Selfmade-Glühlampe

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Autor
Selfmade-Glühlampe
Suche nach: glühlampe (1951)

    










BID = 581691

Franky_666

gesperrt
 

  


Hallo Forum,

Möchte versuchen, eine Glühlampe mit Haushaltszeugs herzustellen. Keine Sorge, das Ergebnis wird dann im Garten mit einem 20V-Trafo betrieben, nicht an 230V.

Ich habe mir gedacht, aus Draht einem feuerfesten Glas und einem Aschenbecher aus Glas, eine Glühlampe zu basteln.

Hab den Draht, welcher übrigens Blumendraht ist, zu einer Wendel aufgewickelt und auf dem umgedrehten Aschenbecher fixiert. Über diesen hab ich ein feuerfestes Glas gestülpt und schön dicht verklebt.

Des weiteren hab ich eine weitere Wendel aus dem gleichen Draht gewickelt und diese der Glühlampe in Reihe gegeben.

Das hat den Sinn, weil ich mir dachte, dass im Glas ja noch eingeschlossene Luft mit Sauerstoff drin ist, so dass der Draht verglühen würde, würde dieser Draht sofort auf voller Kraft betrieben werden.
Der in Reihe liegende Draht soll ertmal dn Glühdraht auf halber Kraft glühen lassen, bis der Sauerstoff verbraucht ist und dann würde ich den gebastelten Vorwiderstand überbrücken, so dass es eine gewisse Zeit länger leuchten würde...

Genug Strom leifert der Trafo auch, um den Draht zum Glühen zu bringen, ohne zu überlasten.

Klappt das so? oder brauche ich den Versuch gar nicht erst anzufangen?

BID = 581692

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 34397
Wohnort: Recklinghausen

 

  

Nein, das klappt nicht. Nicht umsonst betreiben die Hersteller seit Jahrzehnten den Aufwand mit Vakuum bzw. Schutzgas.

_________________
-=MR.ED=-

Anfragen bitte ins Forum, nicht per PM, Mail ICQ o.ä. So haben alle was davon und alle können helfen. Entsprechende Anfragen werden ignoriert.
Für Schäden und Folgeschäden an Geräten und/oder Personen übernehme ich keine Haftung.
Die Sicherheits- sowie die VDE Vorschriften sind zu beachten, im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.








BID = 581695

Kleinspannung

Urgestein



Beiträge: 12838
Wohnort: Tal der Ahnungslosen

Hast du dich schon mal gefragt,warum Glühobst (fast) luftleer gepumpt ist,
abgedichtet gegenüber der Umgebung ist und die Wendel nicht mal Ansatzweise die Stärke von Blumendraht hat?
Auf Ideen kommen die Leute...
Wenn dir langweilig ist,dann les mal etwas von und über Edison,der hat auch mal versucht Glühlampen zu erfinden

_________________
Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kleinspannung am 19 Jan 2009 21:16 ]

BID = 581820

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Hab den Draht, welcher übrigens Blumendraht ist, zu einer Wendel aufgewickelt...
Das war schon der erste Fehler.
Wie du selbst schon bemerkt hast, oxidiert Eisendraht an der Luft und ausserdem ist sein Schmelzpunkt für eine Lampe zu gering.
Es gibt bessere Materialien, etwa die Widerstandsdrähte, die in Kochplatten oder Quarzstrahlern verwendet werden.
Die halten, trotz Luftzufuhr, im Dauerbetrieb etwa Gelbglut aus.
Eine Lampe wird das trotzdem nicht werden, weil bei so niedriger Temperatur zwar eine Menge Wärme, aber nur sehr wenig Licht abgestrahlt wird.
Selbst bei den industriell gefertigten Halogenlampen, die nahe am Schmelzpunkt des Wolframs betrieben werden, ist das Strahlungsmaximum noch im Infrarot. Siehe auch: Wien'sches Verschiebungsgesetz.

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Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 581878

Dreheisen

Schriftsteller



Beiträge: 694
Wohnort: Rheinhessen

Hallo Freunde des heißen Eisens,

sowas hab ich vor einigen Jährchen schon mal gesehen.
Der sehr erfahrene Erbauer hat ein Einmachglas mit dickem Schraubdeckel verwendet und neben der elektrischen Durchführung auch einen Absperrhahn eingelötet. So liesen sich verschiedene Drahtausführungen einbauen, welche dann mittels Wasserstrahlpumpe eine dünnere Atmosphäre erhielten.

