Toshiba LCD Fernseher  42VL863

Reparaturtipps zum Fehler: Netzteilplatine defekt

Im Unterforum Reparatur - Fernsehgeräte - Beschreibung: Reparaturprobleme mit Fernseher, TV, Farbfernseher

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Autor
LCD Toshiba 42VL863 --- Netzteilplatine defekt
Suche nach LCD Toshiba Netzteilplatine defekt

Problem gelöst    







BID = 1106113

BlackLight

Inventar

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Offtopic :

Zitat : perl hat am 23 Dez 2022 23:40 geschrieben :
Sicher datt.
Vielen Dank perl! Wider eine Lücke gefunden.

Anscheinend sollte ich mir mal eine Platine der 70er/80er krallen und einige Komponenten durch einen AVR-Transistortester jagen.

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1106130

IchNixAufgeben

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Zitat :
BlackLight hat am 23 Dez 2022 19:05 geschrieben :


Zitat : IchNixAufgeben hat am 23 Dez 2022 17:22 geschrieben :
Und woraus besteht nun denn der Qualitätsunterschied zwischen Deiner baldigen Empfehlung und dem Angebot von Amazon und Co.?
Für mich wäre wichtig zu wissen von welchem Hersteller die Teile wären und mit Datenblatt o.ä. D.h. ein Spezifikationsunterschied.

Übrigens habe hier aufgegeben noch irgendwas zusammen zu suchen.


Schade, aber über eine Kaufempfehlung hätte mich schon erfreut.

Reichelt.de?
DX.com?
Aliexpress?
Einen lokalen Elektronik-/Radio-/TV-Laden?

Ohne Schaltplan/Ersatzteilliste habe ich nur die anderen Kondensatoren auf der Platine und den Platinenaufdruck als "Qualitätsvergleich".


Zitat :


Zitat :
Eine weitere Frage:
wo bekommt man denn dann den Schaltplan der Netzteilplatine her, Hersteller ist LiteOn,
Schon mal bei Schaltungsdienst Lange probiert? https://sdl-online.de/
Würde mich überraschen wenn sowas frei verfügbar ist.


Ja, SDL scheint LiteOn leider nicht in seinem Portfolio zu haben.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: IchNixAufgeben am 24 Dez 2022 20:48 ]

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BID = 1106138

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5264


Zitat :
IchNixAufgeben hat am 24 Dez 2022 20:40 geschrieben :
Schade, aber über eine Kaufempfehlung hätte mich schon erfreut.
Weißt Du inzwischen überhaupt was Du benötigst? Bilder kommen anscheinend auch nicht und einen Schaltplan braucht man auch nicht immer.
Es reicht teilweise aus nur den entsprechenden Teil abzuzeichnen. Wegen dem Isolationsschlitz hätte ich erwartet, dass da noch eine Schalttranse oder ähnlich in der Umgebung sitzt. Die sollte natürlich auch geprüft werden.

Offtopic :
Da ich aber Laie bin kann ich viel mehr nicht helfen und frage dann üblicherweise hier mit allen mir verfügbaren Informationen nach. Soviel weiß ich aber, blind Teile tauschen führt oft nicht zum Ziel.


Persönlich würde ich einen Händler/Distributor des geringsten Vertrauens wählen der einem auch sagt was man da kauft (Hersteller, Teilenummer).
Neben Sande bestelle ich inzwischen öfters bei Digi-Key. Aber nur für einen Kondensator ist beides unwirtschaftlich.

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BID = 1106177

mlf_by

Schriftsteller



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Cool - ich hab mein ganzes bisheriges Leben über noch nie 'ne Sicherung gesehen Haken drunter √

Ist echt faszinierend was andere Leute so alles für eine "relevante Information" halten ...

Das ist eine ganz normale Glasrohrsicherung 5x20mm o.ä. . Nur daß die hier halt rechts und links gleich ein Anschlussdrähtchen angebacken hat.

Und so repariert man die auch (testweise): privaten Fundus durchwühlen, eine 5A - 4,15A - 3A -Feinsicherung packen, was halt da ist. Ob Auslösekennlinie träge oder mittel ist erstmal egal, ob Glasröhrchen /Porzellanröhrchen /mit Sand gefüllt ebenso. Drähtchen anlöten. Kontrollieren ob die Sicherung die Lötaktion überstanden hat, und (erstmal) gut.

