ITT Videorecorder VCR Videorekorder HIFI  VR 580/10

Ersatzteile und Reparaturtipps zum Fehler: Bildstörungen, Abschaltung

Im Unterforum Reparatur - Video-Geräte - Beschreibung: Videorecorder, Camcorder, DVD-Player und alles was mit Bildaufzeichnung zu tun hat.

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Autor
Videorecorder ITT VR 580/10 --- Bildstörungen, Abschaltung
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BID = 1060644

Gorbi

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Beiträge: 76
 

  


Geräteart : Videorecorder
Defekt : Bildstörungen, Abschaltung
Hersteller : ITT
Gerätetyp : VR 580/10
Messgeräte : Multimeter
______________________

Werte Videofreunde.
ich habe im Keller einen Video-2000-Recorder "gefunden". Es handelt sich um einen "Videorecorder 580 color" der Fa. ITT. Auf dem Typenschild steht "ITT VR 580/10". Das Gerät verfügt lediglich über eine Antenneneingangs-, eine Antennenausgangs- und eine Fernbedienungsbuchse, sonst über keinerlei Anschlüsse!
Außerdem waren eine Cassette mit Eigenaufnahmen ("Star Trek" und "Derrick") sowie eine Kaufcassette ("Jäger des verlorenen Schatzes") dabei.
Ich habe das Gerät an meinen Fachbildfernseher angeschlossen, der zum Glück noch eine Antennenbuchse und einen Analogtuner hat.
Der Videorecorder führt alle Tastenbefehle gut aus, auch wenn die Bildqualität ziemlich schlecht ist. Folgender Fehler stört mich:
Häufig verschwindet das Bild ganz, dabei scheint sich die Drehzahl der Kopftrommel zu ändern/zu verringern, teilweise stoppt das Gerät dann selbsttätig die Wiedergabe.
Laut Wikipedia benötigt das Video-2000-Format keine Synchronspur, daran kann es also nicht liegen.
Wie kann ich diesen Fehler beheben?

Gute, bespielte Bänder zum Testen gibt es ja keine mehr. Eigenaufnahmen sind auch nicht mehr möglich, seitdem das analoge Kabelfernsehen abgeschaltet wurde. Allerdings habe ich mir die folgenden Geräte beschafft:
"Axing AVM 3-00 UHF-Audio-/Video-Modulator (470 bis 862 MHz)". Und weil der nur Scart- und Composite-Eingänge hat, zusätzlich einen "Speaka Professional HDMI-Composite-Konverter". Damit müßte ich mit einer zeitgemäßen Signalquelle ein HF-Signal erzeugen können, das der Videorecorder aufnehmen kann, oder nicht?

Viele Grüße
Gorbi

P.S.: Im Keller lagern noch ein Grundig Video 2000 2x4, der bis vor 4 Jahren gut funktioniert hat (dann wohl Netzteilfehler, keine Reaktion auf Tasten mehr) sowie ein gleiches Gerät, welches nur noch als Teilespender taugt. Falls der ITT nicht mehr brauchbar ist, müßte ich versuchen, doch den Grundig wieder zum Leben zu erwecken. :-/





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BID = 1060673

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7387
Wohnort: Wien

 

  

Der ITT ist ganz offensichtlich bei Philips vom Band gefallen, ursprünglich ein VR 202x (ich denke entweder VR 2020 oder 2022). Video 2000 benützt DTF, piezogesteuerte Spurnachführung. Wenn die Schleifkontakte zur Trommel oxydiert sind, gibt es da Aussetzer (die DTF-Spannung ist übrigens recht hoch, ich habe 150 V in Erinnerung). Ansonsten sind auch die Kristalle selbst feuchtigkeitsempfindlich. Wie sehen Standbild und Bildsuchlauf aus? Wenn die OK sind, würde ich den Fehler nämlich eher im Bandtransport suchen.

Riemen hat der Philips meines Wissens keine, scheidet daher aus.

Das Netzteil müsste ein konventionelles Trafonetzteil sein, mit einem biestigen RIFA PME271 56 nF X2 im Extragehäuse direkt am Netzanschluss. Raus mit dem Ding, BEVOR es explodiert und seine gekochten Innereien stinkend im ganzen Netzanschluss-Gehäuse verteilt!!! 47 nF tun es als Ersatz problemlos, Nennspannung mindestens 275 V AC. Weiters sind dort die üblichen blauen Philips-Elkos in großer Zahl verbaut, die kleineren (bis 220 µF) sind von der Kapazität irgendwo (teilweise weiter als -100% vom Soll).

