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Wago Kurzschlusstest, Federsteckklemme hält doch was aus |
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BID = 755374
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Der Neuzustand ist wenig aussagekräftig. Da sind alle (korrekt ausgeführten) Verbindungen recht gut.
Noch dazu mit nur einem bzw. zwei Leitern je Klemmstelle.
Interessant wird es nach einigen Jahrzehnten, wenn die Schraubklemmen hübsch locker werden.
Am besten bei Aderhäufung, also z.B. 8 x 1,5er unter einer einzigen Klemmschraube...
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"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???" |
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BID = 755386
Martin Wagner Schriftsteller
     Beiträge: 768 Wohnort: Unterfranken
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Offtopic :
| Weitere Tests werden schwierig, da der Trafo eingelagert und mein Tisch wieder von meiner LED RGB Leuchte belagert wird... Aber wenn wieder mal Zeit ist, kann man die 20 Jahre mit der 8er Dosenklemme ja im Schnelldurchlauf simulieren mit Zeitschaltuhr 1/4h an/aus. |
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Martin Wagner am 19 Mär 2011 19:18 ] |
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BID = 755412
clembra Inventar
     
Beiträge: 5402 Wohnort: Weeze / Niederrhein
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Offtopic :
| Och, in so eine Hifra-Klemme gehen doch mehr als acht 1,5er rein |
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Reboot oder be root, das ist hier die Frage.
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BID = 755414
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Wie soll man den Kaltfluß von Kupfer durch Schaltvorgänge bzw. wechselnde Strombelastung nachbilden können???
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BID = 755436
Dani CEE Stammposter
   
Beiträge: 264
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Richtig
Zitat :
| Soll wohl heißen das je höher der Spannungsabfall an der Klemme, und damit je höher der Übergangswiderstand, desto höher die Verlustleistung, und damit die Erwärmung der Klemme.
Oder Einfach: Hoher Übergangswiderstand = mehr Wärme. |
so hatte ich das gedacht, je kleiner ich die "Quälspannung" mache desto kleiner ist die Verlustleistung und die Wärmeentwicklung
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BID = 755439
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Hm, aber das höchstens indirekt.
Denn die Verlustleistung ist doch nur von Strom und Übergangswiderstand abhängig. Welche Spannung am Gesamtsystem anliegt, ist dabei egal.
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BID = 755441
der mit den kurzen Armen Urgestein
     
Beiträge: 17437
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und mit Sicherheit ist der Übergangswiderstand an einer Federklemme auch nach Jahren wesentlich geringer als der einer Schraubverbindung. Da die Feder die entstehende Oxidschicht immer wieder durchdringt.
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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!
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BID = 755697
:andi: Inventar
     
Beiträge: 3224 Wohnort: Bayern
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Danke für die Versuche, Martin!
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"Gestern gings noch, da kann net viel sein"
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BID = 756025
Bartholomew Inventar
     
