Rotel Verst RA 980 BX

Reparaturtipps und Ersatzteile zum Fehler: Vorverstärker kein Signal

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Autor
Verst Rotel RA 980 BX --- Vorverstärker kein Signal
Suche nach Rotel

    







BID = 1135323

lobo038

Gerade angekommen


Beiträge: 19
 

  


Geräteart : Verstärker
Defekt : Vorverstärker kein Signal
Hersteller : Rotel
Gerätetyp : RA 980 BX
Chassis : ser No 410 33385
Messgeräte : Multimeter
______________________

Liebe mitglieder

Rotel RA-980BX — Fehlerdiagnose, Stand heute
Symptom: Kein Ton über normale Eingänge.
Was funktioniert:

Endstufe arbeitet einwandfrei — Tuner direkt an Main-In angeschlossen gibt Ton
Schutzrelais schaltet normal durch
DC-Offset beide Kanäle negativ, ca. 24 mV und 37 mV — im akzeptablen Bereich
Signal liegt an den Eingangs-Cinch-Buchsen an (Tuner: ca. 0,5V gemessen)

Was nicht funktioniert:

Kein Signal an Pin 3 von IC501 und IC502 (Op-Amp Eingänge in der Vorstufe)
Kein Signal an R531 und R532 (liegen zwischen Listening Selector S302 und IC501/502)

Schlussfolgerung:
Die Unterbrechung liegt zwischen den Eingangs-Cinch-Buchsen und R531/R532, also im Bereich des Listening Selectors S302 oder der Leiterbahnen dazwischen. Genauere Eingrenzung war ohne Kenntnis der physischen Pinbelegung von S302 nicht möglich.
Offen:

Pinbelegung S302 — welche der 32 Pins sind die Ausgänge?
Ist die Unterbrechung im Schalter selbst oder in der Leiterbahn dahinter?
Kann mir dazu jemand Tips geben Vielen Dank

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135325

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  


Zitat :
Kann mir dazu jemand Tips geben
Ja, verlinke mal den Schaltplan!

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135326

lobo038

Gerade angekommen


Beiträge: 19

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135327

lobo038

Gerade angekommen


Beiträge: 19

Hallo nochmal

also ich bin dabei die Koppelkondensatoren C501 und C502 als verdächtige auszutauschen,
falls die kurz geschlossen sind würden die das Signal auf masse ziehen, dabei würde ich die anderen auch gleich mit wechseln, nach 30jahren ist das wohl nicht die schlechteste Idee.
Den Wahlschalter S302 kann ich derzeit als Fehlerquelle auch noch nicht ausschliessen, da sich mir nicht erschliesst, welche pins da den Ausgang des Signals bilden.

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135328

Jornbyte

Moderator



Beiträge: 7435


Zitat :
also ich bin dabei die Koppelkondensatoren C501 und C502 als verdächtige auszutauschen

Man könnte die auch Messen wie den Rest

_________________
mfg Jornbyte

Es handelt sich bei dem Tipp nicht um eine Rechtsverbindliche Auskunft und
wer Tippfehler findet, kann sie behalten.

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135329

Murray

Inventar



Beiträge: 5395


Zitat :
lobo038 hat am 20 Mai 2026 15:21 geschrieben :



Schlussfolgerung:
Die Unterbrechung liegt zwischen den Eingangs-Cinch-Buchsen und R531/R532, also im Bereich des Listening Selectors S302 oder der Leiterbahnen dazwischen. Genauere Eingrenzung war ohne Kenntnis der physischen Pinbelegung von S302 nicht möglich.
Offen:

Pinbelegung S302 — welche der 32 Pins sind die Ausgänge?
Ist die Unterbrechung im Schalter selbst oder in der Leiterbahn dahinter?
Kann mir dazu jemand Tips geben Vielen Dank


Irgendwie bist total falsch.
R531/532 ist wo ganz anders
Meinst R537/538?

Wenn da nix ist hast den Mutingschalter auf Masse.
Unwahrscheinlich dass 2 Quellenschalter ausfallen.