Bei dem C das gleiche. Irgendwas mit 470pF, das 1kV aushält, wird doch wohl da sein. Ist ja nicht so daß der Wert ähnlich selten wie jungfräuliche Meerjungfrauen wäre; ganz im Gegenteil. Bei diesem "irgendwas" zur Not die Beinchen verlängern, mit Schrumpfschlauch isolieren, und erstmal schepps einlöten. ...

Aber natürlich kann man die Kiste auch entnervt in den Schrott werfen, nachdem man mit ihr vor lauter auf Teile warten erstmal seinen Arbeitsplatz erfolgreich bis Ostern 2029 blockiert hat. Kann man machen, muß man aber nicht.

Übrigens kennen üblicherweise auch Fotohandys eine Zoomfunktion. Es ist also gar nicht notwendig, das ganze Zimmer zu fotografieren, um dann erst nachträglich noch am Monitor aus einem leinwandgroßen Bild ein winzigstes Detail auszuschneiden. Auf das Detail hinzoomen, es in die Bildmitte nehmen, den Autofokus arbeiten lassen, und außen herum auch noch 3-5cm Bildinformation stehen lassen - wäre viel sinniger, informativer und augenfreundlicher.


@BlackLight: Pollin hat grad ein witziges Tantalkondensatoren-Sortiment bei dem ich auch erstmal wie ein Ufo geschaut hab
https://www.pollin.de/p/sortiment-tantalkondensatoren-800021

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BID = 1106183

mlf_by

Schriftsteller



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Ich weiß gar nicht wo's Problem liegen soll

Bei Google rasch "Toshiba 42VL863 Schematic" eingegeben,
kurz geschaut was die Russen zu der Kiste wissen,
die sagen die PSU hätte die Bezeichnung "PA3102-01TS-LF",
das "PA3102..." wiederum Google zum Fraß vorgeworfen,

und Voila^^:
https://masterelectronicsrepair.blo.....l?m=1 .

Der interessante Textteil findet sich unter dem Foto der Netzteilplatine.
Dazu rate ich jetzt mal ganz wild: in dem mittleren Blechkasterl befindet sich der "FAN7930" -wasauchimmer-IC, ein "20N60" -Power-Mosfet und der abgängige Brückengleichrichter.
Schaltplan wohl auf Seite 18 des Onsemi-"FAN7930C"-Datenblatts (wobei in dem wohl mind. zwei Bauteilwerte falsch sind). Und ich schätze daß sich der gecrackte Kondensator dort C112 nennt. Ohne Gewähr ...

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BID = 1106184

IchNixAufgeben

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Zitat :
BlackLight hat am 25 Dez 2022 07:51 geschrieben :


Zitat :
IchNixAufgeben hat am 24 Dez 2022 20:40 geschrieben :
Schade, aber über eine Kaufempfehlung hätte mich schon erfreut.
Weißt Du inzwischen überhaupt was Du benötigst? Bilder kommen anscheinend auch nicht und einen Schaltplan braucht man auch nicht immer.
Es reicht teilweise aus nur den entsprechenden Teil abzuzeichnen. Wegen dem Isolationsschlitz hätte ich erwartet, dass da noch eine Schalttranse oder ähnlich in der Umgebung sitzt. Die sollte natürlich auch geprüft werden.

Offtopic :
Da ich aber Laie bin kann ich viel mehr nicht helfen und frage dann üblicherweise hier mit allen mir verfügbaren Informationen nach. Soviel weiß ich aber, blind Teile tauschen führt oft nicht zum Ziel.


Persönlich würde ich einen Händler/Distributor des geringsten Vertrauens wählen der einem auch sagt was man da kauft (Hersteller, Teilenummer).
Neben Sande bestelle ich inzwischen öfters bei Digi-Key. Aber nur für einen Kondensator ist beides unwirtschaftlich.



Also, zum besseren Verständnis:
1. Ich bin hier auch nur Laie, und ich hab gelesen, ich solle möglichst viel mir bekanntes vorab posten, was ich ja auch immer wieder tue. Ich bin hier kein "alter Hase", man möge mir bitte meine "Nichtroutine" beim Posten verzeihen.

