Austausch des Sicherungskastens – FI/RCD für Durchlauferhitzer und Herd sowie SPD erforderlich? Im Unterforum Elektroinstallation - Beschreibung: Alles über Installation
Achtung immer VDE beachten !!
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Austausch des Sicherungskastens – FI/RCD für Durchlauferhitzer und Herd sowie SPD erforderlich? Suche nach: rcd (2243) herd (7690) |
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BID = 1135830
cobramostar Gesprächig
  
Beiträge: 104
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**Erneuerung eines Sicherungsverteilers – FI/RCD für Durchlauferhitzer und Herd sowie SPD erforderlich?**
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Hallo zusammen,
ich bitte um eine fachliche Einschätzung zu folgendem Fall.
In einer Wohnung wurde der komplette Sicherungsverteiler erneuert. Dabei wurden:
* das Verteilergehäuse ausgetauscht,
* die alten Sicherungselemente entfernt,
* neue Leitungsschutzschalter eingebaut,
* mehrere Stromkreise mit FI/RCD (30 mA) ausgestattet.
Folgende fest angeschlossene Drehstrom-Verbraucher wurden jedoch weiterhin ohne FI/RCD betrieben:
* Drehstrom-Durchlauferhitzer im Bad,
* Elektroherd (Drehstrom-Festanschluss).
Zusätzlich wurde kein Überspannungsschutz (SPD) eingebaut.
Die Begründung lautete:
* Es habe sich lediglich um eine Instandsetzung/Reparatur gehandelt und nicht um eine Änderung oder Modernisierung der elektrischen Anlage.
* FI/RCD-Schutz nach DIN VDE 0100-410 betreffe hauptsächlich Steckdosen- und Lichtstromkreise.
* Für fest angeschlossene Verbraucher wie Herd und Durchlauferhitzer bestehe keine RCD-Pflicht.
* Da an den Verbrauchern selbst keine Änderungen vorgenommen wurden, seien keine erneuten Messungen dieser Stromkreise erforderlich gewesen.
Dazu habe ich folgende Fragen:
### 1. Änderung oder reine Reparatur?
Ist der Austausch eines kompletten Sicherungsverteilers einschließlich sämtlicher Schutzgeräte tatsächlich nur als reine Instandsetzung zu bewerten?
Oder muss bei einem solchen Eingriff in die Verteilung geprüft werden, ob die Schutzmaßnahmen der angeschlossenen Stromkreise weiterhin dem Stand der Technik entsprechen?
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### 2. DIN VDE 0100-701:2025-06 und Durchlauferhitzer
Wie ist die neue DIN VDE 0100-701:2025-06 in diesem Zusammenhang zu bewerten?
Nach den veröffentlichten Informationen wurde die bisherige Ausnahme für fest angeschlossene elektrische Wassererwärmer aufgehoben.
Bedeutet dies, dass ein Drehstrom-Durchlauferhitzer im Bad bei einer Erneuerung bzw. Änderung der Verteilung hinsichtlich FI/RCD neu bewertet werden muss?
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### 3. Aussage „FI nur für Steckdosen und Licht“
Ist die Aussage korrekt, dass FI/RCD-Schutz nur für Steckdosen- und Lichtstromkreise relevant ist?
Oder müssen die besonderen Anforderungen für Räume mit Badewanne/Dusche nach DIN VDE 0100-701 zusätzlich berücksichtigt werden?
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### 4. Bestandsanlage / Bestandsschutz
Kann sich ein Betreiber bei einer erneuerten Verteilung weiterhin vollständig auf Bestandsschutz berufen?
Oder führt der Austausch des Verteilers und der Schutzgeräte dazu, dass bestimmte Schutzmaßnahmen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden müssen?
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### 5. Prüfungen nach Austausch des Verteilers
Welche Prüfungen sind nach dem Austausch eines kompletten Sicherungsverteilers fachlich erforderlich?
Zum Beispiel:
* Schutzleiterprüfung (PE),
* Isolationsmessung,
* Schleifenimpedanzmessung,
* Prüfung der Abschaltbedingungen,
* Prüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen.
Ist es ausreichend zu sagen, dass an den Endgeräten selbst keine Arbeiten durchgeführt wurden?
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### 6. FI/RCD-Zuordnung und Neutralleiterführung
Wie müssen mehrere FI/RCD-Schalter in einer Verteilung korrekt verschaltet werden?
Ist es zulässig, Neutralleiter verschiedener FI/RCD-Bereiche miteinander zu verbinden?
