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BID = 781236
tool Gerade angekommen
Beiträge: 10 Wohnort: Hochdonn
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Hallo Leute,
ich bin seit langem auf der Suche nach einer für mich tauglichen Schaltung für ein Labornetzteil.
Nach reichlicher Recherche bin ich fündig geworden:
Funkschau 1973
Laut Artikel lässt sich das Netzteil ja individuell anpassen.
Ich würde es gerne für ein Spannungsbereich von 0-50V und einen Strombereich von 0-5A aufbauen.
Ein passender Kühlkörper, 6*10000µF/100V Elkos und ein Trafo mit 46,5V/6A sekundär sind schon vorhanden.
Leider habe ich gelesen, dass es Probleme mit einem Potentiometer geben kann. Angeblich soll das Strom oder Spannungspoti abrauchen und es liegt dann die volle Spannung am Ausgang des Netzteils.
Vielleicht könnte ja mal jemand drüberschauen und sagen, ob es irgendwo brisante Stellen in der Schaltung gibt?
Wäre halt schon gern sicher, ob das ganze stabil läuft und man auch lange seine Freude dran hat.
Würde mich sehr über Eure Hilfe freuen
Gruß
Björn
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BID = 781251
Otiffany Urgestein
     
Beiträge: 13771 Wohnort: 37081 Göttingen
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Da gibt es einfachere Netzteile!
Leider habe ich momentan keinen Zugriff auf mein Schaltungsarchiv. Willst Du wirklich den Trafo selber wickeln? Die Beschaffung der Transistoren 2N1613 dürfte auch ein kleines Problem werden.
Gruß
Peter |
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BID = 781261
tool Gerade angekommen
Beiträge: 10 Wohnort: Hochdonn
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Hallo Peter,
die 2N1613 sitzen ja in dem Schaltungsteil der zur Wicklungsumschaltung dient. Den Teil wollte ich weglassen. Im Kurzschlußfall muss dann zwar eine Menge Leistung "verbraten" werden, aber das krieg ich mit dem Kühlkörper hin.
Passende Transformatoren habe ich bereits (denke zu mindest, dass sie sich eignen):
2x 15,5 V/6 A, 1x 12V/2 A, 1 x 6 V 0,5 A.
Von den Trafos habe ich 4 Stück rumliegen.
Es muss letztendlich natürlich nicht genau diese Schaltung sein. Wünschenswert wäre halt etwas was jemand schon mal aufgebaut hat und wirklich funktioniert. Bin also für andere Schaltungsvorschläge offen.
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BID = 781266
Makersting Schriftsteller
    
Beiträge: 612 Wohnort: Ostfriesland
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BID = 781274
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Offtopic :
| Interessant mal etwas aus meinem Geburtsort zu hören.
Damals war aber wohl ein Herr Missfeld für die Elektronik und der geniale (Hans?) Schröder für die Mechanik zuständig. |
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BID = 781285
Offroad GTI Urgestein
     
Beiträge: 12798 Wohnort: Cottbus
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Hallo Björn,
ich habe dieses Labornetzteil hachgebaut und bin sehr zufrieden damit.
Es ist zwar sehr aufwendig, aber es lohnt sich.
Ich würde dir empfehlen, die Wicklungsumschaltung NICHT wegzulassen. Die macht sich bei kleinen Ausgangsspannungen, wenn höhere Ströme fließen, durchaus bemerkbar.
Im übrigen kommst du mit deinem 15,5V Trafo nur auf ca. 40V Ausgangsspannung.
MfG Mathias
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BID = 781309
tool Gerade angekommen
Beiträge: 10 Wohnort: Hochdonn
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Vielen Dank für die Vorschläge.
Ich muss mir das alles nochmal genau anschauen und dann mal sehen was ich mache.
50V könnte man doch mit drei Wicklungen erreichen oder?
3*15,5V * sqrt(2) -> ca. 65V
Erstmal Danke für die Hilfe.
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BID = 781313
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| Spannungsbereich von 0-50V und einen Strombereich von 0-5A aufbauen.
Ein passender Kühlkörper, 6*10000µF/100V Elkos und ein Trafo mit 46,5V/6A |
Das ist schon der erste Fehler: Die Elkos sind viel zu groß. Selbst ein einziger davon wäre schon mehr als genug.
Ob der Trafo für die gewünschte Ausgangsleistung groß genug ist, müsste man mal mit spitzem Bleistift oder einem Simulator nachrechnen, aber ich denke, daß es bestenfalls sehr knapp wird.
Davon ab ist gemäß EMVG eine derartige Technik in dieser Leistungsklasse seit etlichen Jahren nicht mehr zulässig.
Heute kommen für solche Leistungen praktisch nur noch Schaltnetzteile, nötigenfalls mit linearer Nachregelung in Frage.
Außerdem war schon die damalige Dimensionierung des 2A, 40V Netzteils fehlerhaft.
Bei plötzlichen Kurzschluß müsste der verwendete 2N3055 bis zu 67V 2A aushalten, und das liegt weit außerhalb des Gebiets für sicheren Betrieb (SOA).
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BID = 781319
tool Gerade angekommen
Beiträge: 10 Wohnort: Hochdonn
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Ist das einzige Problem des Netzteils der Leistungsteil?
Für eine 5A Version müsste man den ja zwangsläufig anpassen.
Man könnte doch dafür mehrere Transistoren des Typs TIP142 parallelschalten mit Emitterwiderständen?
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BID = 781411
dl2jas Inventar
     
