 Jan 2010 20:33 geschrieben :

Windungsschlüße oder Isolationsfehler


nix, gelle

BID = 662979

Ltof

Inventar



Beiträge: 8992
Wohnort: Hommingberg

Ein Windungsschluss lässt sich herausfinden, wenn der Trafo mit einer geringen Wechselspannung von ein paar Volt betrieben wird. Damit ist die Sekundärspannung gefahrlos messbar. Einen Isolationsfehler findet man so aber auch nicht.

_________________
„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)

BID = 664413

Patrick D

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Bitburg

Ja Sam stimmt schon. Hab's wohl überflogen. Doch bin ich ja nun auch selbst auf diese Idee gekommen. Nimms mir nicht übel und nochmals danke für die Bemühungen.

Kann mir denn noch jemand etwas zu dem Messgerät sagen? Isolationsmultimeter von Fluke 1577 und 1587


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