Schweißgleichrichter ELMAG MIG 160

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Autor
Schweißgleichrichter ELMAG MIG 160
Suche nach: schweißgleichrichter (17)

    







BID = 954540

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13795
Wohnort: 37081 Göttingen
 

  


Perl, Du hast dich verkuckt!
Es sind Anschlußbleche, die die Dioden verbinden. Die Aufnahme ist genau senkrecht zu diesen Blechen gemacht, deshalb sieht es aus wie dünne Drähte. Ich dachte auch erst wie Du. Erst bei genauem Hinsehen kann man die recht breiten Bleche erkennen.

Gruß
Peter

BID = 954569

winnman

Schreibmaschine



Beiträge: 1689
Wohnort: Salzburg

 

  

Bei >100A und ein bisschen Wärme in den dünnen Blechteilen haben die aber auch schon einen gewissen Widerstan und der ist hilft schon mal ein bisschen mit die Dioden gleichmäßiger zu belasten.

Optimal ist das natürlich nicht, aber zigtausende der Geräte haben damit schon einige millionen km Schweißnaht hinter sich.

Als Ersatz würde ich auch eine vernünftige Brücke mit ausreichend Kühlkörper einbauen. Wenn länger durchgehend geschweisst werden soll ev. sogar einen kleinen Lüfter für den KK.

BID = 954588

DG

Gerade angekommen


Beiträge: 11

Danke mal für die vielen Infos!

Ich habe jetzt mal eine Rückmeldung vom Hersteller bekommen. Da das Originalteil nicht mehr erhältlich ist, wurde mir für nen Wucherpreis ein Gleichrichter mit Einpressdioden (4 Aluplatten) angeboten.

Nach längeren Fragen hab ich erfahren das pro Platte 3 "BYY58" parallel geschaltet sind.
Das Datenblatt der BYY58 sagt 35 A(DC); mal 3 ergibt 105 A(DC) - also deutlich weniger als die 160 A die der Trafo bringt.

Liegt diese "Unterdimensionierung" daran das die Dioden nur bei jeder Halbwelle (pos. oder negativ.) durchgeschaltet werden und so weniger Verlustwärme entsteht!!

BID = 954590

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13795
Wohnort: 37081 Göttingen

Was ist eigentlich mit dieser (mit "Hier" bezeichneten) Verbindung zur Diode passiert?

Gruß
Peter



BID = 954594

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Perl, Du hast dich verkuckt!
Es sind Anschlußbleche, die die Dioden verbinden.
Nein habe ich nicht, ich weiss ja, dass das Messingstreifen sind.
Trotzdem sind es Widerstände.
Sicherungswiderstände sogar, denn der auf deinem letzten Foto ist durchgebrannt, weil dort die Diode defekt ist.
Man erreicht das, indem man einer Stelle den Querschnitt verringert, indem man dort in das vielleicht 6mm breite Blechband ein 2mm Loch macht.

Das Anschlußband ist vielleicht 0,5mm dick, und da Kupfer mindestens 4x besser leitet, entspricht das Ms-Blechband einem Cu-Leiter von etwa 0,75mm2.


P.S.:
Zitat :
Liegt diese "Unterdimensionierung" daran das die Dioden nur bei jeder Halbwelle (pos. oder negativ.) durchgeschaltet werden und so weniger Verlustwärme entsteht!!
Hast du kein ? auf der Tastatur?

Und: Ja, P ~ I2 gilt für ohmsche Widerstände, aber nicht für Dioden.


P.P.S.:
Zitat :
. Da das Originalteil nicht mehr erhältlich ist, wurde mir für nen Wucherpreis ein Gleichrichter mit Einpressdioden (4 Aluplatten) angeboten.
Schau mal:

http://www.ebay.de/sch/i.html?_from.....op=15

Gggfs kann man sogar einen solchen Gleichrichter auseinandernehmen und umsortieren, oder einen Anschluss an einer Drehstrombrücke frei lassen.
Vom einzelnen Auswechseln deiner 12 Press-Fit-Dioden rate ich aber ab. Du hast ja bestimmt auch nicht diese Widerstandsbänder.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 24 Feb 2015  0:47 ]

BID = 954606

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13795
Wohnort: 37081 Göttingen

Nun ja, Perl,
ich kam darauf, weil Du von "dünnen Drähten" geschrieben hast, obwohl es sich doch um Streifen handelt!

Zitat :
Die langen und "dünnen" Anschlußdrähte reichen bei diesen Stromstärken als Vorwiderstand aus.


Gruß
Peter

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Otiffany am 24 Feb 2015  9:08 ]

BID = 954686

DG

Gerade angekommen


Beiträge: 11

Am Foto mit den "Hier" ist bei der Diode die Anschlussfahne abgebrannt. Dioden auf der Platte sind alle hinüber!

So ich hab jetzt mal gute Ersatzdioden (Semikron SKR240/08) zum sehr günstigen Preis gefunden.
Ich denke die passen und werden gute Dienste leisten!!

BID = 954698

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
hab jetzt mal gute Ersatzdioden (Semikron SKR240/08) zum sehr günstigen Preis gefunden.
Hoffentlich hast du Platz genug, denn du wirst jede auf ein eigenes Kühlblech setzen müssen, und die Gehäuse sind mit den Litzen recht groß, so daß du zwischen den Kühlblechen einen Abstand von 8cm brauchst. 4 x 8cm = 24cm tief!