Wie muss sichergestellt werden, dass jeder Neutralleiter eindeutig dem zugehörigen FI/RCD zugeordnet bleibt?
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### 7. Dimensionierung von Brücken und Neutralleitern
Wie muss die Dimensionierung von Brücken zwischen FI/RCD-Schaltern bewertet werden?
Wenn mehrere FI/RCD-Schalter mehrere Stromkreise versorgen, nach welchen Regeln wird der erforderliche Querschnitt der gemeinsamen Verbindung bzw. des Neutralleiters festgelegt?
Ist hierfür ein Nachweis der Dimensionierung erforderlich?
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### 8. Überspannungsschutz (SPD)
Ist bei einem vollständigen Austausch eines Sicherungsverteilers nach den aktuell geltenden Regeln der Technik ein Überspannungsschutz (SPD) vorzusehen?
Welche Voraussetzungen entscheiden darüber?
### 9. Verdrahtung der Neutralleiter bei mehreren FI/RCD-Schaltern
Bei der Verdrahtung der FI/RCD-Schalter ist mir aufgefallen, dass die Neutralleiterführung nicht wie erwartet ausgeführt wurde.
Der Neutralleiter des unteren FI/RCD-Schalters wurde nach meiner Beobachtung nicht direkt von der Neutralleiterschiene zugeführt, sondern über eine Verbindung bzw. Brücke im Bereich eines anderen FI/RCD-Schalters geführt.
Zusätzlich wurde festgestellt, dass zwischen den FI/RCD-Bereichen eine Neutralleiterverbindung mit einem Leiterquerschnitt hergestellt wurde, der dem Querschnitt eines einzelnen Außenleiters entspricht.
Meine Fragen dazu:
* Ist eine solche Verdrahtung der Neutralleiter zwischen mehreren FI/RCD-Schaltern zulässig?
* Müssen mehrere FI/RCD-Schalter grundsätzlich jeweils eine eigene Neutralleiterzuführung von der gemeinsamen Neutralleiterschiene erhalten?
* Wie wird bei einer solchen Ausführung sichergestellt, dass jeder FI/RCD nur die ihm zugeordneten Stromkreise überwacht?
* Nach welcher DIN-VDE-Regel wird der erforderliche Querschnitt einer solchen gemeinsamen Neutralleiterverbindung bestimmt?
* Muss nachgewiesen werden, dass diese Verbindung für die maximale mögliche Belastung aller dahinter angeschlossenen Stromkreise ausreichend dimensioniert ist?
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Ich würde mich über Antworten von Elektrofachkräften mit Angabe der jeweiligen DIN-VDE-Grundlage freuen.
Vielen Dank!
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cobramostar Gesprächig
  
Beiträge: 104
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**Edit:**
Bei der Verdrahtung der FI/RCD-Schalter ist aus meiner Sicht ein weiterer wesentlicher technischer Punkt festzustellen.
Es handelt sich nach meiner Beobachtung um eine **parallele Verbindung der Neutralleiter zweier FI/RCD-Bereiche**. Jeder dieser FI/RCD-Schalter versorgt wiederum mehrere eigene Stromkreise, die jeweils über separate Leitungsschutzschalter abgesichert sind.
Durch diese parallele Verbindung werden die Neutralleiterströme sämtlicher hinter beiden FI/RCD-Schaltern angeschlossenen Stromkreise über **einen gemeinsamen Neutralleiter** geführt.
Damit ist dieser eine gemeinsame Neutralleiter zwischen der Einspeisung/Neutralleiterschiene und den beiden FI/RCD-Bereichen der gemeinsame Rückleiter für beide FI/RCD-Gruppen. Bei gleichzeitiger Belastung mehrerer Stromkreise aus beiden Bereichen muss dieser Leiter die daraus entstehenden Neutralleiterströme beider FI/RCD-Bereiche aufnehmen.
Der verwendete Neutralleiterquerschnitt entspricht nach meiner Feststellung jedoch lediglich dem Querschnitt einer einzelnen Zuleitung.
Daher ergibt sich die technische Frage, ob dieser einzelne gemeinsame Neutralleiter für die mögliche Gesamtbelastung beider parallel verbundenen FI/RCD-Bereiche ausreichend dimensioniert wurde.
Ich bitte um fachliche Bewertung, nach welcher Berechnung und nach welcher DIN-VDE-Regel dieser Querschnitt festgelegt wurde und wie sichergestellt wird, dass keine unzulässige thermische Überlastung dieses gemeinsamen Neutralleiters entstehen kann.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: cobramostar am 16 Jul 2026 10:28 ] |
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