Geräteart : Waschmaschine
Defekt : Trommel schlägt aus, schwingt
Hersteller : Siemens
Gerätetyp : WM14A222/29
Kenntnis : Minimale Kenntnisse (Ohmsches Gesetz)
Messgeräte : Multimeter
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Hallo zusammen

,
bin hier noch neu, habe allerdings ein Problem, was wohl viele haben, Waschmaschine ist defekt.
Erstes Anzeichen war:
Nach einem (normalen) Waschgang roch die Wäsche nach Schweröl, verschmortem Gummi.
Dann haben wir kleine graue Gummiabriebstücke gefunden. Ich fand schnell, dass diese von der Fensterdichtung stammten.
Nur warum? Ich habe dann die Maschine mit einer Ladung „Testwäsche“ (also alte Kleidung) gefüllt und sie beim Waschen beobachtet. Nun fiel schwer auf, dass die Trommel stark in der Vertikalen schwingt (Gesamtbewegung ca. 15mm) beim Schleudern (je höher die Drehzahl, desto stärker die Schwingung!)
Da war klar, dass die Edelstahltrommel an den Kunststoffbottich anschlug und diesen, sowie die Fensterdichtung berührte. 1 und 1 macht 2, bedeutet also dass das drehende Metall durch die Berührung den Gummi 1. Abreibt und 2. „anschmort“.
Also schon mal ein klareres Bild.
Nachdem ich gefühlt das gesamte Internet (Foren, Videoportale usw….) durchforstet hatte

, dachte ich den Fehler auf folgende Punkte einschränken zu können:
- Befüllung
- Trommellager,
- lose Gewichte,
- Aufhängefedern, oder
- Stoßdämpfer
Ich als alter Schlosser und Maschinenbauer habe die WM gleich zum Leidwesen meiner Frau zerlegt (sie hätte lieber gleich eine neue gekauft -> aber siehe Zitat!).
Feststellungen:
- Befüllung war wie immer, nichts außergewöhnliches und alle Testwäschen mit unterschiedlichen Ladungsgrößen zeigten das gleiche Bild.
- Trommellager scheinen einwandfrei ich habe die Radscheibe (hinter dem Bottich) abgenommen und versucht die Welle in verschiedenste Richtungen zu bewegen, sowie die Edelstahltrommel axial, wie auch radial zu bewegen. Nach meiner Erfahrung mit Lagern, sind diese völlig in Ordnung. (Ein Glück, denn der Bottich ist geklebt!)
- Gewichte sind fest!
- Aufhängefedern sind eingehängt, auch nach späterer Demontage derer stellte ich fest, dass die Federn weder ausgeleiert noch gebrochen oder ähnliches sind.
- Die Stoßdämpfer habe ich im ersten Schritt nur an der Befestigung zum Boden hin gelöst, denn die Befestigung zum Bottich ist bei der Montage des verklebten Bottichs mitverklebt worden. Die Stoßdämpfer waren (für mein Empfinden) schwergängig.
Nachdem ich nun mit meinem Latein am Ende war, habe ich mich noch weiter im Netz vertieft, auch darauf achtend, dass es wohl nicht das Lager ist. Alles im Internet (vergleichbare Schadensbilder und Videos) liefen am Ende auf die Stoßdämpfer hinaus.
Gut dann habe ich eben doch Stoßdämpfer bestellt, sowie eine neue Fenstermanschette.
Alte Stoßdämpfer (80N) habe ich ausgebohrt

, die neuen für meine Maschine passenden eingebaut (jetzt 90N) und voller Zuversicht rückmontiert. Angeschlossen. Gewässert, begonnen zu Schleudern und siehe da das Ausschlagen war immer noch da.
(Achso zwischenzeitlich hatte ich auch mal bei einem netten Siemens/Miele-Techniker angerufen, der mir per Telefon sofort sagte, definitiv Stoßdämpfer oder Federn. Leider sind bei meiner Waschmaschine die Stoßdämpfer ohne Versand in eine Reparaturwerkstatt kein Stoßdämpferaustausch möglich. Das ware so teuer, dass würde den Wert der Waschmaschine übersteigen. Aber er sagte mir relative genau, wie man das dort macht...naja dann habe ich es selber gemacht...

)
Nun bin ich am Ende und erbitte Euren Rat aus Eurem Erfahrungsschatz!
Danke!
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~ Warum wegwerfen? Es lohnt immer eines Versuchs zur Reparatur!