4 Sek-wicklungen an einen Gleichrichter?

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Autor
4 Sek-wicklungen an einen Gleichrichter?
Suche nach: gleichrichter (4549)

    







BID = 35198

stefan_s

Gerade angekommen
Beiträge: 6
 

  


Hallo,

ich möchte mir ein Netzteil für 12 V und ca. 20 A selbst bauen (bzw. nach Vorlage nachbauen). Die Spannungsregelung ist so weit klar.

Als Trafo möchte ich vorhandene Ringkerntransformatoren benutzen. Diese sind US-Typen, d.h. primär 110V. Sekundär hat jeder Trafo je zwei identische 15V Ausgänge.

Die Primärwicklungen schalte ich in Serie, somit kann ich direkt an 230V.

Meine Frage: kann ich dann alle 4 Sekundärwicklungen an einen gemeinsamen Gleichrichter anschliessen (phasenrichtiger Anschluss natürlich vorausgesetzt)? Üblicherweise sind Toleranzen bei sauber gefertigten Ringkerntrafos ja nicht so groß wie bei konventionellen Trafos. Kann es dennoch zum Problem werden, dass die Wicklung mit der höchsten Sek-spg überbelastet wird, weil sie den meisten Strom treiben muss?

Mit 4 Gleichrichtern wäre das Problem ja auch nicht umgangen. Im Gegenteil werden durch Diodentoleranzen Spannungsunterschiede eher noch wahrscheinlicher...

BID = 35199

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  

Wenn das identische Trafos sind, kannst Du ohne weiteres die Primärwicklungen hintereinander und gleiche Sekundärwicklungen parallelschalten.

Ein gravierenderes Problem das bei US-Trafos passieren kann, ist, daß sie nicht genügend Induktivität haben, weil sie für 60Hz ausgelegt sind.
Das hat die gleichen Konsequenzen als wenn Du ihn mit 17% Überspannnug betreibst:
Es kann dazu führen, daß der Trafokern am 50Hz Netz in die magnetische Sättigung kommt, und der Trafo schon im Leerlauf zuviel Strom zieht. Besonders Rinkerntrafos reagieren in dieser Hinsicht ab einem bestimmten Punkt recht heftig, da sie keinerlei Luftspalt haben.

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Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 35232

stefan_s

Gerade angekommen
Beiträge: 6

Hallo Perl,

Danke für die Antwort. Kann ich das irgendwie messen/ erkennen, ob die Trafos geeignet sind oder nicht? Das Typschild ist da eher spärlich beschriftet...

Aber prinzipiell würdest Du 4 Sekundärwicklungen an einem Gleichtichter nicht als problematisch betrachten?

Gruß, Stefan

_________________


[ Diese Nachricht wurde geändert von: stefan_s am 15 Okt 2003 21:01 ]

BID = 35273

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Kann ich das irgendwie messen/ erkennen, ob die Trafos geeignet sind oder nicht?

Lass sie einfach mal hintereinandergeschaltet im Leerlauf an der höchsten Netzspannung von 230V +7% laufen, und sieh Dir die Stromaufnahme an. Die werden sicher nicht sofort abfackeln.

Wenn das identische Trafos sind, ist die Parallelschaltung entsprechender Wicklungen von T1 und T2 unproblematisch, selbst wenn im Leerlauf durch Exemplarstreuungen geringe Unterschiede in den Primärspannungen vorhanden waren.
Die Spannungsverteilung an den Trafos wird durch die Parallelschaltung der Sekundärseiten symmetrisch.

Ob Du am gleichen Trafo die Sekundärwicklungen parallelschalten darfst, weiß ich nicht. Es geht bestimmt nicht gut, eine 12V-Wicklung parallel zu einer 10V-Wicklung zu schalten.

Dem Gleichrichter ists egal, solange er stark genug ist.
Er merkt nicht, ob der Strom aus vielen dünnen oder einem dicken Draht stammt.



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