Beiträge: 9914 Wohnort: Kreis Siegburg
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Benötigst Du wirklich ein Netzteil, was durchgängig bis 50 V einstellbar ist?
Ich würde anders vorgehen.
Du baust ein Netzteil, was von "0" bis ca. 30 V einstellbar ist. Dafür sollte es viele Bauvorschläge geben. Dann baust Du ein Netzteil mit fester Spannung +12 und -12 Volt, ergibt zusammen 24 Volt. So ein symmetrisches Netzteil ist recht praktisch bei Operationsverstärkerschaltungen.
Wenn Du wirklich eine Spannung über 30 V benötigst, schaltest Du beide Netzteile in Serie!
DL2JAS
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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert
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BID = 781452
tool Gerade angekommen
Beiträge: 10 Wohnort: Hochdonn
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Vielleicht sollte ich das wirklich so machen.
Muss mir dann nur noch was passendes aus dem Netz suchen.
Erstmal Danke.
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BID = 781469
Otiffany Urgestein
     
Beiträge: 13771 Wohnort: 37081 Göttingen
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BID = 781470
tool Gerade angekommen
Beiträge: 10 Wohnort: Hochdonn
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Hallo Peter,
das sieht sehr interessant aus!
Handelt es sich dabei um die ELO-Schaltung mit den Anpassungen aus den Heften?
Soll der Summer das Eingreifen der Stromregelung "bekannt geben"?
Die 2N3771 könnte man doch bestimmt auch durch MJ11016 ersetzen oder? Hätte nämlich noch welche rumliegen
Hast Du die Schaltung in der Form schon mal aufgebaut?
Gruß
Björn
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BID = 781479
TF_tronikfan Stammposter
   
Beiträge: 372 Wohnort: Stuttgart
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Hallo Börn,
deine Funkschauschaltung halte ich für sehr gut, um die Dimensionierung von Bauteilen zu erlernen. Du hast ja schon beschrieben, dass die Endtransistoren evtl. zu vervielfachen ist ("Parallelschaltung der Endtransistoren - ist nicht einfach da Verstärkung B gleich sein sollte.
Brauchst du wirklich Konstantstrom?
Mit einem LM 723 oder ... wird die Grundregelung von dem IC übernommen.
Brauchst Du wirklich Spannungen ab 0V?
Hallo perl,
Zitat :
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Davon ab ist gemäß EMVG eine derartige Technik in dieser Leistungsklasse seit etlichen Jahren nicht mehr zulässig. |
Gibst du mir dazu noch einen Hinweis? Momentan kann ich dafür keinen Grund erkennen.
Gruß
TF
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BID = 781494
Otiffany Urgestein
     
Beiträge: 13771 Wohnort: 37081 Göttingen
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Deine Fragen:
1.ja
2.ja
3.möglich
4. nein, aber ein guter Bekannter hat die Grundschaltung mit Erfolg aufgebaut er ist/war bei Quelle im Radio und Fernsehservice tätig.
Gruß
Peter
P.S.
Ich habe für die ELO-Schaltung auch eine Platine entwickel. Leider komme ich erst etwa Mitte September wieder an mein Archiv.
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