Hallo Leute!
Ich bin mit einem Phänomen konfrontiert, für welches ich (kein technischer Laie als DI ET) keine Erklärung habe und welches ich eigentlich gar nicht für möglich halte.
Seit einiger Zeit habe ich einen AV-Receiver durch welchen ich nun meinen RasPi2 als Mediaplayer mittels HDMI durchschleife.
Vorher hing der Raspi direkt am TV.
Nun habe ich, als ich mir einen 3D-Film probeweise angeschaut habe, festgestellt, daß das 3D-Bild, welches von Filmen vom RasPi stammt, deutliche Qualitätsverbesserungen, im Vergleich zum direkten Anschluß an den TV, aufweist. Ist mir fast peinlich, was ich hier für ein Voodoo-Zeugs von mir gebe.
Konkrete Veränderungen:
Schnelle Bildbewegungen, z.B. zur Kamera hin spritzende Wassertropfen, weisen einen wesentlich saubereren/schärferen/deutlicheren 3D-Effekt auf.
Allegemein ist die 3D-Plastizität bei Bewegungen besser. Die Spiegelungen auf plätscherndem Wasser sind noch flüssiger und wirken noch natürlicher.
Und ja, ich habe darauf geachtet, daß sämtliche Motionflow u.a. Bildverbesserer aus sind und auf identischen Einstellungen bei beiden Zuspielarten.
Aber nicht nur Bewegungen, auch das Übersprechen der beiden Augenkanäle ist geringer und die Plastizität so hoch wie im Kino.
Konkretes Beispiel, falls jemand den Film Gravity in 3D kennt:
Bein Ankunft an dem zerstörten Shuttle Explorer wird von außen mit einer Lampe durch ein Loch im Rumpf in das Innere geleuchtet. Dabei treibt ein Quietscheentchen langsam auf den Zuschauer zu und tritt stark aus der Bildebene heraus.
Hier habe ich beim direkten Zuspiel mit dem RasPi wesetnlich stärkeres Ghosting auf dieser Figur.
Langer Rede kurzer Sinn:
Der AVR hat zwar einen Scaler eingebaut, aber der TV zeigt an, daß er 1080p24 zugespielt bekommt, genauso wie beim direkten Anschluß des RasPi an den TV.
Wie ist das möglich?
Ich dachte das Signal wird durch den Receiver nur durchgeschleift und nur wenn ein Bildschirmmenü vom Receiver eingebelendet wird, daß in das Signal eingegriffen wird?
Kann es sein, daß der AVR das HDMI-Signal irgendwie verändert?
Und falls ja, ist es denn möglich, daß die Videoverarbeitungseinheit im Receiver (Denon X4400) besser arbeitet als bei einem 65" Sony S85C?
Die Sony sind bekannt für ihre herausragende Bewegtbilddarstellung, woraus ich schließe, daß so ein AVR doch nicht am Bild besser sein kann, als die Aufbereitungseinheit des TV.
Ich kann's mir nicht erklären und will es gar nicht wahrhaben, aber das 3D-Bild ist, wenn über den AVR geleitet, ganz klar in beiden wesentlichen Belangen, 3D-Plastizität und Bewegungsabbildung besser.
Hat vielleicht jemand eine Erklärung dafür?
Nachtrag:
Vielleicht noch eine Ergänzung, damit das Ausmaß der Veränderung greifbarer wird: Ich hatte mir Gravity sicher schon 5-6 mal in 3D angeschaut. Als ich ihn jetzt über den AVR laufen ließ, war es von der Plastizität her teilweise wie ein neuer Film.
Ich werde mir nun sogar sukkzessive sämtliche 3D-Filme, egal wie schwachsinnig sie auch sind, sogar nochmals anschauen - so deutlich ist der Unterschied.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Baldar am 3 Dez 2018 15:06 ]