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Motor Stern Dreieck Suche nach: motor (31290) |
Problem gelöst
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BID = 86256
Peiffi Gerade angekommen
Beiträge: 13
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Hallo.
Hätte da ein kleines Problem:
Ein Motor wird in Stern-Dreieck-Schaltung (Y-D-Schaltung) angelassen. Das kann nur gemacht werden, wenn das Lastmoment nahe dem Leerlaufmoment des Moors liegt, weil in Y-Schaltung nur 1/3 des Momentes einer D-Schaltung zur Verfügung steht.
Warum kann ein Motor, der zu lange in Y-Schaltung läuft, kaput gehen (verbrennen durch Überhitzung)? Ist die Wirkkomponente des Stromes hier so groß, dass der Motor überhitzt? Warum löst dann die vorgecshaltete Schutzeinrichtung (Motorschutzschalter oder -relais, ist auf Nennstrom in D-Schaltung eingestellt)? Diese müsste doch einen zu hohen Wirkstrom bemerken und ihn abschalten...
Würde mich freuen, wenn mir da jemand helfen könnte.
Bis dann
Peiffi |
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BID = 86282
chris66 Schreibmaschine
    
Beiträge: 1039 Wohnort: Purkersdorf/Österreich
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Hi Peiffi,
Bei der Y-D-Schaltung passiert folgendes: Die Motorwicklungen, die beispielsweise für eine Nennspannung von 400V ausgelegt sind, liegen im Y-Betrieb auf einem (künstlich gebildeten) Sternpunkt und damit nur mehr auf 230V (Faktor Wurzel3). Entsprechend kleiner ist also der Stromfluß, weil der Außenleiterstrom gleich des Stromes durch die Wicklung ist, und zwar ebenfalls um Wurzel3. Und weil Leistung UxI ist, beide Werte jedoch, wie zuvor erwähnt, um den Faktor Wurzel3 kleiner sind, sinkt die Nennleistung und damit das Drehmoment auf ein Drittel der Leistung im Nennbetrieb.
Der Grund, warum im Y-Betrieb ein Motorschutz nicht anspricht, ist, weil an ihm der Aussenleiter-Nennstrom im D-Betrieb eingestellt ist, und der ist um das Wurzel3-fache höher als der Wicklungsstrom (weil im D auch 2 Wicklungsenden an einem Außenleiter hängen!). Während des Y-Betriebes fließt aber nur ein um den Faktor Wurzel3 kleinerer Strom. Um also den Motorschutz auslösen zu können, muß der Nennstrom im Y-Betrieb über das Wurzel3-fache ansteigen (also so um das 2-fache), und was in einer Wicklung los ist, durch die ungestört der 1,7-fache Nennstrom ungestört durchfließen kann, liegt ja jetzt wohl auf der Hand....
Hoffe, einigermaßen aufgeklärt zu haben!
ciao
chris |
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BID = 86290
Peiffi Gerade angekommen
Beiträge: 13
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Aber warum fließt im Y-Betrieb in Strom der die Wicklung zerstören kann, wenn doch eine kleinere Spannung an der Wicklung als im D-Betrieb anliegt...
Irgendwie noch unklar. Die Begründung fehlt mir...
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BID = 86293
chris66 Schreibmaschine
    
Beiträge: 1039 Wohnort: Purkersdorf/Österreich
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Weil die Stromaufnahme (abgesehen von den Leerlaufverlusten) einzig und allein von der Nennlast an der Welle abhängt!
Ein Motor wird im Leerlauf nicht mal annähernd den halben Nennstrom brauchen, während eine mechanische Überlastung, die im Extremfall eine Blockade sein kann, den Stromfluß in die Höhe schnellen läßt. Was glaubst Du denn, durch welches Phänomen an einem blockierter Motor die Wicklungen verglühen (würden, wenn's keinen Motorschutz gäbe), hmm?
chris
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BID = 86316
Peiffi Gerade angekommen
Beiträge: 13
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Hallo.
Wenn denn meine Last mehr Moment braucht als mein Nennmoment in Sternschaltung ist dann dürfte Sie doch gar nicht anlaufen. Ich hab die sache immer so verstanden, dass ich die Y-Schaltung nur einsetzen kann, wenn mein notwendiges Lastmoment kleiner oder gleich dem Nennmoment des Motors ist. Das bei einer Blockade des Motors mehr Strom fließt ist klar. Und bei Überlast des Motors fließt auch zu viel Strom. Aber bei Überlast dürfte der doch gar nicht loslaufen.
Kann es sein, dass der Motor die Last knapp unterhalb des Kippmomentes anlaufen lässt, das Moment der Last mit der Drehzahl steigt... Dann dürfte der Motor die Last aber nur mit Kippmoment betreiben. Und dafür ist er doch ausgelegt...
Ich hab halt Probleme damit, mir die Last vorzustellen, die so ein Verhalten hat und zu erkennen, wo der Übergang in einen Betriebspunkt ist, wo zu viel Strom fließt.
und wieergrübeln .... 
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BID = 86344
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
Peiffi hat am 27 Jul 2004 11:16 geschrieben :
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Aber warum fließt im Y-Betrieb in Strom der die Wicklung zerstören kann, wenn doch eine kleinere Spannung an der Wicklung als im D-Betrieb anliegt...
Irgendwie noch unklar. Die Begründung fehlt mir...
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Sieh es mal so:
Bei Dreieckschaltung verteilt sich der Strom des Außenleiters auf zwei Wicklungen, bei Sternschaltung nur auf eine.
Und da die Erwärmung dem Quadrat des Stroms proportional ist, ist die Wärmeentwicklung in der Wicklung trotz des geringeren Stroms höher.
_________________
Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !
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BID = 86522
Peiffi Gerade angekommen
Beiträge: 13
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Hallo.
Warum der Motorschutz nicht auslöst, ist mir jetzt klar.
Aber aus welchem Grund wird dér Strangstrom in Sternschaltung so groß, dass der Motor verbrennt? Er muss ja größer als der Strangstrom der Dreieckschaltung sein, weil der Motor mit diesem Strom nicht verbrennt.
Peiffi
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BID = 86593
chris66 Schreibmaschine
    
Beiträge: 1039 Wohnort: Purkersdorf/Österreich
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Weil an einem Motor üblicherweise eine Last hängt. Wenn der Motor aber nur ein Drittel seiner Leistung hergeben würde (was ja im Y-Betrieb der Fall ist), dann ist er eben überlastet. Deshalb läßt man ihn dann auch im Dreieck laufen, damit er eine höhere Wicklungsspannung erhält und für die produzierte Leistung aufgrund der höheren Spannung entsprechend auch nur den Nennstrom und nicht mehr braucht, um die Last anzutreiben.
Vielleicht hilft Dir das beiliegende Ersatzschaltbild auch weiter.
Uff! Geht's jetzt?
chris
[ Diese Nachricht wurde geändert von: chris66 am 28 Jul 2004 12:49 ]
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BID = 86895
Peiffi Gerade angekommen
Beiträge: 13
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