Frequenzumrichter

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Autor
Frequenzumrichter
Suche nach: frequenzumrichter (603)

    







BID = 394757

Boliq

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Linz
 

  


Abend zusammen.

Erstmal ich freue mich sehr auf dieses Forum gestoßen zu sein, da ich schon einige interessante Beiträge durchgelesen habe.

Nur jetzt habe ich mal eine Frage wo ich nicht weiterkomme.

Ich habe die Suchfunktion benützt, aber nicht das gefunden was ich wissen wollte.
Wikipedia und Google habe ich auch durchgesucht.

Nun zur Frage:

Ich weis (glaube ich zumindest ) wie ein FU funktioniert, nur verstehe ich eine Sache nicht.

Durch einen FU kann ich einen Motor Drehzahl regeln, dass verstehe ich ja noch, aber

wie sieht es mit dem Moment des Motors aus?

P=M*w

also müsste beim Erhöhen der Drehzahl das Moment sinken oder?

Falls jemand einen Link preisgeben könnte, damit ich mir es selber anschauen kann würde es mir ja auch schon reichen^^.

Ich will ja selber die Funktion verstehen.

Danke für alle Antworten im Vorraus.


mfg Boliq






BID = 394814

Topf_Gun

Schreibmaschine



Beiträge: 1236

 

  

Ein Motor hat eine Nennleistung P_n bei einer Nennspannung U_n und einem Nennstrom I_n (und einer Nennfrequenz)

Bei einer Drehstromasynchronmaschine (DASM) ist das Anlauf- und Kippmoment proportional zu U².
Das abgegebene Moment ist grob proportional zum Strom.

Bei Unterfrequenz:
Da der Nennstrom aus thermischen Gründen nicht überschritten werden darf, sinkt die Leistung des Motors. (Nennmoment bei sinkender Drehzahl)

Bei Überfrequenz
ist es nicht möglich den Nennstrom in die Maschine zu bringen. (induktiver Widerstand des Motors). Eine Spannungserhöhung ist nicht möglich, da dann U_n überschritten würde.
Auch die Nennleistung darf nicht überschritten werden (thermische Verluste zu groß).

Also Stimmt die von dir Angegebene Formel.
Zusammenfassung aus meinem E-Maschinenskript:
Lineare Leistungssteigerung bis zur Nenndehzahl (Nennleistung) bei f<fn, der Motor liefert Nennmoment.

Nennleistung bei f>fn mit p=konst.

Gruß und schöne Feiertage

Topf_Gun

Edit:

Willkommen im Forum





[ Diese Nachricht wurde geändert von: Topf_Gun am 26 Dez 2006  0:03 ]

BID = 394852

Boliq

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Linz

Guten Morgen^^.

Ebenfalls schöne Feiertage.

Danke für die rasche Antwort.

Jetzt fühle ich mich endlich bestätigt und auskennen tu ich mich jetzt auch besser.

Ein Frage möchte ich aber noch stellen.

Bei Unterfrequenz:

Der induktive Widerstand wird ja dann weniger, also müsste ja mehr Strom über die Leitung fließen.

Bei einem FU können ja die Höhe und Frequenz einer Spannung eingestellt werden.

Wird bei Unterfrequenz dann also die Spannung (Parametrierung beim FU) unter U_nenn eingestellt, damit man eine kleinere Leistung erzielt?

Weil bei kleinerem U würde ja auch der Strom weniger werden.

Also falls mir das auch noch wer beantworten könnte wäre ich ihm/ihr sehr dankbar

mfg boliq

BID = 394981

Boliq

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Linz

Abend zusammen


Sry wegen Doppelpost, aber ich kann das Edit-Symbol nicht finden.

Ich hätte nur eine Frage zu Asynchron- und Synchronmotor.

1.)Kann der Synchronmotor unter Last anfahren oder ist das vlt Phasenabhängig?

2.)Kann der Asynchronmotor unter Last anfahren?

Wiki:
Synchronmaschinen laufen nicht von allein an, sondern müssen mechanisch hochgefahren und synchronisiert werden.

Das verstehe ich jetzt leider nicht

Ich wäre wieder mal sehr froh, wenn mir hier jemand helfen könnte


mfg boliq





BID = 395015

Lötfix

Schreibmaschine



Beiträge: 2328
Wohnort: Wien


Zitat :

Wiki:
Synchronmaschinen laufen nicht von allein an, sondern müssen mechanisch hochgefahren und synchronisiert werden.



