Hallo,
ich habe ein einfaches 12V Eufab-KFZ-Ladegerät des Typs CBC6. Der maximale Ladestrom soll 6A betragen. Soweit so gut.
Ausgerüstet ist es mit zwei LEDs, wobei eine für "betriebsbereit" steht und die andere für "Akku voll". Allerdings hat diese Anzeige nie funktioniert. Selbst wenn der Akku nachweislich voll war (Säureheber), leuchtete diese LED nie. Außerdem fing der Akku an zu gasen.
Nun habe ich mir gedacht, dass ich dieses einfache Ladegerät gerne zu einem vollautomatischen umrüsten möchte. Dazu habe ich mir bei Conrad den Bausatz einer
Ladeautomatik geholt und bereits an einem regelbaren Labornetzteil abgestimmt.
Da dieser Bausatz eine gesiebte Gleichspannung benötigt, habe ich mal das Ladegerät geöffnet und mir die verbaute Schaltung angesehen.
Ich habe mich nun dazu entschlossen, bis auf die Gleichrichterschaltung (bestehend aus vier Dioden 6A05) alles in diesem Ladegerät stillzulegen und als Siebelko einen mit 1000uF/35V einzusetzen.
Allerdings gibt es nun für den Anschluss an diesen Bausatz mehrere Möglichkeiten. Zum einen einfach an die vorhandenen Anschlüsse des Bausatzes dei gesiebte Spannung des Ladegeräts zu hängen und alles sonst so zu lassen wie es ist. Allerdings zieht dann der Bausatz, nachdem die Ladeschlussspannung erreicht ist seine Betriebsspannung komplett aus dem Akku bis die untere Schaltschwelle erreicht ist und das Relais wieder den Ladestrom zuschaltet. Das Schaltbild der Conrad-Schaltung habe ich als Bild eingescannt.
Die zweite Möglichkeit wäre, den Bausatz etwas abzändern. Dabei wird die Auswerteschaltung selbst über den Elko und einer zusätzlichen Diode 1N5403 mit gesiebter Spannung versorgt. Die Akkuladung selbst geschieht mit ungesiebter Spannung. Das war original auch so und ich habe bei einer kurzen Recherche im Netz zig Meinungen Pro und Kontra dazu gelesen. Aber viele alte Geräte arbeiteten auch mit ungesiebter Spannung und die Akkus gingen deswegen auch nicht eher kaputt.
Für mein Vorhaben habe ich die Verbindung zwischen R1 und R3 gekappt. Genauso die Verbindung RL1 zum Akku-Plus.
Dann habe ich neue Verbindungen eingezeichnet. R1 ist jetzt direkt mit Akku-Plus verbunden. Die Akkuspannung versorgt also jetzt über die beiden Spannungsteiler R1 und R2 Pin 3 und Pin 6 des Dual-Op-Amp TL072. Laut Datenblatt sind das "inverting 2" und "non-inverting 1" input des TL072. Der Elko C2 bleibt so wie er ist um Störspitzen des Ladegeräts abzumildern.
Über R3, das direkt mit der gesiebten Spannung aus dem Ladegerät versorgt wird, werden die obere und untere Schaltschwelle über P1 und P2 eingestellt. Diese Referenzspannungen sind sind über P1 und P2 mit Pin 2 und Pin 5 des TL072 verbunden ("inverting input 1" und "non-inverting input 2").
Die Spannungsversorgung des TL072 über Pin 8 erfolgt direkt vom Ladegerät über die Siebung. Genauso der Rest des Bausatzes. Ziel dabei war, dass während der Überwachungsphase weniger Strom aus dem Akku entnommen wird.
Könnte man das so realisieren? Oder wäre eine andere Lösung besser?
Vielen Dank schonmal für's Lesen
Viele Grüße,
Martin