Zitat :
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| stolperte ich auch über eine angegebene Lebensdauer von 2000-5000 Stunden. Kann das wirklich stimmen, das ist ja nur wenig mehr als ein halbes Jahr? |
Ja und nein.
Dieser Wert gilt für die höchste Betriebstemperatur, und am Ende dieser Zeit steht nicht der Totalausfall, sondern der Kondensator ist dann garantiert nicht schlechter, als bestimmte im Datenblatt genannte Werte, hauptsächlich für den ESR.
Die Mehrheit dieser Kondensatoren sind dann also garantiert noch "gut".
Nach einer Faustformel kann man für jeweils 20°C niedrigere Temperaturen mit einer Verdoppelung der Lebensdauer rechnen.
Zitat :
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| Kann ich eigentlich auch die erhältliche Grösse nehmen und über kurze (<5cm) Drähte an die Platine anschließen |
Das solltest du nicht tun, denn mit derartig langen Drähten erhöhst du den Wert für die ESL.
Das ist insbesondere auf der Sekundärseite von Schaltnetzteilen problematisch, weil dort sehr hohe Stromänderungsgeschwindigkeiten herrschen.
U.U. kann man auch eine Parallelschaltung von zwei Kondensatoren verwenden. Der Erste mit einer kleineren Kapazität, sitzt genau da wo er gebraucht wird, während der Grössere mit etwas längeren Drähten angeschlossen werden darf.
Da die die Bauelemente tendenziell immer kleiner werden, solltest du lieber einen Elko nehmen, der mechanisch passt und z.B. eine höhere Nennspannung hat. Auch eine um 30%..50% höhere Kapazität dürfte noch akzeptabel sein.
Besonders wichtig ist es aber bei einer solchen Anwendung, dass du Elkos mit niedrigem ESR einbaust.
Für die Elkos mit einer 105°C Temperaturspezifikation trifft das meist zu, aber bei 85°C Elkos oder ganz ohne eine solche Angabe ist Vorsicht bzw. ein Blick ins Datenblatt geboten.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 30 Dez 2009 22:34 ]