Unterschiede - Änderungen Wandel der Zeit Schmelzsicherungen

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Unterschiede - Änderungen Wandel der Zeit Schmelzsicherungen

    







BID = 862921

super999

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Mir geht eine Aussage nicht aus dem Kopf - das ist die, daß die alten NH in meinem Hausanschluß eine höhere Überlastkennlinie hatten wie neue generell.

Jetzt habe ich mal eine Frage an erfahrene oder ältere Elektriker die die Geschichte/Historie der Schmelzsicherungen kennen.

Welche Unterschiede sind z. B. von den alten Schneckensymbolsicherungen bzw. den alten NH Kennlinie "GT" zu den heutigen "GL/GG", die ja nach VDE 636 dem 1,45 fachen Prüfstrom unterliegen sollen.

Bloß was bedeutet das VDE0660 bei z. B. einer GT Sicherung. Ist hier auch mit 1,45 innerhalb einer Stunde zu rechnen oder waren hier andere Kennlinien gültig (habe mal irgenwo was von 1,9 gegooglet).

Hat evtl. jemand solche Kennlinien. Die neuen habe ich in einem Elektrobuch, das ich mir gekauft habe.

Danke im Voraus. Will euch nur ungern "nerven", weiß bislang allerdings noch nicht wie ich mal "helfen" könnte.

BID = 862930

der mit den kurzen Armen

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etwas zur Geschichte

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super999

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Beiträge: 374
Wohnort: Neustadt am Kulm

@der mit den kurzen Armen

Vielen Dank für den Link. Jetzt habe ich allerdings ein paar kleine Nachfragen:

Nach neuer Din sollen Schmelzsicherungen (636) die Leitungen ähnlich Leitungsschutzschalter zugeordnet werden können. Dem Auslösediagramm von Siemens konnte ich entnehmen, daß eine 63A NH nach 1 Stunde bei unter 90A landet, eine 50 A bei 70 (was den ca. 1,45x gleicht). Im verlinkten Dokument steht da was von 1,6 fach. Was vielleicht 1,6 x die alte Norm? (Seite 12)

Dann ist auf Seite 11 beschrieben, daß sowohl GL, GF, GT (also sowohl eine flinke als auch eine träge) durch GG ersetzt wurde. Gut GG ist trägflink, aber wie war es mit dem Überlastfaktor? War der früher anders. Habe mal gelesen, daß die Fertigung der Sicherungen präziser gemacht ist und die Kennlinien genauer als früher.

BID = 863093

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7560
Wohnort: Wien

Diesen Punkt mit dem I2 bei gG-Sicherungen verstehe ich auch absolut nicht. In der ÖVE E-8001 steht, dass auch für diese Schmelzsicherungen der I2 mit 1,45*IN angesetzt werden darf. Im selben Absatz steht aber, dass Schmelzsicherungen eine weniger empfindliche Überlastauslösung haben als LSS und auf diese Tatsache bei der Auslegung Rücksicht zu nehmen ist. Was jetzt? Gleicher I2 wie bei LSS oder nicht?

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der mit den kurzen Armen

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Beiträge: 17433

Auslösezeit: NH 63A *1,45=91,35A größer 60 min , 63A*1,6=100,8 kleiner 60 min bei NH über 63A verschiebt sich die Eckzeit auf 120min.

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BID = 863128

super999

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Beiträge: 374
Wohnort: Neustadt am Kulm

Hallo Leute,

habe heute Nachmittag damit verbracht mit Herstellern von NH/GG Sicherungen zu telefonieren, diese wiederspiegeln natürlich nur die aktuellen Sicherungen und nichts zu meinen alten Raritäten:

1. Siemens
Laut deren Aussage gibt die Kennlinie 63A nach 1 Stunde ca. 85 Ampere an (gem. Norm Auslösung innerhalb einer Stunde bei 1,45x). Die Prüfung der Sicherung erfolgt mit dem großen Prüfstrom bei 1,6x unter Laborbedingungen, die VDE 636 Zusatzprüfung unter Praxisnahen Bedingungen (30°C, geschlossenes Behältnis) ergibt den Abschaltwert von ca. 1,45x I2 innerhalb einer Stunde. Der Nichtauslösestrom beträgt allerdings bei Schmelzsicherungen 1,25x

2. Hersteller SIBA
Bei denen kommt bei 63A nach 2,75 Stunden (166min) ein Wert von 85 Ampere raus - konnten sich nicht erklären warum der gegenüber Siemens abweicht obwohl die gleiche Norm gilt (diese Sicherung liegt dann bei 100A nach 1 Stunde); hier dann Wert 1,6 (absoluter Ausschaltwert); allerdings wurde darauf hingewiesen, daß die Sicherung nach den 166 min nur noch mit 53A belastet werden kann, damit diese keinen Schaden nimmt (bei denen gilt ein Reduktionsfaktor gemäß den Selektivitätseigenschaften von 1,6; d. h. man muß den Kennlinienwert durch 1,6 (Überstromwert) teilen, dann hat man den Dauerlastwert den die Schmelzsicherung beschädigungsfrei verträgt.

3. Ferraz / Lindner
Selektivität unterschiedlicher Hersteller 1:1,6 unter gleichen Bedingungen (v. a. Häufung von Sicherungen nebeneinander und Umgebungstemperatur) und gleicher Hersteller 1:1,25 (hier Ferraz/Lindner).
Auslösebdingungen hier:
Sicherungen unter 4A: Haltestrom 1,5x, Auslösestrom 2,1x
Sicherungen unter 16A: Haltestrom 1,5x, Auslösestrom 1,9x
Sicherungen unter 63A: Haltestrom 1,25x, Auslösestrom 1,6x
(und diese Prüfungen wie immer offen bei guter Kühlung, sonst vermindern sich die Werte bei den Sicherungen zwischen 16 und 63 wieder auf 1,45x Auslösestrom (--> direkte Leitungszuordnung).

Allerdings konnte mir nichtmal die Firma Siemens bezüglich meiner alten Schneckensymbolsicherung weiterhelfen, da diese lt. Daten von 1950-1960 sein muß, da danach sich auch die Artikelnummern geändert haben. Diese Sicherung soll aber mit Sicherheit träger als heutige Modelle sein.

Ich hoffe, daß ich hiermit ein bißchen von dem zurückgeben konnte was viele von euch mir gegeben haben.


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