Hallo Forum
wie ihr sicher sehen könnt, bin ich neu. Ich hab so einige Probleme gehabt mich hier zurecht zu finden. Ich hoffe ich poste nicht im völlig falschem Bereich.
So nun aber zu meinem Probelm:
Ich habe mehrere alte analoge Spiegelreflexkameras dich auch auch noch regelmäßig benutze. Da die Kameras schon ziemlich in die Jahre gekommen sind (Baujahr 1961 - 1985), haben die natürlich so ihre Macken.
Zum einen - und das ist das Problem bei dem ich hoffe das mit hier geholfen werden kann - arbeiten die Verschlusszeiten (oder Belichtungszeiten) nicht mehr richtig. Will heißen sie sind zu lang. Falls die Frage aufkommen sollte woher ich das weis, man sieht das auf den Bildern - diese sind überbelichtet.
Kurz was zu meiner (lieblings) Kamera. Es ist eine Minolta 303b ohne Autofokus. Alle Verschlusszeiten werden noch mechanisch erzeugt. Folgende Verschlusszeiten sind möglich 1/1000; 1/500; 1/250; 1/125; 1/60; 1/30; 1/15; 1/8; 1/4; 1/2 und 1 Sekunde.
So nun wollte ich mal wissen, wie genau meine Verschlusszeiten eigentlich arbeiten. Dazu habe ich mich schon in einem Fotoforum erkundigt und interessante Infos bekommen:
Ein Verschlusszeitenmesser!
Kurz gesagt, der besteht aus einer Fotodiode, ein par Widerständen, einer Stromquelle und einem Klinkenstecker. Das ganze funktioniert indem die Fotodiode bei geöffneter Rückwand hinter dem Verschlussvorhang positioniert wird. Die Fotodiode ist in einem Schaumstoffwürfel eingefasst der Lichteinfall verhindert. Der Klickenstecker hägt an meinem Rechner. Wenn ich nun die Kamera auslöse, öffnet sich die Rückwand und Licht fällt auf die Fotodiode und ein Strom fließt. Über den Rechner kann ich nun den Ausschlag mit einem Soundprogramm aufnehmen bzw. die Länge des Ausschlages messen. Somit erhalte ich meine Verschlusszeit. (ich hoffe das ich das soweit ordentlich erklärt habe)
Hier mal ein Link zu einer Bauanleitung mit Schaltplan:
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Es handelt sich dabei um eine einfacher Verstärkeschaltung (nicht das ich das selbst weis - es steht nur im Text).
Um an mein Ziel zu kommen - meine Verschlusszeiten zu messen - zu erreichen, habe ich also die Schaltung nachgebaut (ich hab die linke, die einfache Schaltung gebaut). Anfangs hatte ich auch erfolg. Ich hatte interesante Ergebnisse. Meine Zeiten lagen alle etwa 25-35% über der eigentlich gewählten Zeit.
Naja ich hab dann irgendwass kaputt gemacht. Nach dem neu zusammenlöten bekomm ich jetzt föllig dämliche Ergebnisse. Zum Teil sind die Zeiten vier mal so lang wie sie seinen sollten.
Naja auch dass ist egal. Ich werde nämlich nochmal ganz von vorne Anfangen.
ABER - und hier hoffe ich auf Hilfe - ich hab vorher noch ein par offene Fragen.
1. Ich hab kein Plan davon, wie genau und wie schnell so eine Fotodiode arbeitet. Meine Überlegung war, gibt es viellicht eine "bessere" bzw. "schnellere" Fotodiode als die/der/das 'BPY 62' ???
2. Warum macht man überhaupt eine Verstärkerschaltung? Ist es nicht einfacher die Fotodiode mit der Stromquelle und dem Stecker (evtl. noch mit einem Widerstand) in einen einfachen Stromkreis zu packen???
3. Kann mit evtl. jemand erklären, warum der Ausschlag erst positiv (über die Nulllinie) und dann negativ (unter die Nulllinie) wird??? [zur Veranschaulichung hier mal ein Bild aus der Anleitung]
Und warum ich so messen muss wie auf dem Bild (vom Nullpunkt bis zum niedrigsten Punkt)???
Bild eingefügt
So ich hoffe ich stell mich nicht zu dämlich an. Naja vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Thx
Surkan