LED-Ringblitzlicht

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LED-Ringblitzlicht
Suche nach: led (31629)

    










BID = 1089334

mic_neu

Gerade angekommen


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Wohnort: zwischen Nemmberch und Naimakk...

Hallo,
jetzt kommt wieder die Jahreszeit, wo man sich mehr drinnen als draußen aufhält und auch das Fotohobby muß mit nach innen umziehen.

Ich habe mir vor einiger Zeit einen relativ günstigen LED-Ringblitz für Makroaufnahmen angeschafft. Er wird derzeit von 4 NiMH-Akkus betrieben (Umbau auf 2 Zellen LiPo geplant). Es sind im Blitz zwei Ringe a je 24 weiße LEDs, jeweils einzeln schaltbar verbaut. Die Helligkeit ist - na ja... - verbesserungsfähig. Als erstes werde ich die LEDs gegen 36000 mcd-LEDs von Reichelt austauschen (334-15/F1C1-1XZA/EU). Damit sollte sich schon eine deutliche Helligkeitssteigerung ergeben. Da das Gerät keine Verbindung zur Kamera besitzt, schaltet man es ein und dann leuchtet das Teil solange, bis man es nach dem Fotografieren wieder ausschaltet. Es ist also weniger ein Ringblitz, als eher eine Ringleuchte. Das ist aber beispielsweise insbesondere beim Fotografieren von Insekten nicht optimal, da sie durch das helle Dauerlicht recht schnell flüchten, was z.B. fürs Fokus-Stacking natürlich fatal ist. Ideal wäre es, wenn man das Gerät wie einen "richtigen" Blitz auslösen könnte, das stört "die Herrschaften" seltsamerweise überhaupt nicht, wie die Fotografiererei draußen mit einem "richtigen" Blitz gezeigt hat..

Könnte man dies realisieren, würde man außerden die LEDs im Impulsbetrieb betreiben können, wo sie lt. Datenblatt anstelle der max. erlaubten 30mA bei 3,3V nunmehr kurzzeitig (< 0,1 Sekunden) 100mA aufnehmen dürfen - und damit natürlich auch bedeutend heller leuchten. Diese ungefähr 0,1 Sekunden wären ausreichend lang für’s Belichten.

Die Verbindung zur Kamera würde über den Mittenkontakt im Blitzschuh hergestellt werden. Das Auslösen des Blitzlichts geschieht mechanisch durch einen Schalter in der Kamera, der vom Verschluß im Moment der vollen Öffnung betätigt wird (oder elektronisch), d.h. die Gehäusemasse des Fotoapparates (außen am Blitzschuh) wird durch den Schalter gebrückt und auf den mittleren Kontakt gelegt. Dieser kurzzeitige Kurzschluß zieht die im aufgesteckten Blitzlicht an dessen Blitzfuß anliegende Spannung auf 0, was die Blitzlichtelektronik zum Auslösen des Blitzes bringt.

Hier ist so ein Prinzipschaltbild aus Wikibooks:

https://upload.wikimedia.org/wikibo.....t.png

Zum Zünden der Blitzröhre wird im Blitz Hochspannung (ca. 4kV) erzeugt. Diese Hochspannungserzeugung zieht sich quer durch die ganze Schaltung, weshalb ich sie leider nicht nutzen kann. Auch das Opfern eines vorhandenen älteren Blitzes wäre deshalb wohl umsonst.

Meine Betriebsspannung liegt zwischen 6,5 - 8,4 V - je nach Ladezustand der Akkus. Ich bräuchte also eine Schaltung, die im Moment des Kontaktschlusses im Mittenkontakt die LEDs kurz (< 0,1 Sekunden) aufblitzen läßt. Die damit möglichen 100mA-Pulse durch die LED kann ich durch geeignete Auswahl des Vorwiderstandes einstellen.