Sobald mir neue Fakten bekannt werden, poste ich diese bzw. die besseren Bilder vom defekten C110, siehe unten, sind jetzt besser ausgeleuchtet, habe nicht immer eine ruhige Hand

Bei der Schaltnetzteilplatine handelt es sich um folgendes LiteOn-Board:
Modell: PA-3201-01TS-LF
Input: 100-240VAC 50/60Hz, 3,5A
Output: 202W
5V 1,10A=
12V 7,2A=
24V Sound 0,32A=
24V LNB 0,24A=
24V LED 4,0A=

Rev. B, Made in China
P/N: 787902

Label 1: 1301PB6B Rev. 03
Label 2: V71A00021700
Beim Poweranschluß steht auf der Platine: TC22932D*


Dabei habe ich jetzt ein Mißverständnis meinerseits ausgeräumt, daß es keine Tantalelkos mit einer Spannungsfestigkeit von 1kV gibt, daß der defekte C110 bzw. gute C007 keine Tantalperle ist und auch anderen Teilnehmern jetzt wissen, daß es auch blaue Tantalperlen gibt, auch wenn der Besagte keiner ist.

2. Ich werde mal schauen, daß ich diese Woche ein paar Teile vom lokalen Elektronikladen besorgen kann:
- einige Standard 5A träge Sicherung mit einlötbarem Standardsicherungshalter, damit bei erneutem "Zisch" die Sicherung leicht zu wechseln ist.
- einige 471K 1kV Kondensatoren, der kaputte C110 sollte so aussehen wie beispielsweise der C007.

Das sind derzeit die einzigen Defekte, die ich soweit erkennen und meßtechnisch bisher mit einem Multimeter erfassen konnte.

Als Orientierungshilfe nutze ich fo.....ideo.

Sollte jemand eine deutsche Variante bekannt sein, wo auch Hintergrundwissen vermittelt wird, ich bin "ganz Ohr"

Ich taste mich da langsam voran, bin neu in solchen Dingen und nicht jeden Tag gleichermaßen fit.

3. Bitte berücksichtigen, ich hab hier mehrere Reparaturbaustellen unterschiedlicher Geräte (siehe meine anderen Posts: Bauknecht WA9637, Sony KV-29X2D) und ich hab noch einen Alltag zu bewältigen und nicht jeden Tag Zeit für diese Projekte.
Alle werden unter "Learning by doing" abgearbeitet zwecks Schrottvermeidung...

4. Qualitätsmerkmale und Gerätesicherheit:
Ich orientiere mich zunächst an dem, was verfügbar ist bzw. mir praktikabel erscheint bzw. als Sicherheitshinweis vorgegeben ist.

Ich hab keine 1kV Kondensatoren verfügbar und werde die Vorgaben keinesfalls unterschreiten, sowas kann schnell nach hinten losgehen, ich will mir keine neuen Defekte auf der Platine einhandeln.

Deshalb werde ich die Sicherheitsangaben z.B. zur Sicherung mit ähnlichem Typ und Art einhalten, nicht, daß noch mehr kaputt geht oder ein Brand entsteht.

Sollte ich später mal genug Erfahrung gesammelt haben, daß ich hier etwas "großzügiger" sein darf, würde ich mich dann "anpassen".

Ich möchte auch nicht ständig an dem Board rumlöten müssen, je weniger oft ich "eingreifen" muß, desto besser.

Es handelt sich hier um ein Schaltnetzteil mit Hochspannungsanteilen, da bin ich lieber etwas vorsichtiger als bei einem Teil, wo ungefährlichere Spannungsteile unter 50V mit wenigen Ampere vorkommen.

5. Ist das Bauteil links (Q001) neben dem defekten C110 ein solcher Schalttransistor und falls ja, wie kann ich den im eingelötetem Zustand messen, ob der in Ordnung ist?

Oder ist das Bauteil oberhalb (Q101) des defekten C110 gemeint und wie kann man den im eingeläteten Zustand messen?

Der obere Leistungsbaustein ist leider auf ein Kühlblech montiert, das an zwei Stellen auf de[/img]r Platine festgelötet ist, das ist m.E. ganz wartungsfeindlich gelöst.










