Hallo zusammen,
ausgehend von diesem Thread:
https://forum.electronicwerkstatt.d.....&
start=0&pid2=609568&zeige=#id609568
habe ich noch eine abschließende Frage.
Sam2 schrieb:
Zitat :
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Die Parallelschaltung des Körpers kann man da erstmal vernachlässigen,
weil sein Widerstand deutlich höher sein sollte als der Erdungswiderstand des
satten Körperschlusses über den Schutzleiteranschluß des Gehäuses. Es bildet
sich ein Spannungsteiler: Im TN liegt dann am Gehäuse bis zur Abschaltung rund
die halbe Strangspannung an, also im üblichen Falle 115V gegen Erde. |
Das bedeuted aber doch, daß bezogen auf den Spannungsteiler der Reihenschaltung
mit Erde hier der Trafosternpunkt und nicht der Fußboden, auf dem ich stehe,
gemeint sein muß.
Der Spannungsfall an der Strecke zwischen Gehäuse und Fußboden
macht hier nur einen Teil der unendlich vielen Teilspannungen aus, die
zusammenaddiert wieder 230 Volt ergeben.
Nehmen wir an, wir befinden uns im TN Netz.
In meiner Hand liegt das SK1 Gerät, an dessen Gehäuse im Moment des Fehlers 115
Volt gegen den Trafosternpunkt anliegen. Ich stehe nackten Fußes auf einem
Stahlträger, der über 10 mm2 Kupfer mit dem Hauptpotentialausgleich verbunden
ist.
Nun frage ich mich, wieviel Spannung an mir anliegt?
Es besteht zusätzlich eine Parallelschaltung zwischen
R1 = Gehäuse-PE-Hausanschluss-PEN
UND
R2 = Gehäuse-Mir-Stahlträger-PA-Schiene-Hausanschluss-PEN
Der Gesamtwiderstand dieser Parallelschaltung ist kleiner als der kleinste
Teilwiderstand:
R12 < R1
R12 ist sehr klein =>
Strecke Trafo => Fehlerstelle => Trafo = 1000m
Strecke Fehlerstelle => Hausanschluss = 10m
R12 ist also kleiner als 1/100 des Gesamtwiderstands der Reihenschaltung
(Trafo L1 - R12 - Trafo Sternpunkt)
was darauf hinausläuft, das an mir lediglich
< 2,3 Volt anliegen.
Mein Denkfehler liegt wahrscheinlich darin, das ich von einer Parallelschaltung
ausgehe, die nicht existiert, d.h. es liegen an mir trotzdem 115 Volt an?
Danke und Gruß, getagrip
[ Diese Nachricht wurde geändert von: getagrip am 27 Dez 2009 20:35 ]