Hallo,
ich grüble im Moment über der Steuerung eines Glockenspiels. Die
Steuerung (auf Lochstreifenbasis) liefert für jeden Ton eine
Gleichspannung, solange die betreffende Note erklingen soll. Die
"Anschläge"

müssen aber stattfinden, wenn am jeweiligen Kanal
die Spannung eingeschaltet wird, sonst kommen beim mehrstimmigen
Spiel die Einsätze durcheinander. Die übliche Methode (Hämmer aktiv
zurückziehen und dann freigeben, so dass sie durch eigenen Schwung
an die Glocken schlagen) funktioniert daher nicht.
Mir sind drei mögliche Ansätze eingefallen:
- RC-Parallelschaltung in Serie zu den Magnetspulen. Beim
Einschalten betätigt der Ladestrom den Hammer, bis der Kondensator
aufgeladen ist; zwischen zwei Noten entlädt er sich über den
Widerstand. Ich glaube nur, dass bei 1/16-Noten zwischen zwei
Noten ab Allegro aufwärts nicht genügend Zeit bleibt (Nominalstrom
der Hammermagneten ca. 0,2A).
- Die kompliziertere Variante wäre eine Flipflop-Schaltung, die
ihre Betriebsspannung aus dem Schaltkanal bezieht. Jeder Hammer
lehnt sich dabei im Ruhezustand gegen eine Metallschiene - Öffner;
beginnt die Note, ist das FF zuerst zurückgesetzt und schaltet den
Hammermagneten ein. Wenn der Hammer "fliegt" öffnet der Kontakt
und das Flipflop kippt; der Magnet wird dann stromlos bis zur
nächsten Note. Problem: Wie stelle ich sicher, dass das FF beim
Einschalten immer in "zurückgesetztem" Zustand einrastet?
- Die mechanische Variante mit ausklinkendem Stößel wie bei einem
Hammerklavier möchte ich wegen des zu erwartenden Verschleisses eher
nicht einsetzen.
Hat jemand schon mal ein ähnliches Projekt aufgebaut oder weiß,
wie bei Profisystemen ala Bellmaster die Hammersteuerung erfolgt?
Gruss
das lange Ohr