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Autor
Leitungen strecken

    







BID = 432757

Dark Dragon

Schreibmaschine



Beiträge: 1364
Wohnort: Solingen
 

  


@ Silversnake:

Es besteht auch die geringe Gefahr, dass die Ader nicht gleichmäßig über die gesammte Strecke gedehnt wird, sondern nur an einer kleinen Stelle. Da wird´s dann sehr dünn und kann optisch nicht geprüft werden.

@ Fenta:

Fakt ist, dass sowas früher gelehrt und benotet wurde.
Die Praxis sieht anders aus.

Stimmt. "Perfekt" gebogen gibt es nicht.
Sagenwirmal ... "möglichst schön".

Die Priorität bei der Ausbildung bestand ebenfalls auch darin, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen.

Die verqueren Vorstellungen von irgendwelchen Wichtigtuern (auch Ausbilder genannt ) hatte man zu befolgen.

Wie ich schon sagte : Eine Frage für die Theorie. Mit entsprechenden Gefahrenhinweisen.
Nirgendwo steht hier, dass jemand in der Praxis so verfahren soll.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Dark Dragon am 28 Mai 2007 11:32 ]

BID = 432784

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7507

 

  


Zitat :
Dark Dragon hat am 28 Mai 2007 11:21 geschrieben :

Nirgendwo steht hier, dass jemand in der Praxis so verfahren soll.


...richtig das steht hier nicht, aber die Le(e/h)rer, Ausbilder oder Wichtigtuer sagen einem das auch nicht und dann machen es einige auch in der Praxis so bis man sie eines besseren belehrt



Zitat :
Primus von Quack hat am 27 Mai 2007 21:37 geschrieben :

...sag mal in deiner Schule Bescheid das sich hier draussen einiges geändert hat und derartige Methoden nicht mehr angewendet werden


_________________
...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 432792

Tobi P.

Schreibmaschine



Beiträge: 2163
Wohnort: 41464 Neuss

Ach, ihr habt doch alle keine Ahnung! Die Leitungen sind alle so krumm, weil sie Probleme mit der Wirbelsäule haben und sollen gedehnt werden, weil sie Gymnastik brauchen


Gruß Tobi

_________________
"Auch wenn einige Unwissende etwas anderes behaupten, bin ich doch der Meinung, dass man nie genug Werkzeug haben kann"

BID = 432815

Gonzo2k1

Aus Forum ausgetreten

aber die nummer mit drahtgerade ziehen kenn ich aus der ausbildungswerkstatt auch.... schützschaltungen mit H07V-U zu verdrahten ohne kabelkanal und ähnliches...
unsere ausbilder sagte immer wieder das so nie in der praxis verdrahtet wird.. er möchte uns damit nur gefühl mit drähten vermitteln und außerdem wer mit H07V-U schön verdrahten kann - kann es auch mit H07V-K

ob altmodisch oder nicht.... nun ja ist ansichtssache

_________________

BID = 432838

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7507

...und wieviel davon versuchen jetzt H07V-K geradezuziehen

_________________
...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 432877

Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
Volle Kanne !




Beiträge: 1912


Zitat :
Fakt ist, dass sowas früher gelehrt und benotet wurde.
Die Praxis sieht anders aus.
Naja, Fakt ist, dass auch klassische Nullung früher gelehrt wurde, man auf den Einsatz von FI meist verzichtete und es mit den Nennwerten von Überstromschutzorganen oft nicht so genau nahm. Dagegen sag ich nix, weil man früher anders dachte, das Material noch anders war und man vieles garnicht kannte oder hatte. Wenn jemand allerdings heutzutage so einen Stuss lehrt, ist das einfach nur verantwortungslos und dumm...


Zitat :
Stimmt. "Perfekt" gebogen gibt es nicht.
Sagenwirmal ... "möglichst schön".
Das geht auch ohne Herumreißen an der Ader!


Zitat :
Die verqueren Vorstellungen von irgendwelchen Wichtigtuern (auch Ausbilder genannt ) hatte man zu befolgen.
Der Hauptgrund, warum ich keine ausbildung mache - von Leuten, die ich nicht für gleich kompetent oder kompetenter erachte, als mich selbst, lasse ich mir ohnehin schon ungern Befehle erteilen (absurd IMHO!), aber auf jeden Fall nicht irgendwelchen Käse, bei dem ich besser weiß, wie es geht!


