Netzfrequenz seit Tagen zu niedrig, Synchronuhren gehen nach

Im Unterforum Neu - Neues aus der Elektro- und Elektronik-Branche - Beschreibung: Nachrichten für Elektro und Elektronik -- read only

Suchen          Elektronik Forum Nicht eingeloggt       Einloggen       Registrieren



Elektronik- und Elektroforum Forum Index   >>   Neu - Neues aus der Elektro- und Elektronik-Branche        Neu - Neues aus der Elektro- und Elektronik-Branche : Nachrichten für Elektro und Elektronik -- read only

Autor
Netzfrequenz seit Tagen zu niedrig, Synchronuhren gehen nach
Suche nach: netzfrequenz (380)

    










BID = 1035228

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 31065
Wohnort: Recklinghausen
Zur Homepage von Mr.Ed
 

  


Wer sich wundert warum seine netzbetriebene Uhr am Herd oder im Radiowecker seit einiger Zeit nachgeht, bekommt momentan die Folgen der Energiewende und des Stromhandels zu spüren. Seit dem 3.1. ist die Netzfrequenz dauerhaft zu niedrig.

Momentan arbeiten die Kraftwerke offenbar an der Belastungsgrenze, es steht nicht genügend Leistung zur Verfügung und die Netzfrequenz ist seit einigen Tagen zu niedrig. Die Netzzeit liegt mittlerweile fast 6 Minuten hinter der realen Zeit.

https://www.heise.de/newsticker/mel......html

https://www.netzfrequenz.info/allge.....-1049

http://www.netzfrequenzmessung.de/aktuelles.htm#2018_03

Die aktuelle Netzfrequenz und die Differenz der Netzzeit kann man hier abrufen. https://www.swissgrid.ch/swissgrid/......html



_________________
-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 1035235

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Die Netzzeit liegt mittlerweile fast 6 Minuten hinter der realen Zeit.
Ich habe das gestern an der Digitaluhr des Backofens bemerkt, und auf die Contructeure geschimpft, weil die wohl eine billige Quarzuhr eingebaut hätten, anstatt die ach so langzeitstabile *) Netzfrequenz zu benutzen.
Wie es scheint, habe ich den Leuten Unrecht getan.
Mal sehen, wieviel die Uhr demnächst vorgehen wird, nachdem ich sie mittels eine Funkuhr korrigiert habe.



*) Vor sehr vielen Monden habe ich mal ein Kraftwerk des RWE besucht, -Vianden oder Frimmersdorf-, und ein dortiger Mitarbeiter sagte, daß man ja gerne die Frequenz frei laufen liesse, dieses aber nicht möglich sei, weil die Schweizer ihre Bahnhofsuhren mit der Netzfrequenz steuerten.

Ich hätte gedacht, dass diese Uhren mittlerweile von HBG75 gesteuert würden, aber auch dieser Sender wurde ja vor ein paar Jahren abgeschaltet.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder holen die Schweizer sich ihre Zeit auch vom DCF77, oder

sie verwenden wieder die Frequenz des Verbundnetzes, und man hat dessen Frequenz den Verspätungen der DB angepasst.

 

  








BID = 1035242

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 31065
Wohnort: Recklinghausen
Zur Homepage von Mr.Ed

Hier hängt neben jeder Bahnhofsuhr nun ein kleiner DCF77 Empfänger, eine LED blinkt fröhlich im Takt der Modulation.
Soll einfacher zu warten sein als eine zentrale Hauptuhr pro Bahnhof.