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BID = 1106185

IchNixAufgeben

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Zitat :
mlf_by hat am 27 Dez 2022 02:56 geschrieben :

Ich weiß gar nicht wo's Problem liegen soll

Bei Google rasch "Toshiba 42VL863 Schematic" eingegeben,
kurz geschaut was die Russen zu der Kiste wissen,
die sagen die PSU hätte die Bezeichnung "PA3102-01TS-LF",
das "PA3102..." wiederum Google zum Fraß vorgeworfen,



Soweit war ich schon.
Problem: Daß Toshiba ein unvollständiges Service Manual produziert, wo die LiteOn-Netzteilplatine NICHT inkludiert ist, ist m.E. eine Schweinerei!


Zitat :

und Voila^^:
https://masterelectronicsrepair.blo.....l?m=1 .


Auch da war ich schon.

Was mich interessieren würde ist ein Schaltplan / Service Manual der LiteOn Netzteilplatine...


[ Diese Nachricht wurde geändert von: IchNixAufgeben am 27 Dez 2022  4:59 ]

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BID = 1106263

IchNixAufgeben

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Mal eine Zwischenfrage zu Schaltnetzteilen und Ersatz von Bauteilen:

Wenn auf dem Board ein Keramikkondensator C110 470pF und eine Spannungsfestigkeit von 1000V hat, dann:
1. sind das doch sicher 1000V AC ?
2. wurde der Kondensator aus einem bestimmten Grund mit 470pF gewählt?
3. was passiert, wenn ich den Kondensator mit einem anderen Typ ersetze, der 1500V schafft und 4700pF hat, ist das dann OK oder kann es Probleme machen, wobei ich auch hier noch nicht sicher sagen kann, ob es AC oder DC ist?

4. Falls der Kondensator C110 eine Sollbruchstelle darstellt, dann wird er beim nächsten Knall mit 4700pf/1500V vielleicht nicht kaputt gehen, sondern anderswo mehr Schaden entstehen oder wird er wieder knallen?

5. Sollte man generell immer nur die gleichen Kondensatorentypen verwenden, also bei C110 auch weiterhin nur einen Scheibenkondensator verwenden mit entsprechenden Werten?

6. Woran erkenne ich bei einem Kondensator, ob die Spannungsfestigkeit in AC oder DC angegeben ist (außer wahrscheinlich bei einem Tantal mit DC)?

7 . Bei einem ähnlichen 1831-Typ im Netz war 1600VDC angegeben, kann ich hier dann auch von 1500VDC ausgehen und reicht das zum Ersatz von C110 (470pf/1000V)?

8. Auf dem Board sind verschiedene ungepolte Kondensatoren unterschiedlicher Bauart im Einsatz. Gibt es dafür trifftige Gründe oder war lediglich verfügbarer Platzbedarf entscheidend?

9. Welche weitere Frage hab ich vergessen?

Die zwei Bilder zeigen die Werte des möglichen Ersatzkondensators.

Tut mir leid, wenn ich mit meinen Fragen irgendwen langweile, aber für mich sind das wichtige Fragen zu Wissensmängeln, die ich gern ausgeräumt bekommen möchte, damit mir das Teil nicht mehr kaputt geht als es jetzt schon ist.
Einfach experimentieren ist mir hier zu heikel.

Falls der Kondensator ungeeignet ist, muß ich erst schauen, wo ich was passendes her bekomme, das kann etwas dauern.







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BID = 1106265

mlf_by

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Geht doch mim fotografieren ... und ruhig noch 1-2-3 Bauteile mehr auf die Fotos mit draufnehmen.

Der Q001 könnte ein Allerwelts-Kleinleistungstransistor sein, und schaltet vermutlich das/irgendein nachfolgendes Netzteil ein sobald der PFC-IC seinen Gesundheitszustand für ok befindet. Testen.

Der Q100 war das glaube ich, also die 3 Beinchen die hinter dem C110 unter dem Blechkasten verschwinden, das müsste der angesprochene Leistungs-Mosfet sein. Der könnte putt sein. Wie man den mit Haushaltsmittel testen kann, musst du selber recherchieren, weiß ich auch nicht auswendig.