Um über einigermaßen reproduzierbare Lichtverhältnisse zu verfügen, hab' ich mir bei amaz.. einstellbare getaktete Spannungsregel-Module (L2596S) geholt, mit denen ich für das Blitzlicht eine stabile Betriebsspannung einstellen kann.

Im Moment des Blitzens fließen derzeit (unverbastelt) bei 6V Betriebsspannung durch die LEDs insgesamt 1,1A. Im Impulsbetrieb wäre das etwa 3mal so viel.

Meine Suche im Netz war leider ergebnislos. Käuflich erhältliche richtige LED-Ringblitze sind recht teuer und von denen findet man natürlich nirgends einen Schaltplan "zur Ideengewinnung". Auch bei Elektor hab' ich nichts passendes gefunden.

Multimeter und Oszi sind bei mir vorhanden, auch weiß ich, „wie herum man den Lötkolben hält“.

Danke für’s Lesen, ich hoffe, man kann erkennen, was ich meine.

Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich soetwas realisieren könnte.

Tschüß
Michael



[ Diese Nachricht wurde geändert von: mic_neu am  1 Nov 2021  0:22 ]

BID = 1089335

BlackLight

Inventar

Beiträge: 4713

 

  


Zitat :
Käuflich erhältliche richtige LED-Ringblitze sind recht teuer [...]
Wie viel? 50€? 100€? 500€? mehr?

Aber wenn ich die Frage richtig verstehe, soll ein normalerweise "offen" Signal (gegen Masse) invertiert werden und dann eine DC-Last von 1-2 A geschaltet werden

Ich würde das wohl mit einem invertierenden MOSFET-Treiber und einem kräftigen Logiklevel n-MOSFET umsetzten.
Oder soll die Länge des Blitzes einstellbar sein? Da nach Fähigkeit einen NE555 oder µC nutzen?

P.S.
So wie ich verstehe ist das zur privaten Nutzung und Hobby-Zeit spielt keine Rolle?

P.P.S.
Mag zwar Haarspalterei sein, aber hierzu noch ein Kommentar/Frage:

Zitat :
Die damit möglichen 100mA-Pulse durch die LED kann ich durch geeignete Auswahl des Vorwiderstandes einstellen.
Ein Vorwiderstand pro LED-Kette oder für alle LEDs?
Auch sind die 100 mA die "Absolute Maximum Ratings" bei Idealbedingungen (Ta=25℃) und nur für 100 µs alle 1 ms?
Normalerweise sollte man nie da hin gehen. Wird das ein Makroblitz? Da wäre mir wohl die Lumen-Effizienz wichtiger als der Öffnungswinkel (cd) der LED.

Auch musst die Spannungsquelle den Stromstoß liefern können. Bei einem China-LM2596-Modul hätte ich da so meine Bedenken. Kann man die LED-Verschaltung auf Ketten mit z.B. 8-10 LEDs in Reihe umbauen? Dann mit einem Booster die Spanung hochsetzten. Dann sollten einerseits weniger Verluste in den Vorwiderständen anfallen, der FET muss weniger schalten und ein Elko speichert viel mehr Energie.








BID = 1089337

mic_neu

Gerade angekommen


Beiträge: 11
Wohnort: zwischen Nemmberch und Naimakk...

"Wie viel? 50€? 100€? 500€? mehr?

Aber wenn ich die Frage richtig verstehe, soll ein normalerweise "offen" Signal (gegen Masse) invertiert werden und dann eine DC-Last von 1-2 A geschaltet werden

Ich würde das wohl mit einem invertierenden MOSFET-Treiber und einem kräftigen Logiklevel n-MOSFET umsetzten.
Oder soll die Länge des Blitzes einstellbar sein? Da nach Fähigkeit einen NE555 oder µC nutzen?

P.S.
So wie ich verstehe ist das zur privaten Nutzung und Hobby-Zeit spielt keine Rolle? "


Hallo, danke für die Antwort.

