Zitat :
|
Hatte einen 16 Volt 2200uf Kondensator ausgetauscht weil er oben "offen" war und schon den magischen Rauch abgelassen hatte.
Leider hat das nicht zum noetigen Erfolg gefuehrt... |
Hätte ich auch nicht erwartet.
Der Kondensator wird zur +12V-Versorgung gehören und ist mit einiger Wahrscheinlichkeit an Überspannung gestorben.
Dazu kann es z.B. durch Ausfall von Komponenten in der +5V Regelschleife kommen.
Dann besteht große Gefahr, dass das Motherboard und/oder die Laufwerke auch beschädigt wurden.
Das Erneuern dieses Kondensators würde das eigentliche Problem und dessen eventuelle Folgeschäden nicht beseitigen.
Natürlich ist es auch möglich, dass der Elko aufgrund eines Materialfehlers gestorben ist, und der Rest in Ordnung ist. Dann dürfte es genügen diesen und evtl. vorhandene baugleiche zu ersetzen.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten:
Du probierst mit einem anderen Netzteil aus, ob der Rechner und seine Peripheriegeräte noch in Ordnung sind; die Stecker sind ja zum grössten Teil standardisiert.
Falls nicht, kannst du das Netzteil auch in die Tonne treten.
Das Risiko dabei ist, dass das Ersatznetzteil auch abraucht. Ich habe das schon erlebt.
Oder
du erneuerst auf gut Glück den defekten Kondensator und schaust dann -zunächst ohne den Computer- nach, ob das Netzteil die Sollspannungen bringt. Am wichtigsten sind +5V und +12V.
Bei geringer Belastung ist die +5V meist ein wenig zu hoch, z.B. 5,2V, während die 12V meist etwas zu tief ist.
Das liegt daran, dass beide Spannungen aus dem gleichen Trafo stammen, und wenn die +5V im Betrieb belastet wird, sinkt sie etwas ab, wird aber ausgeregelt, während die ungeregelte 12V Spannung durch den Regelvorgang etwas ansteigt.
Wahrscheinlich wirst du die 5V etwas belasten müssen, z.B. mit einer 5W-Glühlampe vom Auto o.ä., weil die meisten Netzteile sonst sofort eine Überspannungsabschaltung durchführen.
Weitergehende Reparaturen des Netzteils, bis auf das evtl. Erneuern der Sicherung, sind aussichtslos, weil die Technik dieser Schaltnetzteile recht kompliziert ist, und Schaltpläne gewöhnlich nicht verfügbar sind.
Selbst mit Schaltplan benötigt man eine gut ausgerüstete Werkstatt zur Fehlerdiagose.
Arbeiten an den Innereien eines derartigen Netzteils sind auch durchaus nicht ungefährlich, weil die meisten und interessantesten Bauteile mit der Netzspannung verbunden sind, teilweise sogar höhere Spannungen führen.
P.S.:
Wie alt ist das Teil?
Ich habe etwas von einer 5-jährigen Garantie durch Netgear gelesen...
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 8 Jun 2017 17:51 ]