_________________
-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 1035247

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat : Mr.Ed hat am  4 Mär 2018 14:06 geschrieben :

Hier hängt neben jeder Bahnhofsuhr nun ein kleiner DCF77 Empfänger, eine LED blinkt fröhlich im Takt der Modulation.
Soll einfacher zu warten sein als eine zentrale Hauptuhr pro Bahnhof.
M.W. hatte die Deutsche Bundesbahn damals keine HU pro Bahnhof, sondern eine eigene Standleitung für den Minutenimpuls, der von der Deutschen Seewetterwarte in Hamburg geliefert wurde.
DCF war damals gerade erst im Aufbau.
Die Flugsicherung hingegen wurde für viel Geld per Standleitung mit der Zeitansage der Deutschen Bundespost beliefert, und zeichnete diese auf je einem Kanal der Vielspur-Magnetbandgeräte parallel zum Funkverkehr auf.
Für die Steuerung der vielen Nebenuhren in EDDL gab es zusätzlich zwei Hauptuhren (Pendeluhren), die sich gegenseitig überwachten und händisch durch Auflegen und Wegnehmen von kleinen Metallstreifen am Pendel abgeglichen wurden.
Wegen der hohen Gebühren für die Zeitansage der Post leistet man sich Mitte/Ende der 1960er eine eigene Zeitansage, die auch von diesen (moderneren, aber immer noch Pendel-) Uhren gesteuert wurde.
Zusätzlich kontrollierte man die Zeit gelegentlich mittels WWV-Empfang.

BID = 1035387

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 31065
Wohnort: Recklinghausen
Zur Homepage von Mr.Ed

Blacklight hat mich gerade darauf hingewiesen, daß die Tagesschau heute auch darüber berichtet hat.

http://www.tagesschau.de/ausland/stromnetz-schwankungen-101.html

Da die meisten User hier keine Schreibrechte haben, habe ich im Offtopic einen Thread für die Diskussion dazu angelegt.



_________________
-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 1035392

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
daß die Tagesschau heute auch darüber berichtet hat.
Ja, ich habe den Bericht auch schon vorher in einer der Feuilleton-Senduneg gesehen, und ich glaube denen kein Wort!

Dort heisst es "Politische Auseinandersetzungen zwischen Serbien und dem Kosovo hätten dazu geführt, dass dort nicht die sonst übliche Strommenge eingespeist wurde."

Serbien und Kosovo also.
Gibt es dort überhaupt schon Strom?
Soviel sogar, dass sie den verkaufen müssen?
Und wenn deren paar MW mal ausfallen, dann zwingt dies das Europäische Verbundnetz in die Knie?


Für wahrscheinlicher halte ich es, dass die Lage durch Zockerei an der Strombörse entstanden ist.
Vermutlich gab es wegen des viel zu warmen Jahresendes ein Überangebot, und in der Folge wurden Verträge über bescheidene Liefermengen mit nur minimalen Gewinnspannen abgeschlossen.

Als dann wider Erwarten die Kältewelle kam, und der Energiebedarf stieg, hat man diese "unrentablen" Kraftwerke mit fadenscheinigen Begründungen vom Netz genommen oder in der Leistung heruntergefahren und speist nun richtig teuren Reservestrom ein.
Damit das automatisch passiert, muss natürlich die Netzfrequenz ein bischen absinken....




Zurück zur Seite 1 im Unterforum          Nächstes Thema 


Zum Ersatzteileshop


Bezeichnungen von Produkten, Abbildungen und Logos , die in diesem Forum oder im Shop verwendet werden, sind Eigentum des entsprechenden Besitzer oder Hersteller oder Besitzers. Diese dienen lediglich zur Identifikation!
Impressum       Datenschutz       Copyright © Baldur Brock Fernsehtechnik und Versand Ersatzteile in Heilbronn Deutschland       

gerechnet auf die letzten 30 Tage haben wir 37 Beiträge im Durchschnitt pro Tag       heute wurden bisher 39 Beiträge verfasst
© x sparkkelsputz        Besucher : 142923357   Heute : 11424    Gestern : 13309    Online : 390        22.9.2018    19:50
20 Besucher in den letzten 60 Sekunden        alle 3.00 Sekunden ein neuer Besucher ---- logout ----viewtopic ---- logout ----
xcvb ycvb
0.220643997192