Hallo, Leute!
Ich möchte mit meinem Mikrocontroller den Strom in einer 220 Volt Leitung messen. Natürlich möchte ich nicht gerne mit so hohen Spannungen umgehen, darum habe ich die L-Leitung genommen und fünf mal um einen knapp fingerdicken Eisenring gewickelt.
Als Sekundärspule meiner improvisierten Stromzange habe ich normale 0,1mm² Signalleitung genommen, ungefähr 100 Windungen oder so. Was da hinten rauskommt habe ich mit vier Dioden gleichgerichtet.
Dieser "Gleichstrom" wird noch in einem 10µF Kondensator gespeichert, der parallel zu einem 470kOhm Widerstand liegt - Wenn nichts nachkommt, soll es sich langsam entladen, aber die Spannung soll halt auch lange genug im Kondensator herumliegen dass sie mehrere von den 50-Herz-Wellen im Stromnetz übersteht und ich was auf dem Multimeter sehen kann.
An die 220 Volt Leitung habe ich testweise eine 100-Watt-Birne gehängt.
Herausgekommen sind, über dem Widerstand gemessen:
- Im Einschaltmoment 3 Volt
- Zwischendurch 15 mV
- Beim anfassen der Lampe 10 mV
- Im Ausschaltmoment wieder 3 Volt
- nach einiger Zeit 15 mV
- Beim anfassen der Lampe wieder 10 mV statt 15mV
Ich komme an dieser Stelle nicht weiter. Der Trafo verhält sich mit den beiden Spannungssprüngen so, als ob auf der primärseite Gleichstrom angeschlossen wäre - da wären zwei Spannungssprünge und ansonsten nichts ja normal.
Ich weiß jedoch mit einiger Sicherheit, dass aus der Steckdose meiner Wohnung Wechselstrom kommt.
Ich würde gerne irgendwas zwischen 100 mV und 4, maximal 5 Volt auf der Sekundärseite haben - genug zum einigermassen präzisen messen, zu wenig zum verletzen.
Was mache ich falsch?