Einige Fragen zur Erdung.

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Autor
Einige Fragen zur Erdung.
Suche nach: erdung (2106)

    







BID = 799521

chill24

Gelegenheitsposter



Beiträge: 67
 

  


Hi, ich weiss nicht ob ich hier richtig bin, habe da eine Frage bezüglich Erdung.

1. Erdung Vs. Blitzschutz Vs. Potentialausgleich.

Potentialausgleich muss immer gemacht werden. Richtig?

Erdung nur wenn die Anlage gewisse Abstände zum Dach und von der Wand überschreitet. Richtig?

Blitzschutz einer Satanlage bsp.Fangstab ist nicht vorgeschrieben. Richtig?

2. Meine Anlage ist auf dem Balkon, oben drüber ist auch ein Balkon. Muss ich diese erden?

3. Wie realisiert man in Mietwohnungen den Potentialausgleich? F-Erdungsblock zwischen die Kabel, aber wohin mit dem 4mm²? An die Erdung der Steckdosen?

Danke

BID = 799530

Kabelkasper

Stammposter



Beiträge: 497
Wohnort: Niedersachsen

 

  

Grundsätzlich sind Deine Überlegungen richtig. Erdung und Potenzialausgleich ist zu unterscheiden.

Wenn sich die Schüssel auf dem DAch befindet, muss sie geerdet werden. Die Erdung kann mit dem Fundamenterder oder mit einem eigens gesetzten Erder erfolgen. Die Verbindung muss über 16mm² starr hergestellt werden.

Der Potenzialausgleich ist immer vorgeschrieben. Den kannst Du zur nächst gelegenen UV ziehen. Dort sollte ja die Zuleitung mindestens 4mm² aufweisen.

KK

BID = 799533

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Wenn Deine Schüssel nicht zu weit über die Balkonumgrenzung übersteht (oder vielleicht gar nicht) ist keine Blitzschutzerdung nötig.

Ob PA nötig ist, hängt davon ab, ob nur eines oder mehrere Endgeräte
(SAT-Receiver) an der Antenne angeschlossen sind (hierbei zählen nicht die tatsächlich vorhandenen, sondern die anschließbaren gemäß vorhandenem Leitungsnetz).

_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 799592

chill24

Gelegenheitsposter



Beiträge: 67

Wie sieht denn die nächstelegene Unterverteilung aus? Ich meine ich kann schleicht aus dem 2 Sttock in den Keller. Kann ich da vieleicht in der Küche an irgendein Wasserrohr? Oder direkt an den PE einer Steckdose? Sonst guck ich mal im Stromkasten müsste doch was sein oder?

Die Anlage schaut etwas über den Balkon hinaus, also leicht mit dem Spiegel und leicht mit dem Arm.

Bei mir sind 4 Leitungen die über 2 diseqc Schalter an 2 Receiver gehen. Gibt es da eine Obergrenze an Geräten? Oder wonach richtet sich das genau?

BID = 799614

elo22

Schreibmaschine

Beiträge: 1403
Wohnort: Euskirchen
Zur Homepage von elo22


Zitat :
chill24 hat am 23 Nov 2011 13:06 geschrieben :

Kann ich da vieleicht in der Küche an irgendein Wasserrohr?


Auf keinen Fall, die könnten aus Mehrschichtverbundrohr / Kunststoff sein bzw. durch solche ersetzt werden.


Zitat :

Oder direkt an den PE einer Steckdose


Absolutes NoGo.

Lutz

BID = 799616

elo22

Schreibmaschine

Beiträge: 1403
Wohnort: Euskirchen
Zur Homepage von elo22


Zitat :
Kabelkasper hat am 23 Nov 2011 00:03 geschrieben :

Der Potenzialausgleich ist immer vorgeschrieben.


Nein, nicht in jedem Fall nach der neuen EN.


Zitat :

Den kannst Du zur nächst gelegenen UV ziehen. Dort sollte ja die Zuleitung mindestens 4mm² aufweisen.


Für den PA reichen mitlerweile 2,5 mm².

