Oszilloskop RFT EO 213 Im Unterforum Messgeräte - auch im Selbstbau - Beschreibung: Vorstellung und Diskussion über Meßgeräte, die auch für Hobby noch erschwinglich sind.
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BID = 212418
lawrencium Neu hier

Beiträge: 25
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Hallo,
ich habe ein uraltes Oszilloskop RFT EO 213 als Kellerfund geschenkt bekommen und möchte gerne in die Messtechnik einsteigen. Leider hat das Gerät im Keller etwas gelitten und mußte daher ein paar lockere Lötstellen nachbessern.
Nun möchte ich gerne wissen ob das Gerät noch einwandfrei funktioniert. Gibt es irgendwelche Selbsttests des Gerätes die man nutzen kann?
Beim einschalten leuchtet nur die Netz-LED und auf dem Schirm ist kein Signal zu sehen. Habe leider kein Ahnung ob das so sein muß oder das Gerät erst einen Messkreis braucht.
Über eine Anleitung würde ich mich sehr freuen. Bitte helft mir
Mfg Jan
Hier ein Bild des Gerätes
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BID = 212455
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Ich kenne dieses Gerät nicht, aber man sieht ja auch so wie es funktioniert.
Von Links:
1)Roter Knopp ist Einschalter, das hast du ja schon gemerkt. Sollte "Ein" sein.
2) Strahlschärfe. Erst mal Mittelstellung, genau kann man das später einregulieren
3) Helligkeit. Auch erst mal Mittelstellung. Wenn sich etwas tut, dann soweit wie akzeptabel zurückdrehen.
Oben:
Oberste Box ist x-Ablenkung und Triggerung.
Obere Reihe:
1) <--> Vergrößerung der X-Ablenkung um den Faktor 5 . Nicht drücken
2) +/- Polarität des Triggersignals. Stellung erstmal egal.
TV schaltet ein Tiefpassfilter in den Triggerweg. Sollte nicht gedrückt sein.
AUTO bewirkt die höchste Trigger-Empfindlichkeit. Sollte gedrückt sein.
INT die Meßspannung dient als Triggerquelle (Wo ist denn dann die A/B Umschaltung ?? ) Sollte gedrückt sein.
Darunter:
<--> Horizontale Verschiebung. Mittelstellung
Brauner Schalterknopf Ablenkgeschwindigkeit. Stell mal auf 5mS/Teil.
Roter Drehknopf: Feineinstellung der Ablenkgeschwindigkeit. Ganz nach rechts auf roten Punkt. Rastet dort evtl. ein.
Rechts der braune Drehknopf ist die Triggerschwelle. Mit Mittelstellung anfangen, und günstigsten Punkt suchen. Wenn AUTO gedrückt ist, sollte die Einstellung aber weitgehend egal sein.
Rechts oben das Kästchen mit der BNC-Buchse (Vorsicht, falls das "sowjetisches BNC" ist, passt nicht mit den üblichen Steckern). Dient der Auswahl eines externen Triggersignals und einer externen X-Ablenkung. Beide Knöpfe sollten normalerweise nicht gedrückt sein.
An der darunter befindlichen Buchse kommt eine Rechteckspannung (1kHz oder so) mit 1Vss heraus, die man zum Abgleich von Tastteilern, oder der Y-Empfindlichkeit benutzen kann.
Unten befinden sich die weitgehend identischen Y-Verstärker.
Bei Ya und Yb handelt es sich möglicherweise um die von mir schon vermißten Wahlschalter für die Triggerquelle. Drück mal nur Ya.
Die drei Knöppe CHOP/ALT/Ya+Yb dienen dem Zweikanalbetrieb.
Bei CHOP wird sehr schnell zwischen den beiden Kanälen hin und hergeschaltet, sodaß scheinbar zwei Leuchtspuren entstehen. Das ist die richtige Einstellung für langsam verlaufende Signale. Drücke bitte diese Knopf.