Beiträge: 4676
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Besten dank für die Doku, Martin
Zitat :
sam2 hat am 19 Mär 2011 21:29 geschrieben :
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Wie soll man den Kaltfluß von Kupfer durch Schaltvorgänge bzw. wechselnde Strombelastung nachbilden können???
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Ich hätte da eine wirre Theorie anzubieten:
Das vom Strom durchflossene Metall erwärmt sich an der Klemmstelle etwas mehr als der übrige Draht/die übrige Klemme. Insbesondere erwärmt sich der schlechter gekühlte Draht etwas mehr als die Klemme, die ihn (und die anderen Drähte) klemmt. Das Kupfer des Drahtes muss sich nun ausdehnen, kann das aber nur begrenzt in Richtung Klemme, weil die nicht genügend mitwächst. Also wird etwas Kupfer seitlich von der Klemmstelle weggedrückt. Wenn die Klemme dann wieder erkaltet, fehlt an der Kontaktstelle also etwas Material.
Dann ist der Anpressdruck etwas geringer als zuvor, damit ist auch der Kontaktwiderstand etwas größer, und damit Erhitzt sich der Draht beim nächsten mal wieder etwas stärker (wenn auch nur marginal).
Mit den Jahren wird die Klemmstelle so immer schlechter, bis sie dann irgendwann recht locker ist, und dann geht die Verschlimmerung merklich immer schneller voran.
Bei Federzugklemmen liegt quasi immer der gleiche Anpressdruck vor, daher gibt's da keine meßbare Alterung der Klemmstelle.
Gruß, Bartho
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BID = 756168
Martin Wagner Schriftsteller
     Beiträge: 768 Wohnort: Unterfranken
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Da noch Interesse am Normallast-Versuch besteht, habe ich das eben nochmal aufgebaut.
Es ist der Kampf (von links) Baumarktlüsterklemme vs. lockere Reihenklemme vs. vollbelegte, feste Reihenklemmme vs. ich-denke-mal-jeder-weis-was-unter-dem-Isolierband-ist vs. Elfa H16 bei einem Strom von 25A. Wer zuerst unterbricht, gewinnt  .
Erwartungsgemäß ist der Spannungsfall über der lockeren Klemme am höchsten (und am wackelempfindlichsten  ). Übertroffen wird er nur noch von dem Spannungsfall an dem H16.
Mal schauen, was bei rauskommt, der Test dauert jetzt etwas länger als bei 100A...
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BID = 756192
Martin Wagner Schriftsteller
     Beiträge: 768 Wohnort: Unterfranken
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Erwartungsgemäß hat der H16 das Rennen gewonnen nach ca. 60 Minuten. Bei den Klemmen ist nichts spektakuläres passiert. Ist auch nicht weiter verwunderlich da nur ein Aufheizvorgang und alle Adern frisch abisoliert...
Und wenn wir schon dabei sind, nochmal den Kurzschlusstest, mit mehr "Erfolg". Diesmal ist das 1,5mm² aus der Lüsterklemme rausgebrannt, die lockere Klemme hat sich scheinbar verschweißt und die feste Reihenklemme hat sich recht unbeeindruckt gezeigt von 2 Minuten bei 100A. Und an der Pfuschklemme (die im Frischzustand natürlich eine riesige Klemmfläche hat) ist sogar noch das Coroplast weitestgehen heile geblieben
Mal schauen, ob ich noch irgendwo leicht anoxidiertes Kupfer habe...
Gruß Martin
Edit: Bild vergessen...
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Martin Wagner am 23 Mär 2011 21:07 ]
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BID = 756201
Bartholomew Inventar
     
Beiträge: 4676
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Zitat :
| | Mal schauen, ob ich noch irgendwo leicht anoxidiertes Kupfer habe... |
Nimm doch gleich das stärker korrodierte aus dem letzten Bild
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BID = 756207
IC-Killer Schriftsteller
    
Beiträge: 635 Wohnort: Stuttgart
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Also ich möchte Martin hier mal ganz dick loben für die Arbeit, die er in diese "Grundlagenforschung" steckt.
Solche "Experimentchen" kann (und vielleicht will) nunmal nicht jader Zuhause nachmachen (bei mir ist das dickste Netzteil mit 30V/10A am Ende.
Aber das Interesse so etwas "selbstverständliches" wie eine Klemm-/Schraubverbindung mal auf Alltagstauglichkeit und Übergangswiderstand bzw. wie arg "kokelt" es zu Testen finde ich echt toll.
Dehalb ein großes  ,  und Danke.
Gruß IC-Killer
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BID = 756383
henryunsen Gesprächig
  
Beiträge: 196 Wohnort: Hameln Ortsteil Unsen
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Jetzt würde mich allerdings interessieren, wie sich dabei die amerikanischen "wire-nuts" benehmen, also diese Drehhütchen mit konischer Feder drin, die man auf die "angespitzten" Enden dreht und die dann diese Enden kräftig verrödeln und dank konischer Form zusammenpressen. Teilweise haben die Dinger ja VDE Zeichen...
(Nicht, daß ich sie besonders liebe, beim Lösen zum Prüfen usw. sind sie der letzte Mist. Alu-Presshülsen sind aber auch Einweg...)
Steht der Versuchaufbau noch und könnte man so eine Verbindung möglichsst mit unterschiedlichen Querschnitten drin noch dazwischenschalten?.
Henry
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