| Autor |
Instandsetzung eines Mehrzweck-Ladegerätes Suche nach: instandsetzung (324) |
|
|
|
|
BID = 1134877
Adolar 5 Gerade angekommen
Beiträge: 6
|
|
(Info vorab: Dieselbe Frage habe ich vorhin auch auf iwenzo.de reingestellt)
Guten Abend miteinander,
kürzlich wollte ich mit meinem Mehrzweck-Ladegerät (s. Abb. 1) eine Autobatterie laden.
Das Ladegerät ist geschätzt 10 - 15 Jahre alt und nicht von einem Markenhersteller, Kosten etwa 60€.
Als ich den Netzstecker reinsteckte (es hing noch nix weiter dran = unbelasteter Ausgang), knallte es, das Ladegerät zeigte keine Lebenszeichen mehr.
Daraufhin das Gerät aufgeschraubt: Das Innenleben ist auf 2 Platinen aufgeteilt.
Die untere Platine (Abb. 2) stellt offensichtlich die Spannung bereit, die obere Platine (Abb. 3) enthält die eigentliche Elektronik.
Problem: die untere Platine liefert keine Spannung mehr.
Es ist eine Feinsicherung verbaut, die aber nicht beschädigt wurde. Auch an den Kondensatoren und sonstigen Bauteilen sind keine Schäden erkennbar. Die Leiterplatte hat aber auf der Unterseite weiße Stellen (s. Abb. 2) - könnte das ein Hinweis auf Feuchtigkeit (und damit auf die Schadensursache) sein?
Nun zu den Fragen:
1. Hat jemand einen Ansatz, wie man die Versorgungsplatine instandsetzen könnte?
2. Könnte man die untere Platine auch weglassen und eine andere Gleichspannungsquelle verwenden (bspw. Labornetzteil)?
Allerdings habe ich nirgends eine Angabe zur benötigten Spannung gefunden. Manchmal steht ja sowas mit auf der Platine drauf, in diesem Fall aber nicht.
Bin für jeden Hinweis dankbar!
Frohe Ostern!
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Adolar 5 am 5 Apr 2026 0:33 ] |
|
BID = 1134878
Adolar 5 Gerade angekommen
Beiträge: 6
|
|
Anbei noch die Bilder zu o.g. Anfrage
(Das Hochladen von Bildern scheint der reinste Krampf zu sein. Habe nach einer halben Stunde Probieren rausgefunden, daß man nach jedem Bild erst auf "Vorschau" klicken muß, bevor man weitere Bilder hochladen kann)
|
|
BID = 1134880
Goetz Schreibmaschine
     Beiträge: 1970 Wohnort: Dresden
|
Auf dem Ladegrät steht doch: DC Input: 11- 18 Volt
Du kannst über einen passenden Hohlstecker (Hauptplatine neben dem Display) eine Gleichspannung einspeisen. Oder einfach eine Leitung anlöten, wenn kein passender Hohlstecker vorhanden.
|
BID = 1134885
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
|
Zitat :
| | Als ich den Netzstecker reinsteckte (es hing noch nix weiter dran = unbelasteter Ausgang), knallte es |
Dann schau dir mal die Bauteile in der (elektrischen) Umgebung des 400V Elkos genau an.
Zitat :
| | Das Hochladen von Bildern scheint der reinste Krampf zu sein |
Nicht meckern, sondern selbst bessere Bilder liefern.
Die Struktur deiner Tischplatte und das Gerümpel darauf interessiert uns nicht, aber wenn du unwesentliche Details mit einer Bildbearbeitung vor dem Posten entfernst, brauchst du die Bilder nicht so stark komprimieren und man erkennt mehr Details.
|
BID = 1134899
trafostation Schriftsteller
    