Der ist eigentlich ganz einfach. Sozusagen der Ausgang ist immer oben und unten auf dem Plan, wobei nur eine Seite angeschlossen ist.
Und oben und unten im Plan für jeweils einen Kanal.
Schau dir mal die Pfeilspitzen genau an. Die zentralen liegen immer an wärend die schaltbaren etwas Abstand haben und nur durch den Schleifer berührt werden

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135330

Murray

Inventar



Beiträge: 5395

Das z.B. wäre Tuner rechts



Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135331

lobo038

Gerade angekommen


Beiträge: 19

at Murray

ja ich war total daneben mit dem R531 und R532, aber die IC bekommen kein Signal, das war korrekt.
Dein Post mit dem eingezeichneten Signalweg war sehr hilfreich, vielen Dank!
nun werde ich erst mal die Kondis reinbasteln, 2 von denen waren kapazitiv fast bei der Hälfte ihres Nennwertes, durch war keiner ESR kann ich leider nicht messen, dafür reicht meine Austattung nicht.

ich melde mich wenn ich da weiter bin

Vielen Dank nochmal.

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135332

Murray

Inventar



Beiträge: 5395

Ich finde die Cs gar nicht verdächtig


Zitat :
lobo038 hat am 20 Mai 2026 20:18 geschrieben :


also ich bin dabei die Koppelkondensatoren C501 und C502 als verdächtige auszutauschen,
falls die kurz geschlossen sind würden die das Signal auf masse ziehen,



Warum sollte es deshalb was nach Masse ziehen?
An sich würde das gar keinen Unterschied machen, die sind doch nur dazu da DC von den OPVs zu trennen (welche da normalerweise eh nicht anliegt).

Du brauchst doch an sich nur den Durchgang von den Chinchbuchsen zu den Cs bei aufgedrehtem Levelregler messen. Das sollten die 2,2k sein. Oder bis zu den Rs halt 0 Ohm. Und dass du keine Verbindung zur Masse hast.

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135333

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Wenn beide Kanäle von dem Fehler gleich betroffen sind, könnte es sein, dass IC501 und IC502 keine Speisespannung bekommen.
Dann liegt der Fehler wohl mehr in Richtung Netzteil (+B3,-B3, +B4,-B4, rechts auf Seite 13)
Hast du jemals diese Plus und Minus 18V überprüft?

Vorsicht!
Möglichst nicht direkt an den IC Beinchen messen, denn wenn du dabei mit der Messspitze abrutscht, kannst du das IC ruinieren.
Besser an den zugehörigen Kondensatoren messen, wo mehr Platz ist.

P.S.: Der Sollwert für +B4 und -B4 wird von den im anderen Kanal gezeichneten D903, D904 abgeleitet.
Wenn also die Spannungen an den ZD nicht stimmen, wirkt sich das auf beide Versorgungskanäle aus.





[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 21 Mai 2026 17:09 ]

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BID = 1135338

lobo038

Gerade angekommen


Beiträge: 19


Danke für die hilfreichen Hinweise!

Ich muss mich für einige meiner Schlussfolgerungen entschuldigen — ich bin in meiner Fehlersuche teilweise in die falsche Richtung gegangen und habe Dinge als Ursache vermutet die es wohl nicht waren.

Aktuell habe ich die Koppelkondensatoren bereits ausgelötet und werde diese nun wieder einlöten. Danach werde ich als nächsten Schritt die Versorgungsspannungen an den Op-Amps prüfen wie vorgeschlagen, sowie den Muting-Schalter unter die Lupe nehmen.

Ergebnisse folgen.

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135347

lobo038

Gerade angekommen


Beiträge: 19

Hallo
Dank Perl sind wir jetzt auf der richtigen Spur, es fehlt die 18 Volt Versorgungsspannung. Gemessen habe ich an JP2 3. und 5. Pin je -1,6V die anderen hatten nix. an den großen Siebkondensatoren habe ich 55V gemessen, wie gehe ich weiter vor?

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BID = 1135349

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
an den großen Siebkondensatoren habe ich 55V gemessen, wie gehe ich weiter vor?
Bitte zukünftig auch die Polaritäten angeben!



Du wirst einen Kurzschluss in der Schaltung haben. Wenn du den nicht mit deiner wilden Kondensator-Wechselei selbst hineingebaut hast, kommen dafur am ehesten Tantal-Elkos im Vorverstärker oder in der Stabilisierungsschaltung in Frage.