Das bezieht sich auf den Betrieb direkt am Netz und ist auch nur teilweise richtig. Es gibt Synchronmaschinen mit Dämpferwicklung im Rotor ähnlich einm Kurzschlußläufer um Schwingungen zu unterdrücken. Im Synchronbetrieb wird in der Dämpferwicklung nix induziert weil ja kein Schlupf vorhanden ist.
Über diese Dämpferwicklung kann der Motor asynchron hochgefahren werden und er wird dann in die Synchronität gezogen.

Beim FU geht das anders, weil ja die Frequenz von 0..max langsam erhöht werden kann damit der Rotor nicht außer Tritt kommt.

Ein weiterer Spezialfall ist die lagegeregelte Synchronmaschine (auch bürstenlose Gleichstrommaschine genannt) am FU, wo über einen Rotorlagegeber dem FU mitgeteilt wird, welche Wicklung jetzt bestromt werden muß.

mfg lötfix

_________________
Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung. Rechtsansprüche dürfen daraus nicht abgeleitet werden. Sicherheitsvorschriften beachten!

BID = 395123

Boliq

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Linz


Zitat :
Lötfix hat am 27 Dez 2006 00:01 geschrieben :


Beim FU geht das anders, weil ja die Frequenz von 0..max langsam erhöht werden kann damit der Rotor nicht außer Tritt kommt.



Tag zusammen.

Das nicht außer Tritt kommen, dass verstehe ich nicht so ganz.
Könntest du mir das bitte nochmal erläutern?


Wäre Dir echt dankbar.

mfg boliq

BID = 395159

Topf_Gun

Schreibmaschine



Beiträge: 1236

Theorie der Drehstromsynchronmaschine (DSM):

Die DSM läuft Netzsysnchron, daher ihr Name.
Das Moment wird durch die Last vorgegeben.
Die Drehzahl wird durch die Netzfrequenz vorgegeben.

Der Bilndleistungsbedarf wird durch die Erregung vorgegeben. (Die DSM kann bei Übereregung Bildleistung ins Netz speisen (wie eine Kondensatorbank))
Der Wirkleistungsbedaf wird durch die Last besimmt.

Du kannst Dir die DSM wie einen rotierenden Hufeisenmagneten (Als Stator) vorstellen zwischen dessen Polen ein Stabmagnet sich befindet (als Rotor)

Wird kein Moment benötigt, ist der Rotor gegenüber dem Stator ausgerichtet. (Ablenkung=Polradwinkel=0°).
Wird Moment benötigt bildet sich ein Winkel zwischen Rotor und Stator.
Das Moment ist Proportional zu dem Sinus des Polradwinkels.

wird der Polradwinkel größer als +/- 90° fällt die ASM aus dem Tritt. (Im Motorbetrib bleibt sie stehen, im Generatorbetrieb dreht sie unkontrolliert durch.)
Die 90° gelten aber nur für den statischen Betrieb, in Natura wird mann nicht über 45° herrausgehen, da sich der Sinus darüber kaum noch ändert und kleine Änderungen des Momentes große Änderungen des Polradwinkels zur Folge haben.



Beispiel:
eine ASM hat ein Nennmoment won 50Nm bei einem Nennpolradwinkel von 30°.
Diese Maschine bleibt stehen, wenn sie mit mehr als 100Nm belastet wird.
Wird sie im Generatorberieb mit 25Nm beaufschlagt
ist der Rotor

Sin(30°)/50Nm=Sin(x)/25Nm
-->
arcsin (0,5*25/50)=14,8° vor dem Drehfeld.

Gruß Topf_Gun

















BID = 395403

Boliq

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Linz

Abend zusammen.

Danke für die Antworten.

Mir ist jetzt einiges klarer.


Aber eine Frage will ich trotzdem noch anbringen^^.

Warum kennt ihr euch so eigentlich gut in dem Gebiet aus?

Ich mein damit was macht ihr alle so beruflich, das würde mich mal echt interessieren^^.

Naja Danke nochmal.

mfg boliq


BID = 395415

Topf_Gun

Schreibmaschine



Beiträge: 1236

Ich habe ET mit der Spezialisierung Energietechnik studiert.

Und ich arbeite auch in Schaltanlagen (Leittechnik).

Da sollte doch einiges hängengeblieben sein.

Gruß Topf_Gun

BID = 395442

Boliq

Gerade angekommen


Beiträge: 6
Wohnort: Linz

Abend zusammen.


ET mit Schwerpunkt Energietechnik hatte ich am Anfang auch vor, aber jetzt habe ich mich für Mechatronik entschieden.

Zur Zeit gehe ich aber noch in die Schule, deshalb die Unwissenheit^^.




mfg boliq

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Boliq am 28 Dez 2006 22:37 ]


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