Ein "richtiger" Ringblitz (z.B. Metz) kostet so ab 250€ aufwärts. Für die Hobbykasse eines "Neurentners" ( eine arge Belastung, die man vielleicht durch Selbstbau deutlich minimieren kann.

Ein Schwachpunkt von Billigmodellen ist neben dem Einsatz von "suboptimalen" LEDs (Farbtemperatur, Helligkeit) der Innendurchmesser des Rings. Dummerweise wird hier am meisten gespart. Die Geräte werden in das Filtergewinde vorne am Objektiv eingeschraubt, der Blitz sitzt dann etwas vor dem Objektiv und schattet es (bei einen zu geringen Durchmesser) mehr oder weniger ab, was natürlich unerwünscht ist...

Die Blitzzeit kann auch noch kürzer sein, als die genannte Zehntel Sekunde, ein (System-)Elektronenblitz blitzt so ca. 1/10000 Sekunde lang und wird von der Kameraelektronik dann auch noch abgeschnitten, wenn die erforderliche Belichtung erreicht ist. Derartigen "Luxus" böte eine Selbstbaulösung nicht, da kann man allerdings viel durch Verändern der Belichtungsparameter an der Kamera ausgleichen. Das ist ja keine Schnappschuß-Fotografie, sondern solche Aufnahmen werden immer ausreichend vorbereitet.

Die Länge des Blitzes soll nicht einstellbar sein, er soll immer mit voller Leistung verzögerungsfrei arbeiten. Durch den Einsatz von "richtigen" Makro-Objektiven hat man wahlweise einige Fluchtdistanz zum Motiv aber die Beleuchtung nimmt ja im Quadrat der Entfernung ab...

Über den/die Vorwiderstand/e mach' ich mir erstmal keinen Kopf. Ein 5W-Widerstand sollte das aushalten. Durch die erfahrungsgemäß nicht sehr hohe Blitzfolge (> ca. 5 Sekunden) hätte er gar keine Zeit zum heiß werden/durchbrennen. Insbesondere beim Stacking beträgt die Zeit noch deutlich mehr. Wie gesagt, "Fotografieren" und nicht schnell schnell mal ein paar Bilder durchlaufen lassen... Wenn man an einem Nachmittag Material für zwei oder drei wirklich gute Bilder beieinander hat, dann war man gut. Es muß dann ja auch noch immer das Motiv mitspielen...

Wie sähe denn so ein Mosfet-Treiber mit MosFET-Endstufe schaltungstechnisch aus? Ich möchte ergänzen, daß ich auch noch eine Schwäche für bestimmte Vintage-HiFi-Geräte habe, die oft nur noch defekt erhältlich sind und repariert werden wollen. Derartige Reparaturen stellen nach vielen Jahrzehnten kein Problem mehr dar, bei der Konzipierung/Neuauslegung einer Schaltung, wie hier benötigt, würde ich allerdings meine Grenzen überschreiten, niemand kann alles. Drum frage ich hier nach.

Ich freu' mich über hilfreiche Vorschläge.

Tschüß
Michael

BID = 1089338

mic_neu

Gerade angekommen


Beiträge: 11
Wohnort: zwischen Nemmberch und Naimakk...

Noch ein Nachtrag. Eine Wunschlösung wäre natürlich die Verwendung eines vorhandenen Aufsteckblitzes o.ä., davon habe ich genug. Aber einfach anstelle der Blitzröhre dann den LED-Ring anschließen geht nicht, dort liegen 4kV und mehr an... - sicherlich suboptimal für LEDs.

Da aber die Blitze schaltungstechnisch im Beleuchtungsteil so beschaffen sind, daß der Aufbau der Hochspannung, der Ablauf beim Auslösen und das Löschen des Thyristors durch die Kamera alles Hand-in-Hand greifen, würde bei Herausnahme eines Teiles (z.B. Hochspannungserzeugung) dann das ganze restliche Gerät nicht mehr funktionieren (schon ausprobiert).