Dann, hast du eine Endoskopkamera mit einem wirklich schmalen Guckrüssel? Ansonsten muß der Blechkasten runter. Irgendwie muß man ja da drunter schauen, ob der PFC-IC eventuell ein Loch hat. Der IC lässt sich nicht testen, außer durch Austausch gegen einen neuen. Also erstmal nur gucken.

Wenn du eh einkaufen gehst, bring' Wärmeleitpaste mit. Der Leistungs-Mosfet ist auf jeden Fall mit einer eingeschmiert; und evtl. ist das auch die einzigste Befestigung die der hat.

Die 450V-Elkos wenn du durchmessen könntest, wäre ebenfalls nicht schlecht. Vorsicht, die sind wenn's dumm läuft -> immer noch geladen. Prüfen, und ggf. leer machen.

Und dir ist klar, daß eine 5A-Sicherung über 1200 Watt durchlässt bevor sie 'wuuumms' macht? Bei solchen Leistungen wartest du nur einmal auf ein "Zisch" ...

Schaltplan: sag' doch das pdf zum Onsemi 'FAN7930C' runterladen und dort auf Seite 18 gucken.

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BID = 1108257

IchNixAufgeben

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Erfolgsmeldung!

Wenn mal mehr an so einem TV kaputt ist lohnt ein Blick in die weitere Doku:
Netzteilplatine LiteOn PA3102-01TS-LF
Reparaturanleitung in Englisch: https://masterelectronicsrepair.blogspot.com/2020/04/repair-servicing-tv-toshiba-42vl863r.html?m=1

Ansonsten empfehle ich als Zeitersparnis, erst mal nur die sichtbar defekten und ggf. meßtechnisch als defekt geprüfte Teile zu ersetzen mit möglichst gleichen Werten, falls verfügbar/beschaffbar.
Auf kalte Lötstellen prüfen kann dabei nie schaden., vor allem im Bereich der Defekte!

Q101: Mosfet Typ N: K20A60U (Toshiba)
Datenblatt: https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/download/306838/TOSHIBA/K20A60U.html

Anleitung: https://www.berlin-repariert.de/how-to-check-a-mosfet/

Mosfet K20A60U ist den Messungen zufolge OK.
Glücklich: der K20A60U muß erst mal nicht neu beschafft werden:
Unglücklich: durch das Hochbiegen des Mosfet zwecks Feststellung der Typenbezeichnung und des Lösen vom Kühlkörper sind die Außenbeinchen, und zum Schluß beim Wiedermontageversuch mit dem Kühlblech das Mittelbeinchen abgebrochen.

Dabei ist aufgefallen, daß das Source-Beinchen des Mosfet zusätzliche eine kalte Lötstelle hatte und das Restbeinchen fast von alleine aus der Platine fiel, während das Gate-Beinchen manuell entfernt werden mußte.

Auch der Transistor KMPS651Y (Q001) scheint OK, obwohl gemessen ohne auszulöten.

Ich habe dann zunächst den Mosfet im ausgelöteten Zustand gemessen (Source + Drain) und da alles OK war habe ich nach Reinigung der Kontaktstellen den Mosfet mit Wärmeleitpaste neu dünn bestrichen und am Kühlblech wieder festgeschraubt. Anschließend die Anschlüsse vom Mosfet vorverzinnt und die Lötpunkte auf der Platine gesäubert.

Als nächstes hab ich die langen Kondensatorbeinchen des weiter oben abgebildeten (grünen) Kondensators genutzt, habe diese von oben durch die Platine gesteckt und in Richtung Kontakte der Mosfet-Beinchen verbogen.

Als erstes hab ich das Mittelbeinchen vom Mosfet (Drain) angelötet, danach das Gate-Beinchen, und zum Schluß das Source-Beinchen.
Dazwischen hab ich den Mosfet immer wieder abkühlen lassen und dann gemessen, ob die Werte noch OK waren.

Nach dem Abzwicken der neuen-Mosfet-Beinchen unter der Platine und oberhalb der neuen Lötstellen am Mosfet wurde jeder Lötpunkt nochmals mit Zeitabstand erwärmt, um kalte Lötstellen durch das Abzwicken zu vermeiden. Zum Schluß nochmal gemessen.

