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| Offenbar kann ich in diesem Fall alle Bauteile der rechten Seite (bis auf Lautsprecher) entfallen lassen. |
Nicht ganz.
In diesem Zustand liefert die rechte Batterie den Betriebsstrom und den rechten Elko solltest du auch drin lassen, denn er sorgt für eine niedrige NF-Impedanz dieser Batterie.
Auf der linken Seite kannst du die Batterie und den Elko durch einen Kurzschluß ersetzen.
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| 1. Der 1000µF Elko dient doch offensichtlich nur der Spannungsstabilisierung. Weglassen hat aber keine Nachteile gebracht. |
Das stimmt solange die Batterie frisch ist.
Gegen Ende der Lebensdauer steigt aber ihr innerer Widerstand und der liegt in Reihe mit dem Lautsprecher, verzehrt also einen Teil der Signalspannung.
Für Sprache (Frequenzen > 300Hz ) ist aber sicherlich ein kleinerer Elko ausreichend.
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| 2. Wofür ist R2? Weglassen hat keine merkliche Veränderung gebracht. |
Der soll dafür sorgen, dass Q2 mit einem Mindeststrom von 0,65mA betrieben wird und der ganze Verstärker sowohl am Eingang wie am Ausgang niederohmiger wird.
Durch den höheren Basisstrom von Q2 wandert ja der Arbeitspunkt auf der Kennlinie der B-E-Diode in einen Bereich geringeren dynamischen Widerstands und als Folge erhält man eine größere Kollektorstromänderung pro mV Eingangsspannung.
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| 3. Kann ich irgendwie die Lautstärke regulieren? |
Das ist nicht vorgesehen, aber am einfachsten schaltest du zu diesem Zweck ein logarithmisches 1k-Poti parallel zu dem als Mikrofon verwendeten linken Lautsprecher.
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| 4. Ich würde mich auch freuen, wenn jemand die Funktionsweise der Schaltung erklären könnte. Allgmein ist mir die Verschaltung der Transistoren unklar. |
Die gesamte Spannungsverstärkung wird von Q2 gemacht.
Q1 ist als Emitterfolger geschaltet, und multipliziert die Lautsprecherimpedanz von z.B. 50 Ohm mit seiner Stromverstärkung von vielleicht 300, so dass der Q2 einen Lastwiderstand von 15kOhm sieht.
Idealer Weise fällt etwa die halbe Speisespannung am rechten Lautsprecher ab, aber das ist wegen der Exemplarstreuungen der Transistorverstärkungen meist nur sehr grob realisiert.
Wenn wir im Beispiel mit einem 50 Ohm Lautsprecher bleiben, dann fliesst durch diesen ein Strom von ca 4,5V/50 Ohm = 90mA.
Dieser sollte sich einstellen, wenn an R5 etwa 4,5V -2*0,65V also 3,2V abfallen.
Da R5 1MOhm hat, fliessen dort 3,2µA. Insgesamt wird dieser Strom also um das 28.000-fache verstärkt.
Wenn man annimmt, dass Q1 und Q2 die gleiche Stromverstärkung haben, müsste jeder also ein beta von etwa 170 aufweisen.
Solch ein Wert wird von den verwendeten Transistoren leicht erreicht, so dass der Spannungsabfall am Lautsprecher eher größer als die idealen 4,5V ist, und entsprechend die Stromaufnahme auch höher.