Bei manchen teuren käuflich erhältlichen Exponaten sind auch manchmal vorne im Ring nur zwei kleine Elektronenblitzröhren drin, die dann so ähnlich arbeiten, wie ein Zangenblitz, aber da schaut es im Zweifelsfall mit der gleichmäßigen Ausleuchtung problematisch aus, da sind die LED-Ausführungen schon sehr klar im Vorteil.

Auch die Verwendung des genannten Spannungsregler-Modules sollte doch bei Verwendung eines am Ausgang eingefügten ausreichenden Elkos kein Problem mit der (ja nur sehr kurzen) Stromlieferung sein.

Man sieht, daß so ein alter, in Ehren ergrauter Knipsateur schon weiß, was er gerne hätte...

Tschüß

BID = 1089340

Ltof

Inventar



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Zitat :
mic_neu hat am  1 Nov 2021 08:53 geschrieben :

... dort liegen 4kV und mehr an...

Die 4 kV sind nur zum Zünden der Blitzröhren. Die eigentliche Arbeitsspannung der Röhre liegt bei "nur" wenigen hundert Volt. Die Elektronik würde es vorab vermutlich nicht merken, wenn die Zündspule deaktiviert wäre. Der Blitz merkt es höchstens, dass er nicht blitzt.

Grundsätzlich wäre ich aber vorsichtig mit Experimenten mit alten Blitzgeräten und modernen Kameras. Am Blitzschuh lag früher direkt die Kondensatorspannung an. Modernere Kameras mögen die hunderte von Volt ggf. übel nehmen.

Zwischen modernen Kameras und Blitzen findet u.U. mehr Kommunikation statt als nur das Auslösen und Stoppen des Blitzes.


Zitat : ... Löschen des Thyristors ...

Das wäre Technik von vor über 50 Jahren. Gibt es noch Thyristorblitze? Seit es entsprechend spannungs- und stromfeste, bezahlbare Transistoren und erst recht seit Existenz der IGBTs gibt es keinen Grund mehr, Thyristorblitze auf den Markt zu bringen. Die ersten lichtgesteuerten Thyristorblitze haben noch mit der Brechstange gearbeitet und überschüssige Energie des Kondensators einfach kurzgeschlossen und verbraten. Später wurde mit Löschen des Schaltthyristors und dann mit Transistoren (bipolar bzw. IGBTs) gearbeitet.

Die Lichtmenge eines LED-Blitzes würde ich ggf. über die gespeicherte Energie steuern und immer alles auf die LEDs geben. Das wäre mein erster Ansatz. Mit der Kapazität der Kondensatoren und der Spannung lässt sich die Energie einstellen und man kann sich sicher sein, dass genug Strom fließt. Einfach eine zuschaltbare Batterie von Kondensatoren bereitstellen.


BlackLight hat am  1 Nov 2021 06:45 geschrieben :

... Da wäre mir wohl die Lumen-Effizienz wichtiger als der Öffnungswinkel (cd) der LED. ...



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BID = 1089343

BlackLight

Inventar

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> Wie sähe denn so ein Mosfet-Treiber mit MosFET-Endstufe schaltungstechnisch aus?


So?
Der MOSFET-Treiber(U1) und der MOSFET(Q1) sind nicht so kritisch bei der Auswahl. Nimmt man was man rumliegen hat oder einfach dran kommt. Sollten halt die Spannungen und Ströme aushalten.

Mit R1 und R2 müsste man etwas spielen und an die gewünschte Schaltzeit/schwelle anpassen. Wenn es zu schnell geht könnte man über eine externe Gate-Source-Kapazität nachdenken.


Offtopic :

Zitat : Ltof hat am  1 Nov 2021 10:29 geschrieben :
> Lumen-Effizienz

Ich wollte drauf hinweisen, dass der "Antennengewinn" durch die Linse nichts über den Wirkungsgrad (elektrisch zu optisch) der LED aussagt.

Wäre wie wenn man ein Funkgerät(+Antenne) mit der dBi-Angabe anpreist als mit der dBm-Leistung.