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BID = 1060728

Gorbi

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Beiträge: 76

Vielen Dank, Trumbaschl, für Deine Antwort.
Als erstes werde ich die Schleifkontakte mit einem Glasfaserpinsel und einem spiritusgetränkten Wattestäbchen reinigen.
Wenn diePiezos hinüber sind, ist auch das ganze Gerät reif für die Tonne.
Danke für den Hinweis auf den "Kanllfrosch". Ich müßte aber zuerst Ersatz besorgen, ich habe davon keine im Haus.
Ich vermute, daß sich schwache Netzteilelkos auch auf den Bandtransport auswirken?
An "guten" Bandstellen ist das Standbild störungsfrei.
Beste Grüße
Gorbi

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BID = 1060746

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7387
Wohnort: Wien

Störungsfreies Standbild spricht gegen DTF-Probleme, das ist schon mal positiv. Ich würde das Gerät zerlegen, den Entstörkondensator temporär entfernen und bei offenem Gerät den Bandlauf beobachten. Neben unzureichendem Bandzug könnte auch die Andruckrolle das Problem sein. Angeblich gibt es die noch, nur leider habe ich bislang keine Bezugsquelle gefunden. Meiner lief übrigens trotz völlig aus der Spur gelaufener Elkos noch ohne sichtbare Probleme.

Ach ja, einen Puffer-Akku für die Uhr dürfte es auch noch geben, müsste irgendwas um die 170 mAH NiCd mit 3,6 V, AA mit Lötfahnen sein. Ich habe meinen durch drei 1/3-AA NiMH in Schrumpfschlauch ersetzt. Wenn der ausläuft, bekommt das dem Gerät auch nicht. Eigentlich ist der Akku relativ sinnfrei, denn die Uhr läuft nicht weiter, sondern speichert nur die Zeit beim Netzausfall.

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BID = 1060748

silencer300

Moderator



Beiträge: 6244
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Könnten die Aussetzer evtl. durch stark geknitterte und gestauchte/gezerrte Bänder ausgelöst werden? So ein Phänomen hatte ich vor Jahren bei einem VHS Gerät beobachtet, wo das zusammengeknitterte Band (nur noch halbe Höhe) die Kopftrommel bremste, den Bandzug behinderte und gleich wieder neuen "Salat" produzierte.

VG

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BID = 1060852

videoschrauber

Gesprächig



Beiträge: 117
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Hallo zusammen,

exakt das selbe Fehlerbild hatte ich auch mit meinem VR2023. Er lief eine weile, dann ist die Drehzahl vom Kopf langsamer geworden und hat dann abgeschaltet. Oft konnte er nicht mehr starten. Fehler waren bei meinem die Elkos. Nach der einer kompletten "Elkokur" läuft er wieder.
Es könnten aber auch Kontaktfehlre auf der Grundplatte sein, das an den Stecksockeln kalte Lötstellen sind.

Beim Grundig müsste man die Elkos im Netzteil erneuern, dann sollte er wieder funktionieren. Bei der Gelegenheit auch einen Blick auf die Riemen werfen, ob die noch in Ordnung sind.

Viele Grüße
Videoschrauber

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Ich übernehme keinerlei Verantwortung für die Umsetzung meiner Tipps! Jeder,der an einem Gerät arbeitet,muss sich bewusst sein,was er tut.

(VCR,VCR-LP,SVR,Video2000,Betamax,VHS,U-Matic,Betacam-SP,DVCAM,1"B&C-Format,Laserdisc,Laservision)

