Zitat :
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| Wäre es nicht viel geschickter gleich direkt den Strom im Verstärker vorzugeben? |
Leider nein, denn das System aus Massen und Rückstellkräften hat einige Eigenresonanzen.
Eine Spannungsquelle mit Ri gegen Null kann diese Bewegungen wirkungsvoll bedämpfen, während die Stromsteuerung vom Eigenleben des elektrodynamischen Systems keine Notiz nimmt.
Deshalb haben gute Endverstärker auch Innenwiderstände von weit unter 1 Ohm, selbst wenn sie für den Betrieb an 8 Ohm Lautsprechern vorgesehen sind.
Da wird also in aller Regel auch nicht mit Leistungsanpassung gearbeitet.
P.S.:
Der niedrige Innenwiderstand wird normalerweise mittels Gegenkopplung erzielt.
Dabei verschenkt man eine Menge Verstärkung, d.h. man muß sie erst einmal haben, bevor man sie opfern kann.
Früher verwendete man Elektronenröhren und die waren teuer, weshalb man normalerweise mit möglichst wenigen auszukommen suchte, was wiederum eine bescheidenere Leerlaufverstärkung zu Folge hatte.
Man kannte zwar damals auch schon das Prinzip der Gegenkopplung, aber konnte es aus diesem und anderen Gründen (Phasendrehungen im Ausgangsübertrager) nur eingeschränkt nutzen.
Die Folge davon waren hörbare Unterschiede zwischen dem schlechten "Pentodenklang", weil diese Röhren zwar viel Verstärkung haben, aber i.W. eine Stromquelle darstellen, und dem gesuchten "Triodenklang", weil deren Ausgangswiderstand sehr viel geringer ist, aber leider auch ihre Verstärkung.
Allerdings spielen bei diesen klanglichen Unterschieden auch die unterschiedlichen Kennlinienformen der beiden Röhrengattungen eine Rolle, wobei die Triode ein angenehmeres Obertonspektrum hat.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 28 Aug 2013 19:39 ]