In einer Wohnung mit einem Gasdurchlauferhitzer mit atmosphärischem Brenner und etwa 20kW Leistung soll auf Anraten des Schornsteinfegers eine Verriegelungsschaltung für einen Abluftventilator in einem Bad/WC eingebaut werden, die den Badlüfter abschaltet, solange der Gas-DE arbeitet, damit aufgrund des durch den Ablüfter verursachten Unterdruck keine Abgase in den Raum (Küche) gesogen werden. (Der Kamin selbst ist recht kurz ,oberstes Stockwerk, vielleicht 2m Länge, daher geringe Sogwirkung des Kamins). Nun hat der Gas-DE allerdings eine batteriegespeiste Kontrollschaltung eingebaut, die ihn in genau diesem Fall abschalten soll. Ist die Verriegelung dann trotzdem erforderlich? Der Badlüfter ist mit ca. 25W auch relativ schwach und der Gas-DE hängt in der Küche. Da das Gasgerät netzunabhängig ist und bis auf die Abgas-Kontrollschaltung keine elektrischen Elemente hat, ist mein Plan, an der Warmwasserausgangsleitung des DE einen Rohranlegethermostat zu montieren, was in diesem Fall problemlos möglich ist, weil die Leitung ca. 30cm Aufputz verläuft. Sobald das Gasgerät arbeitet, erwärmt sich die Leitung und der Thermostat würde dann den Badlüfter abschalten und nach Abkühlen der Leitung wieder einschalten.
Kann /darf man das so machen und ist das praktikabel? Das Stellrad des Anlegethermostaten würde ich einmal fest auf ca. 40°C-45°C einstellen und dann fixieren zB. mit einem Aufkleber. Der Schornsteinfeger empfahl eine Schaltung über einen Fensterkontakt in der Küche, so dass der Badlüfter nur läuft, wenn das Küchenfenster zumindest gekippt ist. Ich halte das aber für ziemlich unpraktisch.
Das ist das Datenblatt des Rohranlegethermostats:
http://files.elv.de/service/manuals.....t.pdf
MfG: Norbert Oertgen
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Oertgen am 29 Jul 2016 19:05 ]