Zitat :
Wie ich schon sagte : Eine Frage für die Theorie. Mit entsprechenden Gefahrenhinweisen.
Nirgendwo steht hier, dass jemand in der Praxis so verfahren soll.
Nunja, mein Gefühl ist aber, dass viele, die diesen thread lesen, vor den kritischen Antworten kein Problem gehabt hätten, das heutzutage in der Praxis anzuwenden und das sollte unter allen Umständen vermieden werden!

@Primus:
Zitat :
...hallo Fenta, da sind wir ja mal einer Meinung
Man kann ja auch nicht immer die Rivalität pflegen
Davon abgesehen, neigen wir halt zu zuverlässiger Konstruktion von Systemen und da kommt sowas eher schlecht...

MfG; Fenta

BID = 432905

Dark Dragon

Schreibmaschine



Beiträge: 1364
Wohnort: Solingen


Zitat :
Naja, Fakt ist, dass auch klassische Nullung früher gelehrt wurde, man auf den Einsatz von FI meist verzichtete und es mit den Nennwerten von Überstromschutzorganen oft nicht so genau nahm. Dagegen sag ich nix, weil man früher anders dachte, das Material noch anders war und man vieles garnicht kannte oder hatte. Wenn jemand allerdings heutzutage so einen Stuss lehrt, ist das einfach nur verantwortungslos und dumm...


Nun ...
Ich halte es aber für wichtig, dass es auch heutzutage noch soweit gelehrt wird, dass angehende Gesellen diese Technik verstehen und damit umgehen können.
Schließlich ist bei vielen Einsatzorten nicht alles nach dem neuesten Stand errichtet.
Es sollte gelehrt werden, warum das damals so gemacht wurde, wie es funktioniert (z.B. Nullung). Vor allem aber auch die damit verbundenen Gefahren und wieso heute anders verfahren wird.

Wenn das jemand kapiert hat, der wird solchen Mist (aus heutiger Sicht gesehen) nicht neu aufbauen, kann aber an solchen Anlagen arbeiten und weiß, worauf besonders zu achten ist.


Zitat :
Nunja, mein Gefühl ist aber, dass viele, die diesen thread lesen, vor den kritischen Antworten kein Problem gehabt hätten


Bestimmt nicht.
Aber der Fragesteller hätte sich wohl ein paar mehr Meinungen von den Profis hier gewünscht, welche Gefahren möglicherweise entstehen und WARUM man es deshalb nicht machen sollte.

Gruß Andreas

BID = 432912

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13795
Wohnort: 37081 Göttingen

Ja, ich vermisse hier auch einleuchtende Erklärungen, warum man das heute nicht mehr macht.
Auf die Gefahr hin, daß ich anschließend gesteinigt werde, ich selbst habe früher mal in einem Schalttafelbau meine Brötchen verdient und genau die beschriebene Methode zum Richten der Drähte angewendet.
Es hat nie irgendwelche Reklamationen gegeben. Die Schalttafeln wurden überwiegend an Schulen verkauft. Wenn ich einen Trafo 8privat) zu wickeln hatte, habe ich den Draht auf gleiche Weise gerichtet, um besser Lage für Lage wickeln zu können, auch da hatte ich nie Probleme. Luftspulen für KW oder UKW sehen beschissen aus, wenn man sie nicht mit absolut geraden Drähten wickelt. Ich glaube, man sollte das nicht überbewerten, es sei denn, es bringt einer einleuchtende Argumente gegen diese Vorgehensweise.
Gruß
Peter

Eine Erklärung wäre einleuchtend, nämlich, daß die Qualität der Kupferdrähte heute schlechter ist als früher.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Otiffany am 28 Mai 2007 19:20 ]

BID = 432929

Dark Dragon

Schreibmaschine



Beiträge: 1364
Wohnort: Solingen

Bei Deinen privat gewickelten Trafos hast Du wahrscheinlich lackisoliertes Kupfer genommen.

Ein Argument gegen speziell diese Anwendung wäre, dass der Lack die Dehnung nicht schadlos übersteht und es zu Isolationsproblemen führen kann.

Gruß Andreas

BID = 432936

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7507


Zitat :
Otiffany hat am 28 Mai 2007 19:18 geschrieben :

...und genau die beschriebene Methode zum hinrichten der Drähte angewendet...

...habe ich den Draht auf gleiche Weise hingerichtet...