Bei ALT wird bei jedem Strahldurchlauf zwischen Kanal A und B umgeschaltet. Bei langsamen Geschwindigkeiten flimmert das, gibt aber bei hohen Ablenkgeschwindigkeiten meist ein saubereres Bild. Ausprobieren.
Ya+Yb dabei werden die Kanäle addiert und als ein Kurvenzug dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch der ganz rechts befindliche Schalter +/- verwendet, der das Signal des B-Kanals umpolt und so die Subtraktion A-B ermöglicht.
Die braunen Drehknöpfe dienen der vertikalen Strahlverscheibung. Mittelstellung.
Mit den braunen Schaltern wird die Empfindlichkeit eingestellt. 1V/Teil auf beiden Kanälen sollte anfangs ok sein.
Die roten Drehknöpfe dienen wieder zur Feineinstellung. Man braucht das z.B. wenn man zwei Signale zur Deckung bringen will, um Unterschiede festzustellen. Gannz nach rechts auf rotenPunkt stellen.
AC/DC: Zur Unterdrückung von Gleichspannungen, die den Strahl ausserhalb des Schirms schiebe n könnnen, wird in Stellung AC ein Kondensator in den Signalweg geschaltet. Oft ist es günstig in Stellung AC zu beginnen und nur wenn einen der Gleichspannungsanteil interessiert auf DC zu schalten.
Wenn du das Gerät so wie oben beschreiben einstellst, und an die A und B Eingänge je ein Stück Draht, ca 1m, anschließt, solltest du eigentlich den überall vorhandenen 50Hz Sinus der Netzspannung sehen können.
Falls nichts zu sehen ist, dann mal den Helligkeitsregler bis zum Anschlag aufdrehen und mit den X und Y - Verschiebern nachsehen, ob es irgendwo eine auch nur schwache Leuchterscheinung gibt.
Falls nicht, wird wohl etwas in der Hochspannungserzeugung für die Röhre kaputt sein.
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Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten ! |
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BID = 212756
Goetz Schreibmaschine
     Beiträge: 1964 Wohnort: Dresden
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Ein sehr "beliebter" Fehler bei diesem Gerät: die Drehschalter haben nach langer Nichtbenutzung massive Kontaktprobleme !!
Dadurch ist dann schon mal garnix zu sehen. Das gibt sich aber (meist) nach mehrmaligem Durchschalten von selbst, in hartnäckigen Fällen ist evtl. Kontaktspray nötig.
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BID = 212810
lawrencium Neu hier

Beiträge: 25
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Vielen Dank für die Hilfe .
Das Gerät scheint einwandfrei zu funktionieren. Ich habe zwei Drähte wie von Perl beschrieben mit den Einstellungen angeschlossen und zwar ein schwaches Sinussignal erhalten( wahrscheinlich weil ich nur 45 cm lange mehradrige Drähte benutzt habe, mehr war so schnell nicht aufzutreiben ) aber es war eindeutig die Kurve zu sehen. Bei Ya habe ich 0,02 V/T eingestellt und einen starken Sinus erhalten. Der Draht am Yb hatte erst so gut wie gar nichts angezeigt, aber nach mehreren Drehstellungen und versuchen kam auch ein schwacher Sinus.Vielleicht ist das durch das was Goetz beschrieben hat zu erklären, das die Schalter Kontaktprobleme haben. Ist ja auch kein wunder bei 5 Jahren im feuchten Keller, aber ein echtes Wunder das es noch funktioniert.
Nun stellt sich mir nur noch eine Frage was ich damit alles messen kann und auch richtig messe.
Ich weis das man Dioden und Kondensatoren ausmessen kann und irgendwelche Signale/Frequenzen. Aber was braucht man da noch für eine Ausrüstung, mit zwei Drähten ist es sicher nicht getan. Mist man an Stromführenden Geräten oder wenn diese vom Netz genommen sind?
Die Einstellung Trigger und X-Ablenkung, wofür benötigt man diese.Kann es sein das der Trigger so etwas wie ein Frequenzgeber ist?
mfg Jan
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