Lutz

BID = 799618

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Die UV mußt Du nicht im Keller suchen.
Das steht für Unterverteiler und ist schlicht Dein "Stromkasten".

Gibt es eine Zentralheizung?
Woraus bestehen deren Rohre?

BID = 801670

chill24

Gelegenheitsposter



Beiträge: 67

Danke euch. Ok dass mit dem UV habe ich jetzt verstanden, also einfach mit dem PA Kabel an die PA Schiene beim Sicherungskasten. Ja eine Zentralheizung ist vorhanden, diese ist aber im Keller, 2Stockwerke tiefer. Woraus die Rohre sind weiss ich leider nicht.

Wonach richtet sich denn ob der PA gemacht werden muss oder nicht? Muss ich auch vor dem Diseqc und nach dem Diseqc PA legen? Hinter und vor Multischaltern ist klar, aber die haben auch meistens Anschlüsse dafür. Einfache Diseqc´s haben das ja nicht.

BID = 801696

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Nein, es genügt, die abgehenden Leitungen (zu den Receivern) zu erfassen.

BID = 1033502

Lightyear

Inventar



Beiträge: 7911
Wohnort: Nürnberg

Ein äußerst kompetenter Kollege hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Aussage von SAM2 weder seinerzeit noch aktuell im Einklang mit den einschlägigen Normen war oder ist.

Nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2005 sind Schirme von aus LPZ 0A ins Gebäude ein- oder austretenden Kabeln stets möglichst unmittelbar nach dem Eintritt ins Gebäude in den PA bzw. die Erdung einzubeziehen. Der PA muss auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben.

Danke Dipol für diese freundliche Korrektur!

_________________
Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


Alles unter 1000°C ist HANDWARM!

Alle Tipps ohne jegliche Gewähr, die Einhaltung aller Vorschriften obliegt dem Ausführenden!

BID = 1033550

elo22

Schreibmaschine

Beiträge: 1403
Wohnort: Euskirchen
Zur Homepage von elo22


Zitat :
Lightyear hat am 26 Jan 2018 15:17 geschrieben :

Danke Dipol für diese freundliche Korrektur!

Warum schreibt Roland das nicht selber?

Lutz

BID = 1033554

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 36085
Wohnort: Recklinghausen

Vermutlich weil der Beitrag automatisch geschlossen war.

_________________
-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

BID = 1033620

Dipol

Gesprächig



Beiträge: 158
Wohnort: Raum Stuttgart


Zitat :
Mr.Ed hat am 27 Jan 2018 17:10 geschrieben :

Vermutlich weil der Beitrag automatisch geschlossen war.

Gööönau!

Obwohl VDE 0855-1, EN 50083-1 und IEC 60728-11 von der Normenflut weitgehend verschont geblieben und die wenigen Änderungen vergleichsweise leicht überschaubar sind, gibt es - auch von EFK und in der Branche tätigen Nicht-EFK wie u. a. meiner aussterbenden RFT-Gilde, die es ja eigentlich alle besser wissen sollten, auch von der Norm mehr oder minder stark abweichende Interpretationen.

Seitdem die Reihe VDE 0855 mit CENELEC bzw. IEC harmonisiert ist, haben ausländische Normenkomitees Liberalisierungen wie z. B. die bedingte Befreiung vom PA bei nicht erdungspflichtiger Fassadenmontage oder den "temporären" Potenzialausgleich der Kabelschirme durchgesetzt. Der temporäre (also nachträgliche) PA ist nicht in allen Normausgaben gleich beschrieben, folglich gibt es auch Fehlinterpretationen.

Mit Erdungsschienen in Klemmtechnik war der temporäre PA noch problemlos möglich, aber obwohl die mega-out sind, dominieren sie noch immer die Beispielbilder der auf 94 Seiten angewachsenen DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2017-10. Es gibt noch nicht einmal einen Hinweis auf zeitgemäße Erdblöcke oder Erdwinkel. Wer Beispielbilder mit schaltbaren Universal-, Einkabel-, IP- oder LWL-LNB, Multischaltern oder Einkabelmatritzen sucht, muss in den weit moderneren anderen Teilen der Normenreihe blättern.