...ich hab das mal berichtigt

_________________
...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 432969

Stifmaster

Schriftsteller



Beiträge: 731
Wohnort: Mainfranken

Seid mir nicht bös aber auch wenns vielleicht nicht mehr Stand der Technik ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Altvorderen sich nichts beim Strecken gedacht haben. Und wenns so gelehrt wurde kanns ja nicht so extrem gefährlich sein. Man muss halt mit Sinn und Verstand arbeiten und net Holla-Holla-Hauruck.
Vertseht mich nicht falsch, ich bin auch einer der extrem viel Wert auf Sicherheit legt. Allerdings wenn ich so sehe, was teilweise früher verbaut/verpfuscht wurde, wunderts mich das nicht jedes zweite Haus in D schon abgebrannt ist.



_________________
Für meine Beiträge schließe ich jegliche Haftung aus. VDE-Vorschriften sind immer zu beachten. SICHERHEIT GEHT VOR!

BID = 432974

ego

Inventar



Beiträge: 3091
Wohnort: Köln


Zitat :
Allerdings wenn ich so sehe, was teilweise früher verbaut/verpfuscht wurde, wunderts mich das nicht jedes zweite Haus in D schon abgebrannt ist.


So ist daß halt!
Man sollte aber schon auf dem Teppich bleiben.
Als Beispiel fällt mir die vor/nach dem Krieg oft angewendete Technik der verwürgung von Adern und umwicklung mit Teer getränktem Textilband als einzige verbindungstechnik ein.
Aus heutiger sicht absolutes Teufelswerk. Auf der anderen seite: Wer von euch hat schon mal eine derartige Klemmstelle als Fehlerursache vorgefunden?

Sicher, aus unserer sicht, mit dem heute zur verfügung stehendem know how und Material, sind die damaligen Techniken inakzeptabel und oft auch unbezahlbar langsam, aber hatten wohl ihre Berechtigung.

Erschreckend finde ich, genau wie viele anderen, daß manche dieser dinge teilweise noch als stand der Technik unterrichtet werden.

Wenn ich an meine Zwischen + Gesellen prüfung zurückdenke, in denen mein einziger Kontakt zu Dolü-Klemmen und Greif-Iso-Schellen in der Neuerrichtung einer E-Anlage stattfand, und in der es Minuspunkte für das nicht verwenden von Aderendhülsen in Wago Cage-clamp Klemmen gab, denke ich schon das eine modernisierung einiger sachen not täte.

Anderseits gebe ich Dark Dragon vollkommen recht: Das Unterrichten heute nicht mehr angewandten Techniken hat seine berechtigung, wird aber leider in genau den wichtigen teilen nicht mehr vorgenommen!
Da werden lieber Dinge wie EIB und SPS vermittelt und anschließend erlebt man folgendes:

Ich habe heute noch die entsetzten Augen eines frisch eingestellten Jungmonteures vor mir der in einer Altbauwohnung den auftrag bekam defekte Steckdosen zu erneuern: Die Tatsache nur zwei Adern vorzufinden hat ihn förmlich in seinen Grundfesten erschüttert!
Trotz frischerworbenen Gesellenbriefes war ihm die Technik der klassischen Nullung völlig fremd!

BID = 432994

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7507

...da hat dann wohl die Berufsschule geschlampt, klassischen Nullung , Netzformen, alte Bezeichnungen (R,S,T,Mp....u.s.w.), alte Farbcodes,.... gehören in den Theorieunterricht

_________________
...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 433022

Surfer

Inventar



Beiträge: 3085

Nicht immer Primus-selbst bei unseren Azubis gibts das nicht mehr.

Die Ausbildung wird ME immer verrückter-die setzen sich zu Gruppen zusammen und lernen selbst(was eigentlich ja vernünftig ist) aber ohne jegliche Struktur.Die können dir im 3.Ausbildungsjahr was von Digital erzählen,wissen aber nicht was ein ohmscher Widerstand ist-von Grundschaltungen in der Schütztechnik ganz zu schweigen.

ME sollte die Ausbildung wieder wesentlich strukturierter und von Grund auf stattfinden.

Gruß Surf



BID = 435435

Pit0711

Gelegenheitsposter



Beiträge: 74
Wohnort: Stuttgart

In der Ausbildung mussten wir auch immer die perfekt gerade Leitung legen. Schraubstock und Zange und schon ist es gerade
Die Ösen mussten perfekt sein, Biegeradius exakt.

In der Praxis sah das natürlich wieder anders aus


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