Hallo Haily,
erstmal willkommen im Forum!
Deine Überlegungen gehen in die richtige Richtung.
Es gibt mehrere Möglichkeiten.
Die erst wäre, die Erdverkabelung nur bis kurz hinter Eure Grundstücksgrenze zu führen. Dort einen Masten setzen und von dem weiter per Freileitung auf Euren vorhandenen Dachständer.
Habt Ihr bisher einen End- oder einen Durchgangsdachständer?
Wenn Durchgang: Geradlinig oder abgeknickt? Gibt es Abspannungen an ihm?
Ob dann der HAK an jenem Aufführungsmasten sitzen kann/muß oder an der bisherigen Stelle verbleiben kann, hängt von der Einwilligung des VNB ab.
Das wäre vermutlich die Lösung mit dem geringsten baulichen Aufwand.
Andere Variante ("Standard"):
Neuer HAK an der genannten Stelle im Nebengebäude (sofern diese die Anforderungen an Hausanschlußräume und Zählerplatze erfüllt).
Dann müssen jedoch die Zähler zentral, also alle an derselben Stelle, angeordnet werden. Vermutlich kommt da vor allem in Betracht, sie direkt neben dem HAK anzuordnen. Das ist auch zu bevorzugen.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, also zwei Zähler (aber auch drei oder mehr wären dort kein Problem, falls mal der gewerbeliche Teil fremdgenutzt werden soll).
Daneben dann die UV für das Gewerbe ("Außenanlagen").
Und eben
zwei parallele Leitungen von dort zur "VK Wohnung".
Versorgend einmal die dort befindliche UV direkt, die andere speist über die vorhandene Leitung "rückwärts" in die UV Haus (bisher "ZK").
Fertig ist die Laube!
Zwar erfüllt die Leitung zum Haus dann nicht die Anforderungen an Belastbarkeit und auch mit dem Spannungsfall könnte es eng werden. Aber dem einen kann man mit höherem Querschnitt auf dem neuen Abschnitt entgegenwirken und das andere ist nicht ganz so heilig. Zumindest ist es nicht sicherheitsrelevant. Also sollte das unter den gegebenen Umständen durchzubekommen sein.
Die vorgesehene Verlegung in Kanal paßt dazu ganz gut, weil deswegen (ungünstigere Verlegeart) sowieso ein etwas höherer Leiterquerschnitt gewählt werden muß.
Man muß das mal unter Kenntnis aller Streckenlängen durchrechnen, aber
Pi mal halbwegs gut kalibriertem Zeigedaumen dürfte man im Bereich von 2x5x25mm²Cu bis 2x2x35mm²Cu landen. Bei längeren Strecken an Alternative Alu denken (Kostengründe - obwohl der Kupferpreis inzwischen ja deutlich eingebrochen ist).
Der (ja sehr kurze) Abschnitt HAK bis HV liegt dann auch in dieser Größenordnung.
Tipp:
Gleich nen Zählerschrank mit einigen Leerplätzen verbauen, falls z.B. mal Photovoltaikstrom eingespeist oder Stellplätze für Fahrzeuge vermietet werden)!
Und: Statt des bisherigen Zählervorsicherungen kommen heutzutage fast ausschließlich SLS zum Einsatz. Das ist im Hinblick auf die Selektivität gerade in Eurem Fall auch vorteilhaft.
Da sie nicht ganz billig sind, brauch man die Reseve-Zählerplätze ja jetzt noch nicht damit zu bestücken.
Was die FI angeht, sind davon pro UV mindestens zwei zu verbauen (kosten heut ja fast nichts mehr).
Frage:
Welche Netzform liegt überhaupt vor (TN oder TT)?
Ist das ein landwirtschaftlicher Betrieb?
Gibt es noch Tierhaltung?
Wie ist an Erdung und Potentialausgleich vorhanden?
Was ist 1985 alles neu gemacht worden (in Bezug auf Elektrik)?
Dann sehen wir weiter.
Gruß,
sam2
P.S.
Keine Angst, wenn gleich Fenta kommt mit seinen Overkill-Vorschlägen. Der will nur spielen...
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"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"
[ Diese Nachricht wurde geändert von: sam2 am 10 Feb 2009 21:20 ]