Fragen zu alten "Hausanschlusskästen"

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Autor
Fragen zu alten "Hausanschlusskästen"

    







BID = 1034418

Neozed

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Hallo

ich habe mal eine allgemeine Frage zu alten Hausanschlusskästen,

Warum wurden die Kästen früher im unterem Bereich (Kabeleinführung)

mit Vergussmasse vergossen?

Vielleicht damit keine Feuchtigkeit aus dem Kabel in den Anschlussraum

einsickert?

Ich glaube bei Telefonanschlüssen hat man dass früher auch gemacht.

Wird dass heute eigentlich noch gemacht, oder kommt dass auf das

verwendete Kabel an?

Schon mal Danke im Voraus.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Neozed am 14 Feb 2018  6:23 ]

BID = 1034587

ua

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Beiträge: 258

 

  

Hi,


Zitat :
Vielleicht damit keine Feuchtigkeit aus dem Kabel in den Anschlussraum einsickert?


umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn aus dem Kabel Wasser sickert ist es eh zu spät.
Die Vergussmasse verhindert das "Ausbluten§ der Masse (undefiniertes Teergeschmisch) aus dem Kabel, diese dient in Verbindung mit Papier der Isolation.

Papierisolierte Fernmeldekabel wurden zu diesem Zweck "abgebrüht", d.h. die offnen Enden in eine heißgemachte Brühe getunkt.

Stichworte für Wikipedia: Bleikabel, Stahldrahtbewehrung, Längswasserdicht, Massekabel.

VG aus OBC

Udo

BID = 1034590

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7352

Längswasser

..jaja, da hatte ich mal ein Fall bei einer Gastronomie bei der nach jedem stärkeren Regen am nächsten Tag der Lagerkeller 1-2 cm unter Wasser stand, was sich niemand erklären konnte, weil keine Eindringstelle zu finden war Bei Wartungsarbeiten sah ich dann merkwürdige Spuren im Kabelanschlusskasten unterm Zählerschrank, daher sagte ich dem Haustechniker er soll doch nach dem nächsten Regen mal nachsehen ob hier Wasser aus dem Kasten kommt....und tatsächlich da kams raus darauf hin wurde draussen am Gebäude das Erdkabel NYY-J 4*95 freigegraben, abgemantelt, die Adern etwas auseinander gezogen und eine Giessharzmuffe gesetzt so das dass Harz zwischen die Adern laufen kann, seit dem ist kein Wasser mehr im Keller gewesen

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...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 1034608

Neozed

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Beiträge: 25
Wohnort: Rimpar

Hallo

erst mal danke für die Antworten,

dass heißt also man hat die endverschlüsse vergossen, damit die

Isolation aus dem Kabel nicht davon fließt sozusagen .

Wird dass heute auch noch so gemacht bzw. solche kabel

noch verwendet?

BID = 1034642

Primus von Quack

Unser Primus :)
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Beiträge: 7352

...nein, heutzutage kommen Kunststoffkabel zum Einsatz, Ölpapier, Blei und Teer sind aus der Mode

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...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 1034647

ua

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Beiträge: 258


Zitat :
Ölpapier, Blei und Teer sind aus der Mode
...
... aber noch gM (giga-Meter) weise im Einsatz.

BID = 1034650

Neozed

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Beiträge: 25
Wohnort: Rimpar

dann ist es also doch so

wie primus es beschrieben hat auch bei NYY Kabel,

ich dachte wenn Wasser in dem Kabel ist ist es zu spät,

wenn also der Endverschluss (auch bei NYY) vergossen gewesen wäre,

wäre dass mit dem Längswasser nicht passiert oder?

BID = 1034680

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17433

nein wenn Wasser in ein Kabel eindringt ist es eh zu spät. Bei den alten ölgetränkten Kabeln sorgt das Öl für die Isolierung. Damit die Kabel nicht ausbluten wurden die verschlossen oder sogar mit einer Nachlaufeinrichtung versehen.

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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

BID = 1034684

Neozed

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Beiträge: 25
Wohnort: Rimpar

Was ist eine Nachlaufeinrichtung?

BID = 1034691

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17433

Das ist eine Art Trichter der dafür sorgt das Öl oder " Kabelblut" in das Kabel reingezogen wird. (Kapillarwirkung) Bei ölisolierten Hochspannungskabeln wird das Öl sogar unter Druck in das Kabel gepresst.

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BID = 1034694

Neozed

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Beiträge: 25
Wohnort: Rimpar

Vielen Dank für die Interessanten Antworten

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Neozed am 19 Feb 2018 20:38 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Neozed am 19 Feb 2018 20:40 ]

BID = 1034695

123abc

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Beiträge: 2190
Wohnort: Hamburg

Vor kurzem habe ich gesehen wie die Telekom an einem Kabel ein Autoventil drann hatte und dort Druckluft ins Kabel gegeben hat.
Ob daas Kabel neu gelegt oder alt war kann ich nicht sagen.

BID = 1034698

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7352

...ach, bei der *T*** ist immer alles aufgeblasen

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BID = 1034707

fuchsi

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Beiträge: 1704

In meiner Gegend gibt es eine Firma, die tauscht auf diese Art Kupferadern gegen Glasfaser aus.

Das Kabel wird aufgepunmpt, irgendeine Gleitflüssigkeit eingepresst, und an den alten Kupferadern werden Glasfasern eingezogen. Auf diese Art braucht man das Kabel nur alle 200m Ausgraben

BID = 1034762

ua

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Beiträge: 258

Tach Zusammen,


Zitat :
Vor kurzem habe ich gesehen wie die Telekom an einem Kabel ein Autoventil drann hatte und dort Druckluft ins Kabel gegeben hat.
Ob daas Kabel neu gelegt oder alt war kann ich nicht sagen.


Das sind Kabel höherer Hierarchieebenen (Hauptkabel):
https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptkabel
OVK Ortsverbindungskabel
OASK Ortsanschlusskabel
FK Fernkabel (Koax mit Trägerfrequenztechnik, schon lange nicht mehr in Betrieb)

Hier wurde die Längswasserdichtheit nicht mir Petrolat/Masse erzielt sondern mittel Druckluft. Diese wurde getrocknet und über ein Verteilsystem im Kabelkeller eingebracht.
Bei einem Kabelfehler konnte anhand der Druckkurve die Fehlerstelle sehr genau lokalisiert werden.

Neu verbaut wird nur noch mit Füllung (beim Glas ists eh Wurscht, das leuchtet auch unter Wasser ), wie schon oben beschrieben werden alte Kabel zu Leerrohren umgewidmet....

VG aus OBC

Udo



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