Siehe z.B. https://ledtipps.net/lichtstaerke-in-candela/

Zitat :
Da die Lichtstärke das von einem Leuchtmittel ausgesendete Licht beschreibt, spricht man auch von einer Sendegröße.

Die meisten LED Lampen und sonstigen Leuchtmittel strahlen ihr Licht nicht rundum gleichmäßig ab. Je nach Raumwinkel liegt eine andere Lichtstärke vor. Das trifft sowohl auf Spots mit engem Abstrahlwinkel als auch auf Rundstrahler zu.



BID = 1089346

Ltof

Inventar



Beiträge: 8885
Wohnort: Hommingberg

Ja, alles klar. Ich stimme Dir zu. Diese "Taschenlampen" mit ihrem gebündelten Strahl sind vielleicht innerhalb des Strahls sehr hell, aber nicht unbedingt besser für den angedachten Zweck geeignet. Wenn's ganz dumm läuft, sind sie wesentlich schlechter.

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BID = 1089348

Murray

Inventar



Beiträge: 4212


Zitat :
Ltof hat am  1 Nov 2021 10:29 geschrieben :
... Am Blitzschuh lag früher direkt die Kondensatorspannung an. Modernere Kameras mögen die hunderte von Volt ggf. übel nehmen.


Das mag ich bezweifeln. Warum sollte die dort auch anliegen.
Wenn ist da eine möglicherweise hohe Triggerspannung/Zündspannung.

BID = 1089349

Ltof

Inventar



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Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Natürlich liegt dort nicht direkt der Speicherelko an. Allerdings eine Spannung in der Größenordnung seiner Spannung. Ich habe gerade an einem "Osram Sunnyboy" gemessen (ein Miniblitz mit Leitzahl 11, der aus einer AAA-Zelle gespeist wird). Am Schuh liegen 160 Volt an.

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BID = 1089350

rasender roland

Schreibmaschine



Beiträge: 1527
Wohnort: Liessow b SN

Es gibt auch ganz simple Schaltungen für optische Slaveauslöser. Da stellst du den Kamerablitz dann auf 1/128 und derlöst dann triggert dann den Slave. Habe zwei Stück davon im Einsatz. Funktioniert topp.Man muss nicht an die Kamera bei, und den Slave irgendwo hinstellen.

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Rasender Roland

BID = 1089355

nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 8690
Wohnort: Alpenrepublik

Per Zufall bin ich auf ein Projekt gestoßen, welches man sich ja mal ansehen (und nachbauen) kann.
Auf jedem Fall haut es da ordentlich Licht raus, wenn man will und die Farbtemp. lässt sich auch einstellen. Der Preis wäre mE in Ordnung.

*** Click mich **



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0815 - Mit der Lizenz zum Löten!

BID = 1089359

BlackLight

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Beiträge: 4713


Offtopic :
@nabruxas:
Igit, Kickstarter.
Ein Projekt für 30 € lief gut, bei der 190€-"Spende" warte ich seit 5 Jahren auf das Produkt...
Am Geld kann es nicht gelegen haben. Ziel war $100k, bekommen haben sie $1M. Die Partner haben sich offensichtlich zerstritten und lieber ein Qi-Ladegerät angefangen zu entwickeln als die Uhr selber.

Das hier schaut mir auch etwas danach aus. Zig Design-Awards wie bei vielen anderen gefloppten Produkten auch.
Wenigstens nutzen sie RGBWW-LEDs und keine reinen RGB.
Dann wird sich wohl jemand mal den Schattenwurf einer RGB-LED angeschaut haben und dass sich ein CCD-Farbfilter evtl. etwas anders verhält als ein untrainiertes Auge.

