Guten Morgen Hobbykoch und erstmal herzlich Willkommen im Forum!
Vorneweg: ohne Ortsbesichtigung (oder wenigstens aussagekräftige Bilder) ist eine Ferndiagnose immer schwierig, daher auch nur ohne Gewähr:
Die Aufteilung eines Drehstromkreises (ein Außenleiter für den Backofen, zwei für das autarke Kochfeld) ist in der Regel problemlos möglich, sofern mit dem richtigen Material gemacht und nach den Regeln der Handwerkskunst errichtet. Eine Überlastung des Neutralleiters ist bei ohm'schen Verbrauchern (wie z.B. Backofen) im Drehstromsystem nicht zu erwarten, Stichwort "Phasenverschiebung".
Der Backofen sollte an der Außenseite nicht so warm werden, dass es zu Schäden an umliegenden elektrischen Anlagen kommen kann. Die Steckdose muss in jedem Fall fest installiert werden. Wenn der Ofen über eine weitere, flexible Verlängerungsleitung angeschlossen werden soll, sollte es sich dabei um ein hochwertiges Qualitätsprodukt handeln. Mit Haushaltsverlängerungen der üblichen, leichten Bauart würde ich den Ofen nicht anschließen. Im Übrigen sollte die Steckdose so installiert sein, dass der Ofen ohne Demontage der Wandschränke ausgebaut und abgesteckt werden kann.
Ein Prüfprotokoll würde ich in jedem Fall verlangen. Darin sollten Werte wie Schleifenwiderstand, Schutzleiterwiderstand, Auslösezeit des Fehlerstromschutzschalters und Isolationswiderstand auftauchen.
Wer wem die Schuld zuschiebt, ist letzlich egal. Derjenige der zuletzt an der Anlage gearbeitet hat, haftet, es sei denn, Du entbindest ihn von dieser Haftung.
P.S. ist denn ein Fehlerstromschutzschalter mit Bemessungsdiffernzstrom kleiner/gleich 0,03A für die neu errichtete Steckdose vorhanden?
_________________
Gruß aus Nürnberg,
Lightyear
Alles unter 1000°C ist HANDWARM!
Alle Tipps ohne jegliche Gewähr, die Einhaltung aller Vorschriften obliegt dem Ausführenden!
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Lightyear am 17 Aug 2012 6:32 ]