FAZIT:
  • Bei erdungspflichtigen Antennenmontagen ist nach Blitzschutzzonenprinzip der erste PA möglichst nahe der Schnittstelle LPZ 0A/LPZ 1, also möglichst an der Gebäudehülle, der wichtigste.
  • Bei nicht erdungspflichtigen Antennenmontagen kann - abhängig vom Querschnitt und der Belastbarkeit der Kabelschirme - ein PA der Antennen- und Teilnehmerleitungen evtl. auch nach den Kriterien der Normenreihe VDE 0100 erfolgen.
  • Blitzschutz ist Brandschutz, ein mastnaher PA verhindert bei erdungspflichtigen Dachantennen auch brandauslösende Überschläge und schützt LNB ohne galvanische Verbindung.
  • Metallische Gehäuse früher aktive Bauteile genannter netzgespeister Komponenten waren und sind immer in den PA mit einzubeziehen.
  • PRINZIP: Der PA muss auch nach Ausbau von Komponenten erhalten bleiben.
  • Selbst mit F-Steckern, deren Hülse einen Massekontakt haben, ist kein sicherer Kontakt möglich, weshalb ein provisorischer Übergangs-PA mit Krokodilklemmen an einer Erdungsspinne praktisch nicht möglich ist.

Kaum war die IEC 60728-11:2006 als deutschsprachige DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2017-10 in Kraft, gibt es trifftige Gründe für eine Revision. Zu den Neuerung gehe ich zeitnah in einem eigenen Thema ein.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Dipol am 28 Jan 2018 23:16 ]

BID = 1033627

Dipol

Gesprächig



Beiträge: 158
Wohnort: Raum Stuttgart

Zum Thema noch ein Nachtrag:


Zitat :
sam2 hat am 23 Nov 2011 00:49 geschrieben :

Wenn Deine Schüssel nicht zu weit über die Balkonumgrenzung übersteht (oder vielleicht gar nicht) ist keine Blitzschutzerdung nötig.

Das war unscharf formuliert, denn selbst Antennen innerhalb der Balkonumgrenzung können sich außerhalb der nach Gutsherrenart festgelegten sicheren Fassadenzonen mit max. 1,5 m Fassadenabstand und min. 2 m Distanz zur Regenrinne bzw. Dachkante befinden.


Zitat :
sam2 hat am 23 Nov 2011 00:49 geschrieben :
Ob PA nötig ist, hängt davon ab, ob nur eines oder mehrere Endgeräte
(SAT-Receiver) an der Antenne angeschlossen sind (hierbei zählen nicht die tatsächlich vorhandenen, sondern die anschließbaren gemäß vorhandenem Leitungsnetz).

Das entspricht dem Normenstand nach DIN 57855-1 (VDE 0855-1):1984-05. Diese Sonderregelung galt noch wohnungsübergreifend und für max. 5 Endgeräte. Die Bestimmung bei nicht erdungspflichtiger Antennenmontage wurde von < 3,5 mA(eff) abgelöst, sofern nur eine Wohneinheit angeschlossen ist.


Zitat :

DIN 57855-1 (VDE 0855 Teil 1/05.84) 6.1.2.12 :

Werden an einer Antenne nach c) oder d) ... angeschlossen, so ist ein Anschluß an einen Potenzialausgleich (vorgeschriebene Leitung: Cu, 4 mm´²) erforderlich

Darin damals noch inbegriffen TV, Radio/STEREO-Anlage, Plattenspieler, Tonband, Cassettendeck etc.

Wasser- und Heizungsrohre sind bekanntlich schon lange weder für Erdung noch PA zulässig. Als Vorgeschmack auf die Normänderungen: Nach aktueller Normenausgabe darf der PA nicht erdungspflichtiger Antennen außer an der HES auch an einem Unterverteiler angeklemmt werden, vorausgesetzt der PE ist nur an der HES mit dem Neutralleiter verbunden.

BID = 1033630

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7352

...ich hoffe mal das der Blitz bzw. das Gewitter die ganzen DIN und VDE Vorschriften, Normen und Richtlinien kennt

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...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!


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