Hallo
wir haben leider vor einer Woche mit entsetzen festgestellt, dass wir in unserer Wohnung keine Erdung haben und alles bis auf Licht und eine Wand zwischen Küche und Bad an einer einzigen Sicherung hängt.
Dabei haben wir immer darauf geachtet, dass unsere Geräte 3polige Stecker haben und alle Geräte möglichst verteilt an den Steckdosen hängen.
Vor ca 2 Wochen hat ein Netzteil einen Kurzschluss verursacht. Ca eine Woche später war der Strom weg. Wir vermuten Phase am Kühlschrank(1.großer Verbraucher). Zumindest war der Strom wieder da, nachdem der Elektriker daran gewackelt hat. Machen konnte er aber auch nichts, da keine Pläne von der Elektrifizierung vorhanden sind.
2Tage lang Möbel gerückt für ein mal wackeln.
FI Schalter ist vorhanden, aber wir wissen nicht, ob alles daran angeschlossen ist oder nur Küche/Bad. Die Wand Küche/Bad wurde nachträglich gemacht, mit Erdung und dabei gleich der Sicherungskasten getauscht. Alle anderen Kabel sind geblieben.
Ein Austausch der ganzen Elektrik (einzelne Sicherungen für jedes Zimmer, Erdung) wäre uns zwar lieb, aber praktisch kaum durchführbar. Es handelt sich um eine bewohnte Mietwohnung. Wenn dann bestände nur die Möglichkeit, dass wir die Kabel in den Kabelschächten selbst verlegen und ein Elektriker es anschließt. Denn sonst müssten wir die ganze Wohnung ausräumen, damit Kabelkanäle gefräst werden können.
Wenn jemand dazu einen Vorschlag hat, dann bitte auch schreiben.
Genug mit der Vorgeschichte, nun zum eigentlichen Thema. Da wir Elektronikbastler sind und auch viele marode Netzteile haben kann es doch mal passieren, dass das eine oder andere mal die Sicherung kommt. Dummerweise ist aufgrund der Verkabelung der Wohnung dann gleich die ganze Wohnung tot. Und auch der Kühlschrank. Dann wars das mit Eis.
Meine Idee ist daher die "gefährdeten Bereiche" extra zu sichern. Leider kenne ich mich nicht so gut mit Sicherungen und den VDE Vorschriften für dieses Gebiet aus. Ich hoffe auf eure Unterstützung.
Mein Plan sieht so aus:
normales Brett als Befestigung.
-obere Aufputzdose bekommt ein Kabel mit Schukostecker und Schalter aus einer schaltbaren Steckdosenleiste.(vorhanden)
-mittlere Aufputzdose:
http://www.reichelt.de/Verteiler-Ei.....9ce89
http://www.reichelt.de/Sicherungste.....9ce89
http://www.reichelt.de/Sicherungste.....btech
(kleine Aufputzdose ohne Tür mit 6Plätzen, 6A B Automat, evtl. FI 25A/0,03A)
-untere Aufputzdose ist eine ganz normale Schuko Dose. (vorhanden)
Meine Anforderungen: sicher, erweiterbar, bezahlbar.
1. Mir wurde gesagt, dass flexible Kabel bei Sicherungen unzulässig sind, aber irgendwie muss ich ja flexible Kabel benutzen. An der Steckdose möchte ich mich aus Versicherungstechnischen Gründen nicht vergreifen. Ich würde eine Klemme verwenden zum Wechsel vom flexiblen Anschlusskabel zum Verlegekabel, welches im Kasten verwendet wird.
2. Ist es VDE konform so einen Schaltsteckdosenschalter zu verbauen. Ich würde gern diesen verwenden, da er eine Aktivitätslampe verbaut hat.
3. sonstige Probleme bezüglich VDE?
4. Wie kann ich unseren FI Schutzschalter
sicher testen. Denn 2FI hintereinander ergibt ja keinen Sinn. Und günstig sind die auch nicht gerade, wenn man bedenkt, dass wir 2 brauchen.
5. Mit den Sicherungsautomaten Charakteristiken kenne ich mich nicht aus. Auf jeden Fall müsste die kleine Sicherung eher kommen als die Wohnungssicherung(16A B). Leider finde ich nur B und C. Oder ist es so, dass eine 6A B bei einem Kurzschluss eher kommt als eine 16A B. Und die 16A drin bleibt?
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Schwachstromer am 26 Mär 2012 14:45 ]