Danach den unpassenden Sicherungshalter zu Testzwecken montiert und die T5A-Sicherung montiert.

Mit etwas zeitlichem Abstand hab ich dann noch den gesondert beschafften 471 1kV Kondensator eingelötet (Quelle: Ebay, siehe Screenshot-Foto).
Der weiter oben abgebildete grüne Kondensator war nämlich zu groß von seinen Abmessungen her.

Der C110 wurde gesondert beschafft, da ich bei diesem Kondensator auf Grund der Tatsache, daß außer diesem sonst nichts auf der Platine defekt war (von der kalten Lötstelle am Mosfet-Source-Beinchen und der defekten T5A-Sicherung abgesehen), es sich beim defekten Kondensator doch möglicherweise um eine Sollbruchstelle auf der Platine handelte. Größere Werte könnten hier m.E. mehr Schaden anrichten.

Nach Festlöten des neuen Kondensators wurde die Netzteilplatine vorläufig wieder in den TV eingebaut unter Weglassung der Rückwand, weil der unpassende Sicherungshalter sonst im Weg gewesen wäre (Kurzschluß- und Schockgefahr).

Der C110 wurde übrigens absichtlich wie abgebildet mit längeren Beinchen auf der Platinenoberseite eingebaut, damit er bei erneuter Explosion möglichst weit weg ist von anderen empfindlichen Bauteilen, damit diese nicht in Mitleidenschaft geraten.

Nachdem der TV jetzt wieder funktionierte, wurde noch der Sicherungshalter entfernt und die T5A-Sicherung mit Beinchen versehen, was diese leider nicht überlebte.

Also habe ich mal geschaut, wo ich welche mit Beinchen herbekomme, die habe ich bei Amazon gefunden, allerdings nicht 5A sondern 6,3A und mich notgedrungen für diese entschieden, eine T6,3A nach der Lieferung dann fest eingelötet und alles wieder zusammengebaut (Quelle: Amazon, siehe Screenshot).

Da der Mosfet nun nicht gerade "professionell" gerettet wurde, und auch die Sicherung zu groß ist, werde ich da wohl noch mal ran müssen zu einem späteren Zeitpunkt und den Mosfet durch einen neuen und die Sicherung durch eine T5A ersetzen, damit beim nächsten "Knall" nicht mehr kaputt geht.


Was lerne ich aus dieser DIY-Reparatur?
- das Anfertigen von Detailbildern geht jetzt besser
- nächstes Mal erst mal nur die sichtbar defekten Teile (z.B. 471K 1kV Kondensator) und die T5A-Sicherung ersetzen und testen (erspart viel Zeit, Nerven und Geschreibsel). Und nur, wenn es nochmal zischt, weiter Zeit in Recherchen investieren.
- Wie man Mosfets testet weiß ich jetzt auch

Der TV läuft nun seit einer Woche im 24h-Dauertestbetrieb und ich bin echt zufrieden, ein so tolles Gerät vor dem Müll gerettet zu haben (sollte eigentlich entsorgt werden). Und ich selbst hab auch eine Menge Geld gespart und wieder einiges gelernt.

Als Freizeitreparateur rechnet man die Aufwands- und Arbeitszeit nicht als Kostenfaktor mit rein. Unterm Strich kann man also sagen, daß Ersatzteile, Verbrauchsmaterial und die Lötaktionen knapp 5 EUR gekostet und sich voll gelohnt haben!

Und für diejenigen, die sich wundern, warum ich das so in aller Ausführlichkeit schreibe:
1. Es gibt Menschen, die noch weniger Erfahrung haben als ich, die möchte ich motivieren, es auch mal zu versuchen. Jeder fängt mal klein/unerfahren an und der Erkenntnisgewinn ist enorm, egal ob es klappt oder nicht!

2. Dieser Beitrag soll mir als Archiv verfügbar sein und mich und andere ermutigen, es nachzumachen unter Umgehung der möglichen Fehler und unnötigen Umwege, welcher dieser Beitrag auch aufzeigt.

3. Schade, daß einige Fragen offen und unbeantwortet geblieben sind, das hätte meinen Wissensdurst sicher gestillt.

















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