Hallo ans Forum,
vorab muss ich etwas ausholen: Meine Eltern sind vor wenigen Wochen ins nördlichste Oberfranken gezogen (nahe der thüringisch/sächsischen Grenze). Nun habe ich denen beim Kücheneinbau ein Autoradio ins Küchenbord fest installiert und zunächst lediglich eine kleine Wurfantenne hintern Regal gespannt. Der Radioempfang beschränkte sich nur auf starke ortsnahe vornehmend bayerische Sender. Nun hören die beiden sehr gern MDR und hätte auch gerne ihre Heimatsender (RBB

Antenne Brandenburg), letzteres habe ich ihnen zunächst ausgeredet, da wohl kaum vertretbar zu realisieren.
Daraufhin habe ich einen einfachen Draht-Dipol (ca. 1,4 Meter)auf´m Küchenblock gespannt und über Symmetrieglied 300/75 Ohm mit ca. 5 Metern Koax-Kabel an das Autoradio angeschlossen. Der Empfang von MDR 1 war möglich, leider immer noch verrauscht. Aber da hatte mich dann doch der Ergeiz gepackt.
Zunächst habe ich den Dipol um 90Grad gedreht auf den anderen Küchenschrank gelegt (Ausrichtig Nord-Süd). Empfang wurde besser. Nach ein bißchen Suchen in meinem Fundus habe ich dann einen Mehrbereichsverstärker (Bad Blankenburg) zum testen unmittelbar hinter die Antenne eingeschleift. Das VDO-Radio spielte MDR 1 danach lupenrein. Es war sogar möglich Sender wie Radio Brocken, MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt und BB Radio zu empfangen. Nun denke ich, da geht ja vielleicht doch noch was.
Unmittelbar über der Wohnung meiner Eltern ist der ungenutzte Boden und ich beabsichtige die Antenne da hoch zulegen. Desweiteren habe ich noch eine 7 oder 8 Elemente UKW-Antenne rumliegen (auch noch Friedensware aus B.Blankenburg)
Aber zunächst ein paar Fragen:
Da ein Antennenverstärker auch nur Kabelverluste ausgleichen kann, vermute ich stark, dass mit der Kombination Dipol-Symmetrieglied-Koaxkabel-Autoradio eine hervorglänzende Fehlanpassung fabriziert habe und mir mithin massive Kabelverluste einhandle. Wie seht Ihr das?
Dauerhaft einen Antennenverstärker mit immerhin fast 3 Watt Leistungsaufnahme am Netz zu lassen ist auch nicht grad berauschend.
Die Installation der UKW-Antenne erfolgt unterm Dach, mithin genehmigungsfrei. Ich werde im Vorfeld auch mit nem ordentlichen Tuner auf dem Boden den günstigsten Standort ausfindig machen.
Wie bekomme ich die Impedanzanpassung am besten und einfachsten gelöst?
Der Anschluss der Antenne enthält je bereits ein Symmetrieglied. Ist es besser dies wegzulassen und die Zuleitung zum Autoradio symmetrisch (Flachbandleitung) auszulegen? Damit wurde ich einen Impedanzsprung vermeiden, hätte aber wohl höhere Kabelverluste... Die Zuleitungslänge wurde sich auf max 10 Meter begrenzen, denke ich jetzt mal so.
Dann wäre noch dass Problem Antennenanschluss ans Autoradio 300 Ohm auf 50 Ohm. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass man Impedanzanpassungen mittels zwischengeklemmten Loop einfach realisieren kann, also keine elektrische Verbindung sondern induzierte Koppelung???
Oder ist eine Fehlimpedanz von 75 auf 50 Ohm eher unkritisch und somit eine unsymmetrische Verkabelung (Koax) vorzuziehen?
Für hilfreiche Hinweise bin ich dankbar
Liebe Grüße aus Oberfranken
Uwe