Erhellende Grüße sendet

Dreheisen

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Techniker/Management < 3/1 => Ein Land fährt an die Wand!!!

Es handelt sich bei obenstehendem um wohlgemeinte, private Tipps welche jedoch jegliche Haftung ausschliessen.

BID = 581889

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450


Zitat :
Dreheisen hat am 20 Jan 2009 11:08 geschrieben :

..., welche dann mittels Wasserstrahlpumpe eine dünnere Atmosphäre erhielten.
Dreheisen

Was überhaupt nichts nützt. Die Wärmeleitfähigkeit
von Gasen ist unabhängig vom Druck, solange die
mittlere freie Weglänge der Moleküle kleiner
ist als die Gefäßdimension.
Der kritische Punkt liegt bei 10^-2 bis10^-3 Torr.
Eine Wasserstrahlpumpe bringt bestenfalls den
Dampfdruck des Leitungswassers, so etw 8 Torr.
Georg

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Dimmen ist für die Dummen

[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 20 Jan 2009 12:08 ]

BID = 582040

chris75

Gesprächig



Beiträge: 100
Wohnort: linden


Chemie war ja nie mein Ding, aber der hiße Draht soll den Sauertoff in was umwandeln???


BID = 582073

ElektroNicki

Inventar



Beiträge: 6429
Wohnort: Ugobangowangohousen

Nö, binden

_________________

BID = 582101

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Umwandeln geht durchaus auch, aber da muß man
halt die entstehende Verbindung nennen:
Wird umgewandelt in... (Wird gebunden als...)
Man muß also ein klitzekleines bischen Chemie "können".
:=)
Wie schon perl empfahl: Nichrom, das ist das Beste,
was man mit üblichen Bastlerressourcen tun kann.
Problen ist allerdings, daß man Kocherersatzspiralen
nicht mehr beim Elektriker an der Ecke bekommt.
Vielleicht ein Stück dieser Bändchen aus einem
Toaster?
Gruß
Georg


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Dimmen ist für die Dummen

[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 20 Jan 2009 20:49 ]

BID = 582367

selfman

Schreibmaschine



Beiträge: 1681
Wohnort: Seekirchen a. W.


Zitat :
Problen ist allerdings, daß man Kocherersatzspiralen
nicht mehr beim Elektriker an der Ecke bekommt.
Widerstandsdraht hat es doch sogar bei den Elektronikversandhäusern gegeben. Ist das auch schon aus dem Sotiment genommen?

Ansonsten müssen halt die Quarzstrahler aus dem Brötchenofen dran glauben.

Schöne Grüße Selfman

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Traue keinem Ding, das du nicht selber vermurkst hast.

BID = 582383

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo,
"Widerstandsdraht" (Manganin oder Konstantan) ist
ungeeignet, nicht viel besser als Blumendraht.
Die Drähte in den Quarzstrahlern sind Nichrom,
man bekommt auch bei Versendern ein Stück Nichrom
unter der Überschrift "Draht für Styroporschneiden".
Gruß
Georg

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Dimmen ist für die Dummen

BID = 582581

Dreheisen

Schriftsteller



Beiträge: 694
Wohnort: Rheinhessen

Hallo GeorgS,

(Anmerkung zum Beitrag vom 20 Jan 2009 12:08)

ich gestehe, daß ich die verwendete Pumpe nicht gesehen habe und bezüglich der "Verdünnungsmaßnahme" auch ein Erinnerungsfehler vorliegen kann. Das ganze liegt schon fast 3 Jahrzehnte zurück. Ich habe nur die schon "verdünnte" Selbstbaulampe gesehen. Man möge mir dies doch bitte nachsehen.

Ein reuiger, schon etwas vergesslicher Dreheisen

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BID = 582596

GeorgS

Inventar



Beiträge: 6450

Hallo Dreheisen,
du kannst das ja durchaus richtig in Erinnerung haben.
Der Bastler damals wußte es nicht besser oder erhoffte sich
davon eine gewisse "Schonung" des Drahtes, durch weniger
Sauerstoff im der Glocke.
Das paradoxe Verhalten der Wärmeleitfähigkeit von Gasen
kennen ohnehin die wenigsten.
Gruß
Georg


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BID = 583170

Franky_666

gesperrt

Mir war schon klar, dass der Wirkungsgrad schlecht ist und an das Licht einer 60W-Glühlampe nicht heran kommen wird. War einfach ein Gedanke, den ich so hatte

Hätt ja klappen können, der Versucht... mist!!! .... trotzem danke

:) :)


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