brauche ich hier umbedingt ein OR-Gatter?

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Autor
brauche ich hier umbedingt ein OR-Gatter?

    







BID = 20798

tubbu

Gesprächig



Beiträge: 100
 

  


Hi,
Ich habe zwei ICs, der Augang von IC1(CMOS) ist mit dem Eingang von IC2(TTL) verbunden.

De Platine ist schon fertig gefräst, aber jetzt wäre es nachträglich noch wünschenswert den pegel per schalter zu ändern.
Kann ich das wie unten im schaltplan machen, der brauche ich in disem Fall umbedingt ein OR-Gatter?

Der Schalter wäre natürlich richtig entprellt.

Danke für Antworten

Tubbu


edit:
hab grad gemerkt, dass das bid falsch ist, der schater müsste zwischen widerstand und +5V und die masse müsste ganz weggelassen sein

[ Diese Nachricht wurde geändert von: tubbu am 25 Mai 2003 14:06 ]

BID = 20805

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7435

 

  

Eine Diode zwischen den "Ausgang" und dem "Schalter" dürfte das Prob. lösen.

_________________
mfg Jornbyte

Es handelt sich bei dem Tipp nicht um eine Rechtsverbindliche Auskunft und
wer Tippfehler findet, kann sie behalten.

BID = 20811

FozzieBear

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Beiträge: 62

@tubbu

Zeichne das Bild bitte mal so, wie du es sein soll.
Im Moment klingt es so, als wolltest du die Verbindungsleitung zwischen CMOS und TTL über einen Schalter auf HI 'zwingen', auch wenn der CMOS Ausgang LO ist.
Erzähl uns mal, welche Chips das sind und auf welchen Spannungen sie laufen. Der Übergang von CMOS auf TTL ist wegen unterschiedlicher Schaltschwellen bes bei gleicher Versorgungsspannung eh heikel.
Wenn du statt des TTL ein HCT nimmst, hast du erstmal von der Pegelanpassung bei gleicher Betriebsspannung von CMOS und TTL weniger Probleme. Außerdem kannst du dann bei halbwegs langsamen Signalen in die Verbindung der beiden Chips einen Widerstand legen (HCT Eingänge sind hochohmig), und den Eingang des HCT mit einem Schalter auf HI oder LO festlegen, während der CMOS ausgibt, was er will, und als Last nur den Widerstand in der Verbindungsleitung sieht, der gut und gern 1-10K sein kann. Ein CMOS Ausgang ist zwar strombegrenzt (manche leute schließen LEDs ohne Vorwiderstand direkt an CMOS ausgänge an), aber drauf ankommen lassen würde ich es nicht.


BID = 20815

tubbu

Gesprächig



Beiträge: 100

So, ich habe den schaltpan jetzt mal geändert.Die ganze Schaltung läuft auf 5V, Der 1. IC(links) ist ein HTCMoS, der rechte standart TTL.

tatsächlich möchte ich die möglichkeit haben einen urzen High-Impuls an den Eingang des 2. Ic zu schicken, weiss aber nicht, ob ich eine diode am ausgang des CMOS brauche, oder, ob die Schaltung überhaupt 'erlaubt' ist und ich vielleicht ein OR-Gatter benötige.

Der Ausgang des linken ICs steht auch normal immer auf LO,
die Geschwindigkeit des ganzen aufbaus ist sehr gering, so dass ich mit einem kurzen High imuls des Schalters die Schltung nicht stören würde.

Austauschen kann ich die Bauteile allerdings nicht mehr, denn ich hab sie schn gekauft und es muss ja nicht umbedingt sein, dass ich nochmal bestellen muss.


BID = 20836

tubbu

Gesprächig



Beiträge: 100

mir ist gerade eingefallen, dass eine dide keine gute idee ist, da sie einen spannungsabfall vn 0,7V prduziert und dies evtl. Logikpegel verändern würde.

ich müsste eigendlich nur wissen, b es dem CMs schadet, wenn ich an einen Augang auf High lege ( von aussen).

Kann ich den CMos eiegndlich zur Not auch ohne Sockel diret löten, oder zerstört ihn das in jedem Fall?


BID = 20844

Jerry

Schriftsteller

Beiträge: 828
Wohnort: Gera

Hallo,

ich bin zwar nicht der Digital-Freak , aber ich denke ohne Diode kannst du dem Ausgang keinen High-Pegel aufzwingen, da er, wenn er gerade ein Low-Signal hat, intern sehr niederohmig mit Masse verbunden ist. D.h. mit Pullup-Widerstand wird durch den Spannungsabfall am Widerstand immer ein Low-Signal erhalten bleiben, läßt du ihn weg, stirbt der IC mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen Überlastung. Das sauberste wäre wirklich ein OR-Gatter.

BID = 20847

FozzieBear

Gelegenheitsposter


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Beiträge: 62

Okay, ich persönlich zähle die HC und HCT Typen zu den TTL-Digitalschaltkreisen, da ich mir unter CMOS immerdie 4xxx Reihe vorstelle.