Beiträge: 594
|
Ganz ehrlich, da lohnt sich eine Reparatur nicht, vor allem wenn du keine Erfahrung in der Schaltnetzteilreparatur hast, hier hat es auf der Primärseite des Netzteils etwas zerschossen, Brückengleichrichter, Sicherung, FET und eventuell damit auch der Schaltregler IC.
Solche Netzeile gibt es für wenig Geld, auf Ausgangsleistung und Spannung achten.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: trafostation am 7 Apr 2026 20:49 ]
|
BID = 1134961
Adolar 5 Gerade angekommen
Beiträge: 6
|
Stimmt, über den Hohlstecker kann man Spannung einspeisen. Das hatte ich übersehen.
Allerdings gibt es eine neue Erkenntnis:
Das Netzkabel ist kaputt, das Ladegerät nicht.
Damit liegt der Fehler ausgerechnet im robustesten Teil von allen, da wäre ich fast nicht drauf gekommen. Dabei ist das ein ganz normales Kaltgerätekabel mit Mickymaus-Stecker. Fragt man sich, warum sowas durchknallt.
Tut mir Leid, daß ich Euch aufgescheucht habe, aber so läuft das manchmal...
Bleibt trotzdem die Frage (aus Interesse), was die weißen Stellen auf der Leiterplatte zu bedeuten haben (s. nebenstehende Abbildung).
Kann das von feuchter Lagerung herrühren?
Es handelt sich um spröde Verkrustungen, die sich mit etwas Reiniger und dem Fingernagel leicht entfernen lassen.
|
BID = 1134964
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
|
Flussmittelrückstände, die ungenügend abgewaschen wurden.
|
BID = 1134975
Goetz Schreibmaschine
     Beiträge: 1970 Wohnort: Dresden
|
Zitat :
|
... ein ganz normales Kaltgerätekabel mit Mickymaus-Stecker. Fragt man sich, warum sowas durchknallt....
|
Wahrscheinlich weil die Chinesen da gaaanz dünne Adern reingemacht haben, um Kupfer zu sparen.
|
BID = 1134981
Adolar 5 Gerade angekommen
Beiträge: 6
|
Zitat :
| | Wahrscheinlich weil die Chinesen da gaaanz dünne Adern reingemacht haben, um Kupfer zu sparen. |
Davon muß man wohl ausgehen.
Davon abgesehen muß es aber eine hohe Spannungsspitze gegeben haben, undzwar im Moment des Stecker-Reinsteckens. Gibt es dafür eine Erklärung?
|
BID = 1134983
rasender roland Schreibmaschine
    
Beiträge: 1822 Wohnort: Liessow b SN
|
Zitat :
Adolar 5 hat am 13 Apr 2026 16:17 geschrieben :
|
Davon abgesehen muß es aber eine hohe Spannungsspitze gegeben haben, undzwar im Moment des Stecker-Reinsteckens. Gibt es dafür eine Erklärung?
|
Wenn von den 20 dünnen Drähten der flexiblen Zuleitung alle bis auf eine innen abgerissen sind und dann beim Einstecken der Ladeelko vom Netzteil einen hohen Einschaltstrom zieht. Dann verabschiedet sich die Zuleitung manchmal mit einem Knall.
_________________
mfg
Rasender Roland
|
BID = 1134998
Trumbaschl Inventar
     
Beiträge: 7689 Wohnort: Wien
|
Zitat :
Goetz hat am 13 Apr 2026 13:23 geschrieben :
|
Zitat :
|
... ein ganz normales Kaltgerätekabel mit Mickymaus-Stecker. Fragt man sich, warum sowas durchknallt....
|
Wahrscheinlich weil die Chinesen da gaaanz dünne Adern reingemacht haben, um Kupfer zu sparen.
|
Muss nicht mal sein. Unser Scheppach-Abbruchhammer hat eine sehr anständig wirkende H07RN-F 2X1 und wir sind mit dem Ding immer pfleglich umgegangen. Trotzdem war die Leitung nach recht kurzer Zeit wenige cm vom Gerät gebrochen. 20 cm gekürzt, neu angeschlossen, geht wieder. Definitiv Kupfer und ehrliche 1 mm2.
_________________
"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"
|
BID = 1135032
Adolar 5 Gerade angekommen
Beiträge: 6
|
Zitat :
| | Wenn von den 20 dünnen Drähten der flexiblen Zuleitung alle bis auf eine innen abgerissen sind und dann beim Einstecken der Ladeelko vom Netzteil einen hohen Einschaltstrom zieht. Dann verabschiedet sich die Zuleitung manchmal mit einem Knall. |
Habe mal den Stecker der durchgeknallten Leitung aufgeschraubt:
Die Litzen sind im Bereich der Verschraubungen wie durchgegammelt (s. Abbildung). Also weiß angelaufen und brechen nach 2- bis 3-mal Hin- und Herbiegen ab. Das Kabel wurde nicht feucht gelagert, daher ist das für mich nicht erklärbar.
|
BID = 1135033
J_B Stammposter
   
Beiträge: 363 Wohnort: Karlsruhe
|
Waren da Aderendhülsen an den Enden der Aderleitungen oder sind die verzinnt gewesen?
|
BID = 1135034
Murray Inventar
     
Beiträge: 5316
|
Zitat :
Adolar 5 hat am 15 Apr 2026 20:55 geschrieben :
|
.... Das Kabel wurde nicht feucht gelagert, daher ist das für mich nicht erklärbar...
|
Die Schraube ist doch auch schon angerostet.
Wenn kein Wasser hat die Katze drauf gepinkelt.
Aber Kollege hat ein Lenovo-PC. Da ist nach 3 Jahren das Netzteil ausgefallen. Als er das aufgeschraubt hat war innen alles verrostet ... wo es nur her kommt
|
BID = 1135036
Adolar 5 Gerade angekommen
Beiträge: 6
|
Zitat :
| | Waren da Aderendhülsen an den Enden der Aderleitungen oder sind die verzinnt gewesen? |
Das waren verzinnte Enden
|