Hallo,
ist Euch das auch schon aufgefallen, das seit der Einführung der Nickelmetallhydrittechnik, nicht nur die Kapazität der Akkus sich vervielfacht hat, sondern das viele Hersteller AA-Akkus herstellen, die um einige zehntel Millimeter dicker und länger sind als die Primärzellen der Bauart AA?
Besonders problematisch wird das, wenn mehrere Akkus parallel zueinander angeordnet ins Batteriefach eingelegt werden müssen, wie zum Beispiel in vielen Batteriehalterungen von Pistolengrifffernsteuerungen und viele andere auch.
Die Batterien der Bauart AA haben sich übrigens nicht verändert, aber warum machen die Hersteller so etwas?
Um beim Run auf die letzt mögliche, in einem AA-Gehäuse unterzubringende
mAh (Milli-Ampere-Stunde) die Nase werbewirksam und damit verkaufsfördernt vorn zu haben, nutzen die Hersteller die maximal zulässigen Abmessungen einer AA-Zelle (Mignon) von 14,50mm und 50,50mm Länge voll aus.
Messt doch mal diese "Superakkus" mit der Scheiblehre nach.
Die meisten Akkus haben einen Durchmesser von etwa 14,35mm und sind somit zu dick für viele Batteriehalter.
Das sind Akkus von Varta, Ansmann und auch Texus, die sogar besonders dick sind und meist eine Kapazität von ca 2900mAh haben.
Ich habe einmal nachgemessen, die Varta, Aldi,Lidel und Duracell Alkaline (Primärzellen) haben einen Duchmesser von nur 14,00 - 14,15 mm, eine Länge von 50,20mm und lassen sich problemlos in jede Batteriehalterung einlegen.
Die Akkus die ich hier herumliegen habe und die mir Probleme bereiten, sind von Aldi bzw. Varta und haben einen Durchmesser der ganz knapp an der oberen Toleranzgrenze liegt 14,30 - 14,35mm. Die Länge beträgt 50,40mm!
Im schlimmsten Fall lassen sich diese Akkus nach dem Einlegen in manche elektonischen Geräte gar nicht mehr entfernen, ohne das man das Gerät komplett zerlegen, bzw. zur Reparatur einschicken muss.
Mit handelsüblichen Batterien wird Euch das nicht passieren, da der Durchmesser aller auf dem Markt befindlichen AA-Batterien nur max. 14,10mm beträgt.
Nahezu alle am Markt erhältlichen Nickel-Metallhydrit-Akkus weisen aber einen Durchmesser von bis zu 14,40mm und eine Länge von bis zu 50,40mm auf. Dadurch kommt es bei mehreren nebeneinander liegenden Zellen dazu, dass man diese Akkus nicht mehr einsetzen kann, ohne den Batteriehalter dauerhaft zu beschädigen.
In vielen Fällen sind die Abmessungen bei großen Elektronikanbietern sogar falsch angegeben. Zum Beispiel Akkus der Firma Ansmann mit 2900mAh. Bei der Firma Reichelt mit 14mm angegeben!!!
In Wirklichkeit aber sind diese Akkus aber 14,35mm dick. Ansmann und VARTA geben sogar auf Anfrage einen Durchmesser von 14,5mm an.
Hier gibt es Angaben zu den Spezifikationen von Zellen der Bauart AA:
http://www.hardingenergy.com/pdfs/alkaline/LR6-H.pdf
Bei den lokalen Elektronik.- und Modellbauläden in meiner Nähe ist dieses Problem bekannt, da viele Kunden ihre Akkus aus diesem Grund ganz einfach umtauschen (müssen).
Zur Zeit greife ich daher auf NiCd-Akkus der Marke Camelion, Typ Economic Energy 900mAh 1,2V AA KR6 zurück, die das giftige Schwermetall Cadmium enthalten
Die haben einen Durchmesser von 14,15mm und eine Länge von 50,15mm und entspechen also den Abessungen einer Batterie.
Haben aber leider nur eine Kapazität von 900mAh
Alternativ habe ich auch Zellen von CAP im Einsatz. Leider sind die aber 14,20mm dick und auch mit 50,45mmzu lang! für viele meiner Batteriehalter.
Das sollen umgelabelte Eneloop-Zellen von Sanyo sein, also vorgeladene NiMH-Akkus mit einer geringen Selbstentladung und einer Kapazität von 2100mAh.
Für Hinweise auf passende NiMH-Zellen mit einem maximalen Durchmesser von 14,15mm und einer Länge von maximal 50,15mm wäre ich Euch sehr dankbar. Die Länge aber bitte nur mit einer Kunststoff-Schieblehre oder mit einem Streifen Tesafilm zum Isolieren nachmessen.
Die Stiftung Warentest wird im nächsten Jahr übrigens einen Test auf "Kompatibilität" dieser Akkus zu Primärzellen durchführen.
Seid also beim nächsten Akkukauf sehr kritisch und weist die Händler auf diesen Umstand hin, denn was nutzen uns Verbraucher Akkus mit einer vielfachen Kapazität der alten und giftigen Nickel-Cadmium-Akkus, wenn die kaum in die Batteriehalter hineinpassen, ohne diese auf Dauer zu beschädigen.
Liebe Grüsse
Markus