Also ist das doch ein ganz gewöhnliches Relais 2x Um.
Zitat :
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| Mit was soll ich aber die Ströme I_pull und I_down liefern? |
Da so ein Relais eine gewisse Hysterese hat, benötigt es zum Anziehen des Magnetankers eine deutlich höhere Stromstärke als zum Halten.
Deshalb geben die Hersteller einen Minimalwert für den Strom an, der benötigt wird, damit das Relais garantiert anzieht (I_pull), sowie einen Stromwert, bei dem das Relais noch garantiert angezogen bleibt (I_hold), sowie einen Strom(I_down), bei dessen Unterschreitung das Relais garantiert abfällt.
Größenordungsmäßig liegt der Haltestrom bei etwa 50% des Nennstromes und der Rückfallstrom ist um nochmal die Hälfte geringer.
Diese Verhältnisse sind aber konstruktiv bedingt verschieden, und deshalb fragte ich nach dem genauen Typ des Relais und nicht nach der Bezeichnung des Modells.
Der letzte Wert interessiert normalerweise auch nicht, da man den Erregerstrom für den abgeschalteten Zustand in aller Regel =0 wählt.
Spannungsquelle und Treiberschaltung müssen also nur so gewählt werden, dass einerseits der zum Anziehen benötigte Mindeststrom sicher erreicht wird, und die Magnetspule andererseits thermisch noch nicht überlastet wird.
Der Einfachheit halber gibt der Hersteller deshalb eine Nennbetriebsspannung für die Erregerwicklung an, die beide Kriterien erfüllt.
Daß die 3,5V oder allenfalls 5V, die ein TTL-Ausgang liefern kann, nicht zum Betrieb eines Relais ausreichen, dessen Spule für 60V ausgelegt ist, dürfte selbst einem angehenden Informatiker einsichtig sein.