Verbrauchsmessung

Im Unterforum Alle anderen elektronischen Probleme - Beschreibung: Was sonst nirgendwo hinpasst

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Autor
Verbrauchsmessung

    







BID = 125516

kaeferblattler123

Gerade angekommen


Beiträge: 5
 

  


Hallo.
Ich habe vor einiger Zeit bei LIDL ein Stromverbrauchsmessgerät gekauft.
Es ist von Paget Trading LTD Model Nr.: 9149
Also, erstmal vorweg:
Ich habe hier folgende Aussagen gefunden:

"Die tatsächliche Wirkleistung in Watt erhält man über Volt mal Ampere mal dem Cosinus der vorhandenen Phasenverschiebung (phi) zwischen Spannung und Strom!"

"Nur die Wirkleistung mußt du bezahlen,..."

Ich gehe mal davon aus, dass diese Angaben stimmen.
Das Gerät zeigt den Leistungsfaktor an.

Zitat aus der Gebrauchsanleitung:

"Die Anzeige der Leistungsaufnahme erfolgt in Watt. Sie resultiert aus dem Strom, der Spannung und dem angezeigten Leistungsfaktor (cos Phi). Der Leistungsfaktor gibt dabei den Phasenverschiebungswinkel und damit das Verhältnis von Wirk- zu Scheinleistung an. Diese ist erforderlich, da es z.B. beim Messen von Kühlgeräten und Leuchtstofflampen (indunktive und kapazitive Verbraucher) sonst zu Fehlmessungen kommen könnte."

So, jetzt wäre direkt meine erste Frage da: Ist der angezeigte Wert die Schein- oder Wirkleistung?

So, dan habe ich ein paar Messungen an Leuchtstofflampen (Aquarienbeleuchtung) durchgeführt.
Die Ergebnisse:
15W Leuchtbalken (Drosselspule): 24W angezeigt. ("power factor 0,3")

2x38W Leuchtbalken (EVG): 62W angezeigt?! ("power factor 1")

Die 24W bei der ersten Lampe erscheinen mir als plausibel, da ja die Drosselspule zusätzlich zu der 15W Röhre noch Strom verbraucht.
Die 62W bei der zweiten Leuchte kann ich mir aber nicht erklären. Allein die Röhren müssten ja schon 76W brauchen.

So, dann noch zu dem Leistungsfaktor:
Angenommen der angezeigte Wert ist die Scheinleistung, dann müsste man diese ja noch mit dem Leistungsfaktor multiplizieren.
Würde bedeuten, dass man bei der 15W Leuchte nur ca. 7W bezahlt, bei der 2x38W für 62W bezahlt.
Wenn man das mal umrechnet, dann würde der Betrieb der Lampe mit Drosselspule weniger kosten als der mit EVG.
Man liest aber überall, dass das EVG Strom einspart.

Wie ihr seht, ergeben sich da einige Widersprüche.
Es wäre nett, wenn mir jemand erklären könnte, was an meinen Messungen und/oder der "Logik" falsch ist.

Vielen Dank schonmal.
Gruß, M. Muhr

BID = 125529

sam2

Urgestein



Beiträge: 35321
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

 

  

Hallo kaeferblattler,

erstmal Willkommen im Forum!


-die theoretische Betrachtung in der Anleitung stimmt
-der angezeigte Wert ist die (zu bezahlende) Wirkleistung
-bei der Leuchte mit KVG hast Du Recht (Verluste der Drossel)
-bei der Leuchte mit EVG kann das Meßgerät auch Recht haben (denn die Lampen kriegen da nur soviel Leistung ab, wie das EVG ihnen zubilligt, und Du hast vielleicht ein knauseriges...)

Widersprüche gibt es keine, weil der angezeigte Wert ja die Wirkleistung ist.

Alles klar?


Gruß,
sam2

_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 125539

kaeferblattler123

Gerade angekommen


Beiträge: 5

Hallo.
Danke für die Erklärung.

Dann habe ich abe noch ein Frage zu der Leuchte mit EVG.
Wenn das EVG nur so wenig Leistung an die Röhren abgibt, leuchten die dann schwächer und hat das Auswirkungen auf den Wirkungsgrad?
Verlängert das eventuell die Lebensdauer?

Wenn die messung stimmt, bekommt ja jede Röhre einige Watt zu wenig- statt 38 nur unter 31W.
Wieviel verbraucht so ein EVG eigentlich selbst?

Gruß, M. Muhr


BID = 125547

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Wenn das EVG nur so wenig Leistung an die Röhren abgibt, leuchten die dann schwächer

Nicht alle Wirkleistung wird an den Lampen verbraucht. Einiges davon heizt das Vorschaltgerät selbst auf.
Durch diese Messung kannst aber nicht herausbekommen, wer wieviel abbekommt.
In dieser Hinsicht sind die EVG deutlich besser als die alten Eisendrosseln, was man daran merken kann, daß sie kleiner und kühler sind.

Zitat :
hat das Auswirkungen auf den Wirkungsgrad

s.o. der Wirkungsgrad mit EVG ist besser, du bekommst mehr Licht fürs Geld.



Zitat :
Verlängert das eventuell die Lebensdauer?

Vermutlich ja. Insbesondere die Zündung beim Einschalten verläuft elektrodenschonender.


Zitat :
Wieviel verbraucht so ein EVG eigentlich selbst?
Das kann man relativ schwer messen. Entweder man braucht dazu ein Oszilloskop mit Rechenfunktionen, das einige tausend Euro kostet, oder man mißt die Wärmeentwicklung.
Wie schon gesagt, ist der Eigenverbrauch der elektronischen EVG deutlich niedriger.
Besonders in Bürohäusern kann sich das bemerkbar machen, denn die Abwärme muß dort meist, unter weiterem Energieeinsatz, mit der Klimaanlage beseitigt werden.


_________________
Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  9 Nov 2004 12:32 ]

BID = 125548

gretel

Schreibmaschine



Beiträge: 1169
Wohnort: Deutschland

Hallo ,

die EVGs machen das über Frequenzen , die nicht mit üblichen Messgeräten nachzumessen sind , da aber die Herstellerfirmen die EVGs passend ausschreiben ist soweit mal die "gesunde" Abstimmung Vorschaltgerät zu Leuchte in Ordnung !

Gruss
Gretel


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