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| In einigen Berichten schreiben User von Störspannungen usw. Sind solche Wandler für meine Anwendung verwendbar? |
Ja, aber bei empfindlichen Anwendungen können die hochfrequenten Störungen durchaus zum Problem werden, und ihre Vermeidung ist nicht immer trivial.
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| Letztlich arbeiten ja heute übliche Netzteile vermutlich nach ähnlichen Prinzipien. |
Es gibt solche und solche.
Labornetzteile mit nicht allzu hohen Leistungen werden oft noch mit konventionellen Netzteilen und Linearreglern ausgerüstet, weil es einfacher ist einen 100Hz-Brumm zu beseitigen, als die hochfrequenten Störungen aller Art, die ein Schaltregler verursacht.
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| Die Störspannung des TRACO liegt bei typ 30mVp-p im Ausgang. |
Das ist aber nur die halbe Miete.
Solch ein Wandler verursacht auch Stromwelligkeit am Eingang, und das zugehörige Magnetfeld kann in benachbarten Leitern Störspannungen induzieren.
Ausserdem dringt das Magnetfeld des Wandlertrafos auch nach aussen und kann dort Störspannungen in Schaltungsteilen induzieren, die überhaupt nichts mit dieser Versorgung zu tun haben.
Diesen Effekt reduziert man am besten mit einer vollständigen Kapselung der Schaltung mit leitfähigem Material. Bei der hohen Frequenz muss man nicht unbedingt Mumetall verwenden, oft wird eine Kupferfolie genügen, die an den Kanten aber quasi luftdicht verlötet ist.
Es gibt auch Wandler, die eine solche Abschirmung schon eingebaut haben.
Auch die räumliche Orientierung kann einen starken Einfluss auf den Störpegel haben.
Im Übrigen gilt: Abstand ist die beste Abschirmung.
Also versuch nicht alles auf kleinstem Raum zusammenzuquetschen, nur weil diese Wandler so schön klein sind!
Du brauchst den Platz zum Experimentieren, ob es günstiger ist den Wandler längs, quer, hochkant oder woanders einzubauen.
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| kann man den TRACO "einfach" zwischen die 5VDC und die 15VDC-Versorgungseingänge der OPV setzen, ohne zusätzliche, externe Beschaltung? Im Datenblatt des TRACO sind keine Beispiele angegeben. |
Im Prinzip schon, aber der Hersteller kann nicht alle Konfigurationsmöglichkeiten kennen.
Insbesondere die "5VDC" machen mir etwas Kopfzerbrechen.
Wenn die ebenfalls aus einem Schaltnetzteil stammen, könnte es zu einer Überlagerung der Schaltfrequenzen mit erhöhten Störpegeln und Schwebungen im Hörbereich kommen.
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| Wenn ich es richtig verstehe, so sind bei diesen Wandlern GND-In und GND-Out voneinander getrennt. |
Wieder gibt es solche und solche.
Im Prinzip ist eine solche galvanische Trennung wünschenswert, weil sie hilft Masseschleifen zu vermeiden.
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| Gesetzt dem Fall, meine erste Frage wird mit "ja" beantwortet, und ich baue so einen Wandler in meine (Audio)Schaltung ein, hole ich mir damit ein GND-Problem in die Schaltung? |
Im Gegenteil.
Aber auch eine galvanische Trennung ist meist nicht perfekt, sondern über Kapazitäten, z.B. zwischen den Trafowicklungen, können noch hochfrequente Ströme fliessen.
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| Oder kann man die beiden zunächst getrennten GND mit z.B. einem 100-Ohm-Widerstand oder einem kleinen Kondensator miteinander verbinden, um schliesslich ein einziges GND-Potential in der Schaltung zu erhalten? |
Nö.
Hochfrequente Ströme reduziert man mit Drosseln.
Wahrscheinlich ist es günstig den Ausgangs-GND des Wandlers als Referenz für die analoge Masse zu nehmen.
Ob du dir damit aber Probleme mit der Digitalmasse einfängst, kann ich von hier aus nicht beurteilen.
Falls du Störungen von dem Schaltwandler belommst, wirst du eben einiges probieren müssen.
Übrigens ist es üblich auf Verstärkerplatinen eine mehrstufige Siebung der Speisespannungen zu machen.
Man geht davon aus, dass die hereinkommende Speisespannung störbehaftet ist, und ordnet deshalb erstmal einen Siebelko, 50µF oder so, evtl. auch eine Ferritperle an.
Damit kann man dann die Ausgangsstufen speisen, und eine Siebkette aus R-C-Tiefpässen, aus denen die empfindlicheren Stufen ihre Speisespannung beziehen.
Dass dadurch die Speisespannung der Eingangsstufen kleiner ist, stellt i.d.R kein Problem dar, weil dort ja auch die Pegel geringer sind.
Verlass dich nicht auf Spannungsregler oder die PSRR des Opamp!
Deren Störunterdrückung kann bei 50Hz sehr gut sein, aber bei 50kHz kaum noch vorhanden.
Manchmal ist auch eine simple Zenerdiode mit Vorwiderstand keine schlechte Wahl.
Es kommt eben darauf an.