Alternativ setzt du die Dioden in die Mitten von U-förmig gebogenen Alu-Platten und verschachtelst diese.

Wenn du auch die entsprechenden SKN bekommen kannst, kannst du dir das Leben erleichtern, weil du dann immer ein Diodenpaar auf ein gemeinsames Kühlblech setzen kannst.

Achte immer auf die Richtung des Kühlluftstroms!

BID = 954765

asdf

Schriftsteller



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Noch 2 Cent von mir:

1. Perl hat wie immer Recht. Die Löcher sind gedornt und haben ein vom Hersteller ausgetüfteltes Untermaß. Versuche besser nicht, bei abweichendem Diodendurchmesser solche Löcher hinzubekommen. Selbst das Einpressen bei Originalmaß kann schief gehen sodaß die Diode vermeintlich fest sitzt , dennoch schlechten Wärmeübergang hat, oder rausfällt oder das Alu reißt, oder....

2. Früher in der Trafofertigung haben wir diese GL oft verwendet. Die Platten waren allerdings deutlich größer (länger). Die Abmessungen sind in etwa proportional zur aufgedruckten Belastbarkeit, wobei mit zunehmendem Strom einfach immer mehr Bleche parallel an die + und - Schienen angebaut sind. Zu Stromverteilungswiderständen wurde alles gesagt.
Die Modulbauweise läßt den Auf und -Umbau zu beliebigen Brückenschaltungen zu. Die Pfuschvermutung kann nicht bestätigt werden. Bei den GL, mit den ich zu tun hatte, war auffällig, daß der korrekt summierte Strom der Einzeldioden um ein Vielfaches größer war als der max. Strom auf dem Typenschild.(Faktor 3-4 ???)

edith hat mich gescholten -hab wiederstand geschrieben-pfui

[ Diese Nachricht wurde geändert von: asdf am 25 Feb 2015 21:21 ]

BID = 954767

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Zitat :
daß der korrekt summierte Strom der Einzeldioden um ein Vielfaches größer war als der max. Strom auf dem Typenschild.(Faktor 3-4 ???)
Dieser große Unterschied zwischen Mittelwert ist das Resultat des kleinen Stromflußwinkels, wie er vorzugsweise bei C-belasteten Einphasen-Gleichrichtern, aber auch bei Drehstrombrücken vorkommt.
Interessanter Weise funktioniert die gleichmäßige Stromverteilung mittels der niedrigen Ausgleichswiderstände damit besser als bei bei einem größerem Stromflußwinkel, also geringeren Spitzenströmen.

BID = 954770

asdf

Schriftsteller



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lang ists her bei mir....
Perl, das hab ich jetzt nur halb verstanden.

Zitat :
mittels der niedrigen Ausgleichswiderstände

Meinst du, die Parallelschaltung bei z.B. C-Last reagiert ungünstiger
wenn man "aus Angst" bewußt höhere Werte für die Sromverteilungswiderstände einsetzt? (abgesehen von der Verlustleistung der Widerlinge)

BID = 954780

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Meinst du, die Parallelschaltung bei z.B. C-Last reagiert ungünstiger
wenn man "aus Angst" bewußt höhere Werte für die Sromverteilungswiderstände einsetzt? (abgesehen von der Verlustleistung der Widerlinge)
Nein, wenn man z.B. zwei 35A Dioden parallel schaltet, damit man einem Netzteil 50A Gleichstrom entnehmen kann, so können die Ausgleichswiderstände bei kleinem Stromflußwinkel kleiner gewählt werden als bei größerem Stromflußwinkel oder gar Gleichstrom (z.B. Rückstrom-Sperre).

Intuitiv würde man, "wegen der hohen Stromimpulse", vielleicht größere Widerstände fordern, aber das Gegenteil ist der Fall.



P.S.:
In meinem vorigen Beitrag schrieb ich:
"Dieser große Unterschied zwischen Mittelwert ist das Resultat des kleinen Stromflußwinkels ...."

Da fehlt natürlich etwas, und richtig sollte es heißen:
"Dieser große Unterschied zwischen Mittelwert und Effektivwert ist das Resultat des kleinen Stromflußwinkels ...."

BID = 956572

DG

Gerade angekommen


Beiträge: 11

Hallo,...

Ich möchte mich nochmals für die Hilfestellungen bedanken und das Endergebnis --> ein selbstgebauter Gleichrichter präsentieren.

4 Gleichrichterdioden mit 300 Amp. Dauerstrom, ist die billigste und beste Lösung für mich.

Hier noch ein Foto des Teils:



BID = 956578

asdf

Schriftsteller



Beiträge: 525
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@DG Sieht doch brauchbar aus. Schon ausprobiert? Mir scheint die Kühlfläche kleiner als vorher, falls dem so ist, kannst du ja noch ein paar Rippenkühlkörper draufschrauben.

@perl :

Zitat :
Intuitiv würde man, "wegen der hohen Stromimpulse", vielleicht größere Widerstände fordern, aber das Gegenteil ist der Fall.

Intuitiv könnte man aber auch das Gegenteil annehmen - ich frage mich:
Wenn man im SOA Diagramm der Dioden zu sehr hohen Strömen und kurzen Impulszeiten wandert, nähern sich die Werte für die Flußspannungen (die ja der bösen Streuung unterliegen) einander an - bei ein-und demselben Diodentyp ?
edith weist darauf hin, dass wir im SOA Diagramm natürlich im erlaubten Bereich bleiben!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: asdf am 16 Mär 2015 19:56 ]


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