Hallo liebe Community,
ich bin beim stöbern bezüglich einigen Fragen über dieses Forum
gestolpert und hoffe nun das Ihr mir weiter helfen könnt.
Leider habe ich nur Informationselektroniker gelernt und daher
nicht all zu viel Erfahrung mit Elektroinstallationen gesammelt.
Dieses möchte ich natürlich gern übernehmen.
1. Frage: Würdet Ihr alle Leitungen neu machen? Viele sind noch
aus DDR Zeiten und kreuz und quer verlegt. Manche andere scheinen
nicht ganz so alt zu sein, ca. 10-20 Jahre. Viele Leitungen sind
auch nur mit Nägeln befestigt.
2. Wie verlegt man Leitungen bei Fachwerk? Bei normalen Mauerwerk
stemmpt man Schlitze in die Wand, was beim Fachwerk ja nur teils
geht, da immer wieder Holzbalken im Weg sind. Bohrt man da durch
oder stemmt man die auch auf? Diese vorstellung gefällt mir
irgendwie nicht.
3. Wie sieht das mit dem Brandschutz aus? Empfielt es sich die
Leitungen in flammwiedrige Leerrohre zu legen?
4. Die Hauptverteilung ist im Moment im 1. Stockwerk, diese
überlege ich in den Eingangsbereich im EG verlegen zu lassen
(da die Eltern doch mal älter werden und wenn etwas ist so
schneller an die Sicherungen kommen), allerdings ist da auch
der Gasanschluss für die Gasheizung. Ist dies nebeneinander
überhaupt erlaubt? Der Hausübergabepunkt des Stroms ist
jedenfalls auch dort.
5. Benötige ich einen extra Erdungsspieß der mit meiner
Haupterdungsschiene verbunden ist, auch wenn in das Haus
3 Phasen + N + PE rein kommen?
6. Gleich weiter mit der Erdung: Bei SAT- Anlagen wird vor und
hinter jedem aktiven Bauelement geerdet. Wie verhält sich das
bei der Heizung? Muss da jedes Heizungsrohr vor der Heizung
geerdet werden oder wie war das?
7. Nun zur Elektroinstallation: Vorgesehen sind 2 getrennte
Stromkreise in fast jedem Raum. Einen für Licht, der andere für
die Steckdosen. Ist es denn zulässig auf einem kurzen Stück von
ca. 2m in einem 5 adrigen Kabel 2 Stromkreise mit getrenntem N
und gleichem PE zu führen, oder doch lieber 2x 3 adriges zu
verwenden? Hab es einmal auf Arbeit erlebt das 2 Stromkreise
in einem 5 adrigen Kabel waren (allerdings auf einer längeren
Strecke, einmal für Dauerstrom und einmal für geschaltete Steckdosen,
dabei lagen dann an der ausgeschalteten Steckdose trotzdem 120V an.
Wahrscheinlich durch Induktion in dem Kabeln.
8. Die längste Strecke sind ca. 35m Kabel: Zulässig sind glaub nur
ca. 24m bei einem 16A LS und 1,5mm². Wenn ich da einen 13A oder 10A LS nehmen
um wieviel Meter kann ich denn dann weiter?
9. Eine extra Unterverteilung soll noch in die Garagen kommen,
einmal mit Kraftstrom. Vom HV zum UV sind es ca. 40m, diese wollt
ich mit 5x4mm² machen. Von der UV zur Kraftstromdose wären es
nochmal ca. 7m, diese dann mit 5x2,5mm². Wahrscheinlich soll das
ganze ein 32A Anschluss haben. Ist das zulässig? Ich glaube 4²
Drehstrom sind bis ca 60m mit 3*35A LS zulässig.
Auf was für einen FI und LS muss ich die Zuleitung für den UV
im HV klemmen?
10. Für
abgemahnter Begriff feld, Kühlschrank + Gefriertruhe, Waschmaschine,
Trockner, Geschirrspüler, Backofen und Mikrowelle habe ich
jeweils 3x bzw. 5x 2,5mm² geplant. Die Leitungslänge beträgt max. 10m.
Ist das zu viel oder habe ich irgendwelche Komponenten noch vergessen?
Benötigt eine Gasheizung auch 2,5mm²?
11. Alle alten LS und FI wollte ich wieder verwenden. Was das für
welche genau sind kann ich im Moment leider nicht sagen, da muss
ich morgen nochmal genau schauen. Würdet ihr diese generell wieder verwenden?
12. Was haltet ihr von Bewegungsmeldern für das Licht in allen Räumen
außer Wohn- und Schlafzimmer?
13. Wo bringt man eigentlich in einem Fachwerkhaus die Lichtschalter an?
Meist sitzen neben der Tür dicke Holzbalken, eine Wand besteht sogar
nur aus Holzpfälen. Loch für eine UP Dose in den Balken hacken oder doch 30-40cm neben die Tür gehen?
Ich danke euch jetzt schonmal für eure Hilfe.