BID = 1089364

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Es ist also weniger ein Ringblitz, als eher eine Ringleuchte. Das ist aber beispielsweise insbesondere beim Fotografieren von Insekten nicht optimal, da sie durch das helle Dauerlicht recht schnell flüchten, was z.B. fürs Fokus-Stacking natürlich fatal ist.
Wie machst du denn Stacking, wenn das Vieh nach dem ersten Blitz weg ist?

Ansonsten würde ich bei der Blitzröhre bleiben.
Nicht nur, weil LED nicht hoch überlastbar sind, sondern weil die Farbqualität (Kontinuum) des Xenonblitzes besser ist.
Weisse LED bestehen bekanntlich aus einer blauen LED und einer davon angeregten Konversionsschicht, die ein paar langwelligere Banden emittiert.
Die blaue LED ist schnell, man kann sie ein paar Millionen Mal pro Sewkunde ein und ausschalten, aber die verschiedenen Phosphore in der Konversionschicht haben unterschiedliche Anstiegs- und Abfallzeiten (Nachleuchten).
Das wird besonders dann stören, wenn auch noch der Kamerasensor die Belichtungszeit begrenzt. Dann bekommst du wahrscheinlich je nach Belichtungszeit unterschiedliche Farbstiche.

Die hohe Auslösespannung der alten Blitzgeräte, da wurde ein auf ca. 300V geladener Kondensator in die Zündspule entladen, sollte kein Hinderungsgrund sein. Erstens kann man das mit einfachen elektronischen Mitteln in den Griff bekommen, und zweitens dürften modernere Geräte, die den Blitzstrom mittels IGBT abschalten, "elektronikfreundlichere" Spannungen benutzen.




[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  1 Nov 2021 16:30 ]

BID = 1089367

Ltof

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Zitat :
perl hat am  1 Nov 2021 16:28 geschrieben :

Die hohe Auslösespannung der alten Blitzgeräte, da wurde ein auf ca. 300V geladener Kondensator in die Zündspule entladen, sollte kein Hinderungsgrund sein. Erstens kann man das mit einfachen elektronischen Mitteln in den Griff bekommen, und zweitens dürften modernere Geräte, die den Blitzstrom mittels IGBT abschalten, "elektronikfreundlichere" Spannungen benutzen.

Die Warnung galt auch nur der Kombination alter Blitz mit moderner Kamera.

Hier noch ein kurzer Abriss Xenon-Blitz vs. LED:
https://www.phoxene.com/wp-content/.....D.pdf

Vor einiger Zeit hab ich eine Art "Blitzdings" für IR-LEDs gemacht. Ich müsste direkt mal nachsehen, ob da noch ein Exemplar vorhanden ist. Das ließe sich schnell auf weiße LEDs und Fotoanwendung umstricken. Dafür würde ich dann z.B. die LEDs benutzen:
https://www.reichelt.de/led-5-mm-be......html
Die sind m.E. deutlich besser geeignet als die von mic_neu angedachten "Taschenlampen".



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(Hanlon’s Razor)

BID = 1089368

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Dafür würde ich dann z.B. die LEDs benutzen:
https://www.reichelt.de/led-5-mm-be......html
Na ja, der maximal zulässige Impulsstrom von 200mA für maximal 10ms gegenüber 80mA Dauerstrom scheint mir nicht so der grosse Bringer zu sein.
Bei 3,5V Flußspannung wären das gerade mal 0,7W Eingangsleistung.
Selbst wenn du 100 Stück davon nimmst, gibt das nur 70W, und die Energie in dem maximal erlaubten 10ms beträgt 0,7J.

Vergleichweise haben selbst kleine Elektronenblitze Kapazitäten von 100µF, die sie auf 320V aufladen.
https://www.pollin.de/p/camion-phot.....10686

Die Blitzröhre entlädt diese Kapazität in ca 1ms auf 80V und setzt in dieser Zeit 4,8J mit knapp 5kW um.
Selbst wenn man den wahrscheinlich besseren Wirkungsgrad der LED berücksichtigt, kann sie da mit ihren 70W (bei 100 Stück!) nicht mithalten.




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