Ich kann auf die Schnelle nicht erkennen, ob diese JP2 eine lösbare Steckverbindung ist, oder nur verlötete Drahtbrücken.
Falls das gesteckt ist, dann trenne die Verbindung, und kontrolliere, ob die gelieferten Spannungen dann normal sind.

Sonst entlade die großen Siebelkodensatoren gründlich (nicht mit einem Kurzschluss, sondern z.B. dem Lötkölben als Lastwiderstand).
Prüfe dass sie danach nicht mehr als 1V haben!!

Dann solltest du mit dem Ohmmeter feststellen können, in welcher der vier Spannungen der Kurzschluss sitzt.
Prüfe auch die beiden Elkos, die parallel zu den Zenerdioden liegen.

Wenn du einen Kurzchluss der Ausgangsspannungen gefunden hast, dann musst du damit rechnen, dass der zugehörige Längstransistor hopps gegangen ist.
Dann würde die betreffende 18V Ausgangsspannung nach der Reparatur viel zu hoch ausfallen (>50V), und dass überleben die ICs im Vorverstärker sicher nicht.
Also prüfe auch vor dem Einschalten die Längstransistoren Q901..904!

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BID = 1135353

lobo038

Gerade angekommen


Beiträge: 19

Hallo zusammen,

nach ausgiebiger Fehlersuche hier der aktuelle Stand:

Die ±18V Versorgung für die Op-Amps war komplett ausgefallen. Systematisches Durchmessen hat folgendes ergeben:
Defekte Bauteile gefunden:

R905 und R906 (330Ω Fusible Resistors) beide unterbrochen — beide in der negativen 18V-Schiene

Noch ungeklärt:

Warum R905 und R906 durchgebrannt sind — kein messbarer Kurzschluss gefunden
D903 und D904 (RD18E) nur mit Diodenprüfer getestet, verhalten sich normal — aber ohne Labornetzteil kein abschließender Test ob sie bei 18V sauber begrenzen

C913 und C914 sind mit Vergusslack auf der Platine fixiert, Ausbau wäre aufwändig gewesen — im eingebauten Zustand mit Q903 und Q904 ausgelötet geprüft, kein auffälliges Verhalten, aber ein Leckstrom unter Spannung lässt sich so nicht ausschließen

Nächste Schritte:

R905 und R906 ersetzen
D903 und D904 vorsorglich ersetzen
Vor dem Einschalten Glühbirnentest zur Strombegrenzung

Frage an die Runde: Gibt es noch andere Verdächtige die ich übersehen haben könnte bevor ich neue Teile einbaue?

Herzlichen Dank an perl für die hilfreichen Hinweise und die geduldige Unterstützung bei der Fehlersuche!

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1135354

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
R905 und R906 (330Ω Fusible Resistors) beide unterbrochen — beide in der negativen 18V-Schiene
Oh, Oh!
Da das beides verschiedene Stromkreise sind, liegt der Verdacht nahe, dass die negativen Spannungen viel zu hoch geworden sind und die ICs 501 und 502 nun im Dutt sind.
So etwas könnte z.B. passieren, wenn die D904 einen Wackelkontakt oder kalte Lötstelle hat.

Ich empfehle die vier Verbindungen zum Vorverstärker zu unterbrechen, und dann in der Netzteilschaltung auf Fehlersuche zu gehen.

Auch die Q903 und Q904 könnten gelitten haben (vorwiegend E-C-Kurzschluss). Erst wenn das Netzteil repariert ist und alle gelieferten Spannungen wieder normal sind kann man daran gehen, den Vorverstärker wieder zu versorgen und dort eventuelle Fehler zu suchen. Am besten mit einem Strom begrenzten Labornetzteil. Früher hätte man als Strombegrenzer einfach 24V Telefonlämpchen genommen, die als Kaltleiter wirken, aber wer hat die heute schon noch zur Hand. (Z.B. https://www.reichelt.de/de/de/shop/.....lider gibts auch für 60V

Da der AD712 OpAmp nicht ganz billig sein wird, lohnt es sich bei der Reparatur etwas Vorsicht walten zu lassen.



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