Der Ausgang eines HCT liegt bei Lo Pegel maximal auf 0.4V Restspannung. Der Eingang eines TTL darf aber nur maximal 0.8V haben um noch sicher LO zu erkennen. Dein Overhead für die LO Erkennung sind demnach nur 0.4V.

Ich würde folgendes Probieren wollen:
den Schalter ohne Vorwiderstand auf +5V, den anderen Anschluss an den Eingang TTL (Also im Schltbild den Pull up durch Brücke ersetzen). Einen Widerstand von 220Ohm zwischen Ausgang HCT und Eingang TTL. Bei einem TTL Eingang würde das einen Spannungsabfall von 0.352V zwischen Ausgang HCT und EingangTTL bedeuten (der standard TTL zieht 1.6mA Eingangsstrom, LS TTL 0.36mA). Liegt also noch gerade im Rahmen deines Overhead. Für den HCT dagegen ergibt sicht bei Verbindung mit +5V ein Strom von 14mA an seinem Ausgang, und die Hoffnung, dass er das zumindest kurzzeitig aushält. Strombegrenzt sind die Ausgänge nicht direkt, sie liefern mindestens 4mA.

Ein Or Gatter mit Dioden könnte es klappen.
Du brauchst: Einen PullDown von 500Ohm (Nicht mehr - besser weniger - also 470Ohm) am Eingang des TTL gegen Masse. Die Diode#1 mit Anode an den Ausgang HCT, diode#2 mit Anode an Schalter,- den Pull Up widerstand in deinem Schaltbild durch Brücke ersetzen (schalter an +5V). Kathoden der beiden Dioden an Eingang TTL.
Wenn du Schottkys nimmst sollte es gehen. Bei Silizium wird es eng, könnte aber noch klappen.
Dabei reizt du die Ausgangstreiber der HCT aber schon aus, die sind auf 4mA ausgelegt.- Wenn der Chip genau auf die Mindestspezifikation gebaut wurde, geht das in die Hose.

Alternative:
NPN in Basisschaltung. Emitter an Ausgang HCT, Collector an Eingang TTL, Basis über 4K7 an +5V.- UCESat ~0.2V
Wenn du jetzt den Basisanschluss auf Masse ziehst oder den Basiswiderstand entfernst, erkennt der TTL Eingang selbstständig auf HI-Pegel.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: FozzieBear am 25 Mai 2003 21:42 ]

BID = 20884

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
....ich müsste eigendlich nur wissen, b es dem CMs schadet, wenn ich an einen Augang auf High lege ( von aussen)...


Einem HC- oder HCT -Ausgang kurzzeitig den anderen Logikpegel aufzuzwingen ist problemlos möglich, und auch zulässig, solange das wirklich nur kurz (<0,1s) und selten geschieht.
Die benötigten Ströme kannst Du dem Datenblatt entnehmen.
Probleme sind allenfalls zu erwarten, wenn der CMOS-Ausgang zu einem Leitungstreiber o.ä. gehört, weil dazu recht hohe Ströme erforderlich sind, die ihrerseits Störungen verursachen können.

Bedenken sollte man aber immer, daß zu einem Signal auch der Rückweg gehört. Um zu verhindern daß die Signalflanken zu schlecht werden, wird man evtl. ein Koaxkabel verwenden, und je nach Länge des Kabels stellt sich dann die Frage ob die Kabelkapazität im normalen Betrieb den HCT-Ausgang zu stark belastet, oder Probleme mit evtl. Reflexionen auftreten können.



Zitat :
...Kann ich den CMos eiegndlich zur Not auch ohne Sockel diret löten, oder zerstört ihn das in jedem Fall? ...

Die Frage mit den Fassungen bringt mich etwas aus der Fassung.
Natürlich kann man die Teile direkt einlöten, das ist elektrisch und thermisch sogar günstiger.
Das Problem ist das Auslöten. Hoffen wir, daß es nicht nötig ist.
Bei den großen Keksen 100polig und so, kann die Feuchtigkeit in falsch gelagerten Gehäusen beim Reflow-Löten den Deckel wegsprengen, aber ich glaube, das ist nicht das Problem das Du meinst.
Bei SMD-Gehäusen werden, recht teure, Fassungen eigentlich nur zu Prüf- und Programmierzwecken verwendet, und für die neuesten winzigen Gehäuse sind mir überhaupt noch keine Fassungen über den Weg gelaufen.
Die Chip-Hersteller werden wohl auch dafür welche haben - zu Preisen, die man sonst nur bei Juwelieren findet.


_________________
Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 20907

tubbu

Gesprächig



Beiträge: 100

danke, ich denke ich werde das mit den schaltern erstmal zurückstellen und dann beim nächsten layout miteinbeziehen.
Ich muss aber hier eiin grßes Lob an das Forum aussprechen, die Antworten haben mir ein größeres Verständniss gebracht.

Dass man CMOS nicht direkt einlöten, sondern immer einen IC-Sockel verwenden sollte habe ich mal irgendwo gelesen..

Also noch mal vielen Dank

Tubbu


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