Die im Schaltbild angegebene Messfrequenz von 29.4kHz ist zu gering um eine vernünftige ESR Messung vornehmen zu können.
Die üblichen Meter arbeiten mit mindestens 50kHz - das Meter mit 2 LM324 mit 100kHz, was der üblichen Messfrequenz bei den in den Datenblättern der Hersteller angegebenen Werten entspricht.
Nein, ESR kannst du nicht berechnen, das gibt der HErsteller für sein Produkt im Datenblatt an. ESR ist EBEN NICHT der übliche Wechselstromwiderstand Rc=1/wC.
Und je geringer er ist, desto besser.
Es wird mit so hoher Frequenz wie möglich gemessen, damit der Wechselstromwiderstand des Kondensators gegenüber dem ESR vernachlässigbar wird.
Sagen wir, du misst bei 30kHz und 0.47u einen Wert von 11.5Ohm - der kapazitiven Anteil an der Messung ist nach 1/wC aber bereits 11.2Ohm. Somit ist das eigentliche ESR nur 0.3Ohm.- Der Rest kommt vom kapazitiven Widerstand aufgrund der zu niedrigen Messfrequenz. Das ESR würde also nur 3% des Messwertes ausmachen. Wenn das Messgerät also nicht so doll genau ist (Zeigerschätzeisen), dann zeigt das aber die 11.2 schon als 11.5 an und du wirfst alle 0.47u Elkos weg, auch wenn sie 1a ESR haben.
Bei einer Messfrequenz von 100kHz aber wäre der kapazitive Anteil bei der Messung von 0.47u aber nur noch 3.3Ohm und 0.3Ohm ESR immerhin schon knapp 10%.
Außerdem wird dieses Gerät das Testen eines versehentlich noch geladenen Elkos nicht so doll finden. Von Messungen innerhalb von laufenden Schaltungen ganz abgesehen.
Die Skale mit Rot gelb grün ist ohnehin nicht sinnvoll, da jeder Elko ein anderes ESR Limit hat, das von bauform, Temperaturbereich und Spannungsfestigkeit abhängt.
Da ist es dann besser auf die Skala neben den Ohmwerten nur Marken für ESR Limits mit den zugehörenden Kapazitäten aufzutragen.
Google hinüber?
http://www.albany.net/~gwoods/esr_meter/esr_meter_index.html