Gleichrichtung, Regelung bei D-Generator mit Dauermagneten

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Gleichrichtung, Regelung bei D-Generator mit Dauermagneten
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Lichtmaschine Yamaha XV1000 Virago
Diese Lichtmaschine ist ein ölgekühlter sternförmiger Statotor mit 18 Spulen. Eine Drehstromwicklung in Sternschaltung. Aussen herum dreht sich ein Polrad. Die neu gewickelte Lichtmaschine hat nicht lang gehalten. Die Wicklung sah überlastet aus, also keine einzelnen verbrannten Stellen sondern überall sehr dunkel geworden. Hatte dann einen Körperschluß. Nun ist der Stator wieder neu gewickelt und eingebaut. Die Batterie wird nun mit 14,4V geladen. Nach dem Regler/Gleichrichter fließen bei ausgeschaltetem Licht ca 5A ins Bordnetz ab. Jede Phase der Lichtmaschine liefert an den Regler/Gleichrichter ca 15A bei hoher Drehzahl. Dieser Strom ist unabhänig davon ob das Licht an oder aus ist. Daher drängt sich mir der Verdacht auf dass nach dem Gleichrichten alles was über 14,5 V liegt kurzgeschlossen wird. Das ist wohl bei dieser Art Lima, die dadurch dass sie Dauermagnete hat immer Höchstleistung liefert, oft so. Das wäre nun meine Frage. Ist das immer so oder gehört hier vielleicht ein Regler rein der nach der Gleichrichtung einen Längsregler hat. Meine Sorge ist dass die neu gewickelte Lima auch wieder verbrennt. Wenn man es ausrechnet beträgt die Strombelastung des Drahtes 19 A/mm². Würde normal ja gar nicht gehen, aber diese ist ja im Motoröl. Gibt es Motorrad-Regler als Längsregler? Wäre schön wenn mir jemand helfen könnte, ich will die Lichtmaschine nicht nochmal wickeln.



BID = 931475

perl

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Zitat :
Daher drängt sich mir der Verdacht auf dass nach dem Gleichrichten alles was über 14,5 V liegt kurzgeschlossen wird
Wenn die Spannung nur begrenzt wird, enstünde an dieser "Zenerdiode" oder was auch immer eine gewaltige Wärmeentwicklung, die auch Sprit kostet.

Afaik kann man bestimmte Generatoren kurzschliessen, wenn sie aufgrund ihrer Bauart weich genug sind und wegen der hohen Streuinduktivität dann nur Blindleistung liefern. Blindleistung kostet auch nur wenig Benzin.
Dieser hohe Innenwiderstand würde aber auch eine sehr hohe Leerlaufspannung zur Folge haben.
Wie es damit bei diesem Exemplar aussieht, wirst du wissen.

Ich tippe darauf, daß die Leerlaufspannung dieses Generators nicht allzu hoch ist und kein Längsregler für Gleichstrom verwendet wird, sondern ein gesteuerter Drehstromgleichrichter mit Thyristoren, bei dem die Ansteuerung der Thyristoren defekt ist und diese daher als gewöhnliche Dioden arbeiten.
Das könnte den viel zu hohen Ausgangsstrom erklären.


Zitat :
Strombelastung des Drahtes 19 A/mm². Würde normal ja gar nicht gehen, aber diese ist ja im Motoröl.
Bei einer einlagigen Spule geht das vielleicht gut, aber bei mehrlagigen ist der Wärmetransport zwischen den Lagen ja genau so schlecht wie bei jeder anderen Vergussmasse.


P.S.:
Zitat :
bei ausgeschaltetem Licht ca 5A ins Bordnetz ab. Jede Phase der Lichtmaschine liefert an den Regler/Gleichrichter ca 15A bei hoher Drehzahl.
Wenn 3x 15A nicht mehr als 5A Gleichstrom ergeben, wird der Gleichrichter kaputt sein.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 14 Jul 2014 16:31 ]

 

  








BID = 931478

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Code :

Wenn 3x 15A nicht mehr als 5A Gleichstrom ergeben, wird der Gleichrichter kaputt sein. 



Die 5A sind der Fall bei ausgeschaltetem Licht. Bei eingeschaltetem ist der Ausgangsstrom höher, die 15A auf der Eingagsseite Regler bleiben.
In der Werkstatt wo das Teil jetzt steht, stand ein anderes Motorrad daneben mit der gleichen Bauart Lichtmaschine. Hier floss ein Strangstrom von bis zu 18A. Wie dort aber die Wickeldaten aussehen weiß ich nicht. Vielleicht ist es Dreieckschaltung (das wäre aber sehr ungewöhnlich) oder es ist ein dickerer Draht gewickelt. Am Ende ist aber doch alles ok und wir hatten mit der ersten Wicklung irgendwie Pech.

BID = 931581

Verlöter

Schreibmaschine



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Nach einer zweiten Informationsquelle ist der Ausgangsstrom der Lichtmaschine tatsächlich so hoch. Vermutlich ist es dann so dass hier ein gesteuerter Drehstromgleichrichter mit Thyristoren verbaut ist. Die hohe überaus hohe Strombelastung des Drahtes ist also wohl gewollt und das muss der Draht dann auch abkönnen. Es nicht so dass die Wicklung einlagig ist und somit alle Windungen von Öl umspült sind. Die Wicklung ist dreilagig. Die Innere wird wohl auch über das Eisen gekühlt, die mittlere hat es aber schwer. Der verwendete Draht war und ist ein Doppellackdraht Isolierklasse H. Kann mir nicht vorstellen dass 1988 da noch eine höhere Isolierklasse zum Einsatz kam.

BID = 931590

perl

Ehrenmitglied



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Zitat :
Die hohe überaus hohe Strombelastung des Drahtes ist also wohl gewollt und das muss der Draht dann auch abkönnen.
Ich weiß, daß man mit Polyimidisolationen in die Nähe von 400°C kommt, aber da ist ja auch noch das Motoröl mit seinen mannigfachen Zutaten, das da sicher in Schwitzen kommt.
Außerdem ist eine derartige Wärmeentwicklung ja auch aus anderen Gründen nicht wünschenswert.
Zum Einen kostet das Treibstoff und zum anderen muß diese zusätzliche Wärme abgeführt werden.

Hältst du es für möglich, dass deine Messung der Strangströme wegen der hohen Frequenz des Stromes und/oder der Kurvenform (Drehstrom-Einweggleichrichtung) schlicht falsch ist?

BID = 957876

Saiboth

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