Hallo,
ich bastele jetzt seit einiger Zeit an DIY-Audio-Kram herum, und beschäftige mich verstärkt mit Masseschleifen bzw. der Vermeidung davon (um Einstreuungen zu vermindern). Hier das, was ich bisher gelernt zu haben glaube...
- Man sollte sich einen zentralen Massepunkt M aussuchen (z.B. dicken Kupfer-Fleck in der Mitte der Platine o.ä.).
- Ist ein Bauteil mit M zu verbinden, so sollte das direkt geschehen, d.h. eine Leiterbahn sollte ohne Kontakt zu irgendwas anderem direkt zu M gehen, dort sollen sie sich alle treffen.
- Dementsprechend sollte ein Metall-Gehäuse nur genau einen Kontakt zu M haben. Buchsen, Schalter o.ä., die am Gehäuse liegen, sollten nicht elektronisch mit dem Gehäuse verbunden sein. Oder wenn das nicht leicht möglich ist, so sollte das mit dem Gehäuse verschraubte Teil nicht noch eine zweite Verbindung (Leiterbahn...) zu M haben.
Habe ich das soweit richtig verstanden?
Fragen:
- Ist es wirklich so, daß jede Leiterbahn *direkt* und getrennt von allen anderen zu M geroutet werden soll, oder kann man immer auch problemlos indirekt über eine vorhandene Leitung gehen, solange keine Schleife entsteht? Also A ist schon mit M verbunden; B wird nun mit A verbunden statt direkt zu M?
- Sind die o.g. Regeln für *alle* Bauteile einer Schaltung immer einzuhalten, oder gibt es welche, für die das irrelevant ist? Woran erkenne ich zweifelsfrei, welche Leitungen an den M müssen, und bei welchen es egal ist? Wo es z.B. nicht wichtig ist, wäre vmtl. etwa eine LED, die irgendwo eingehängt ist, die eh immer mit der konstanter Spannung/Strom versorgt wird, und nicht im Signalpfad liegt (stimmt das?).
- Ist es immer (manchmal, nie) sinnvoll, die Auto-Füll-Funktion eines CAD-Programms (z.B. POLYGON GND bei Eagle) zu verwenden, um so viele der Masseleitungen wie möglich zu einem großen Kupferfeld zu vereinen?
Fragen über Fragen, als Grundlagenforschung sehr interessant.
Danke für alle Antworten!