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BID = 1060967

Gorbi

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Beiträge: 76

Vielen Dank für die zahlreichen interssanten Antworten! Schön, daß es noch Menschen gibt, die sich für diese historische Technik interessieren und sich damit gut auskennen. Ich wußte nicht, daß es sich um ein umetikettiertes Philips-Gerät handelt. Diese Information ermöglicht es mir, bei "Radiomuseum.org" die passenden Schaltpläne herunterzuladen.
Nein, Silencer300, die Bänder sind nicht geknittert, sie sehen einwandfrei aus.
Die Kopftrommel habe ich mit "Tonkopfreiniger" (Spray auf Wattestäbchen) gesäubert.
An die Schleifkontakte komme ich nicht ohne weitere heran, die müssen sich unter der Trommel befinden.
Ich glaube (abgesehen davon, daß man die Elkos erneuern müßte), daß Trumbaschi mit der Bandführung recht haben könnte. Denn manchmal läuft eine Cassette ohne Störungen eine Stunde lang einwandfrei, dann sieht man plötzlich nur noch schwarze Streifen, hört aber den Ton noch. Manchmal stoppt das Gerät das Band dann auch. Wenn man dann immer wieder versucht, das Band zu starten, sieht man ein verschneites Bild, oder man hört den Ton nur ganz leise. Lasse ich die Cassette mehrmals auswerfen und lege sie neu ein (oder sehe zwischendurch eine andere Cassette), erscheint die zuvor "unbrauchbare" Passage klar und unverzerrt.
Lasse ich das Gerät aber ohne Abdeckung laufen, sehen der Bandeinzug und die Bandführung nach meinem Verständnis einwandfrei aus.
Wie kann man den Bandzug (ohne Oszilloskop) einstellen? Würde auch eine Andruckrolle von einem anderen Gerät passen?

Mit besten Grüßen
Gorbi

P.S.: Wie produziert Ihr (testweise) neue Aufnahmen? Ich würde gerne einmal sehen, wie die Bildqualität ist, wenn der Recorder frisch aufzeichnet.

Ja, den Grundig fande ich irgendwie "moderner", weil er die Bandzeit anzeigt, außerdem konnte man ihn schon per Scart-Stecker an einen Fernseher anschließen. Der ITT/Philips kommt mir eher wie eine Sojus-Rakete aus den 70ern vor: Grobschlächtig, funktioniert aber immer noch irgendwie, selbst wenn die Hälfte aller Komponenten neben der Toleranz ist. :-))
Aber Riemen mag ich eben weniger. Die machen nach so langer Zeit fast immer Probleme, auch bei Cassettendecks. Bei dem Grundig waren auch die langen Flachstecker, die auf die Platinen geschoben werden, "aufgeplatzt", was immer wieder zu Problemen führte. Die habe ich dann entsprechend "verstärkt". Auch den Kontakt für den Cassetteneinzug mußte ich schon mal richten.

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BID = 1061019

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 32116
Wohnort: Recklinghausen

Wattestäbchen sind an Kopftrommeln immer ein Problem. Zu leicht zieht man Fäden, zu leicht bleibt man hängen.
Lederstäbchen oder simples Papier und Isopropanol sind da besser.

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-=MR.ED=-

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BID = 1061113

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7387
Wohnort: Wien

Es gab de facto nur zwei Hersteller für V2000-Geräte, Grundig und Philips. Alle anderen waren schlicht um-etikettiert. Frontlader sind normalerweise Grundig, Toplader Philips, mit wenigen Ausnahmen (Philips Matchline).

Ich würde mal die Netzteilelkos tauschen. Das ist ein bisschen lästig, weil viele, teils axiale Typen mit obskuren Werten (vor allem 135 µF/12 V) verbaut sind. Ich hab da einiges mit Parallelschaltungen und liegend eingebauten radialen Elkos gebastelt. Die 135er habe ich durch auch nicht leicht aufzutreibende 150er ersetzt.

Die "Einkaufsliste" für das Netzteil:
Radial:
33 µF/150 V 3 Stk.
33 µF/250 V 1 Stk.
100 µF/40 V 1 Stk.
135 µF/12 V 3 Stk.
150 µF/63 V 1 Stk.
1500 µF/16 V 1 Stk.
2200 µF/16 V 1 Stk.

Axial:
22 µF/40 V 1 Stk.
68 µF/16 V 1 Stk.
150 µF/16 V 1 Stk.
680 µF/16 V 1 Stk. (jedenfalls hab ich mir das damals so rausgeschrieben). Notiert habe ich mir auch, dass die als axial gekennzeichneten unbedingt solche sein müssen, weil zwischen Netzteilprint und Trafo kaum Platz ist. Alternativ liegend einbauen und Beinchen sorgfältig isolieren, ich hab Isolierschlauch aus einem Pollin-Sortiment verwendet.

Spannungsfestigkeit bin ich jeweils um 1-2 Stufen raufgegangen.

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