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Kermit24 Gesprächig
  
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Hallo,
ich habe kürzlich einen Trenntrafo erworben (400W/1,6A), den ich zukünftig bei Reparaturen/Messungen an Geräten unter Spannung einsetzen möchte (muss noch ein passendes Gehäuse finden, weil das Ding sehr groß ist mit ~120x120x100 mm).
Ich würde auch gerne noch einen Isowächter einbauen und habe mir das Datenblatt von einem Dold angeschaut und dabei festgestellt, dass ich scheinbar ein grundsätzlich falsches Verständnis von einem solchen habe, bzw. mir was falsches beigebracht wurde:
In der Lehrwerkstatt hat man uns einen Isowächter so erklärt, dass er bei dem ersten Isolatationsfehler Alarm schlagen würde und beim zweiten dann erst abschalten (Verwendung vor allem Medizin/OP Bereich oder Bereiche, wo eine hohe Ausfallsicherheit gewährleistet sein muss).
Nun hat der von mir ins Auge gefasst Dold-Wächter aber nur einen Anschluss zur Leiterüberwachung. Der arbeitet/misst im zu überwachenden Stromkreis mit einer 15V= Prüfspannung. Nach ein wenig überlegen ist mir klar geworden, dass die Prüfspannung ja auch durch die Trafowicklung im anderen Leiter anliegt und dort die Isolation gegen Erde überwachen kann. Aber wie kann dann ein Isowächter überhaupt feststellen, ob ein oder zwei Isolationsfehler vorliegen?
In dem Datenblatt steht, dass man einen Vorwarnbereich und einen Alarmbereich einstellen kann, wobei der Alarmbereich deutlich niederohmiger ausgelegt/einstellbar ist. Trotzdem kann man damit doch nur was über die Qualität und nicht über die Quantität der Isolationsfehler aussagen?
Zur Verdeutlichung: Angenommen ein Leiter hat ein vollständigen Erdschluss. Aus dem IT-Netz des Trenntrafos ist nun wieder ein (neues) TN bzw. TT-Netz geworden. Jetzt dachte ich, dass der Isowächter fortan wie ein FI-Schalter wirkt: Wenn nun der nicht geerdete Leiter einen Stromfluss >= x mA (bzw einen Isolationswiderstand < y Ohm) erreicht, dann soll er abschalten. Den Isolationsfehler soll er natürlich auch schon vorher permanent melden (wollte einen kleinen Warnsummer am freien Schaltkontakt hängen).
Auch habe ich noch eine Frage zum Trenntrafo: Fertige Trenntrafos haben i.d.R. eine Schuko-Steckdose ohne PE-Anschluss (Kontakte fehlen). Ich möchte den PE aber auch an die Steckdose durchschleifen, um mit dem Isowächter nicht nur einen normalen Erdschluss, sondern natürlich auch einen Gehäuseschluss gut überwachen zu können: Spricht das irgendwas dagegen?
Danke im voraus,
Kermit
PS: Mir ist wohl bewusst, dass auch mit einem Trenntrafo arbeiten unter Spannung gefährlich ist, wenn der Körper zwischen den Leitern geratet.
PPS: Hat jemand vielleicht ein Schaltplan/Link zu einem Isowächter Eigenbau-Projekt?
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kermit24 am 22 Okt 2008 20:54 ]
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vik.fro Gelegenheitsposter
 
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Die Abschaltung im zweiten Fehlerfall kann durch ein Sicherungsorgan erfolgen. Wenn an einem der Leiter ein Isolationsfehler vorliegt und bei dem anderen Leiter ein Isolationsfehler auftritt sollte es durch das Gehäuse einen Kurzschluß geben und das Sicherungsorgan auslösen. Wenn zwei Isolationsfehler an einem Leiter vorliegen muss an sich nichts weiter passieren, da es sicherheitstechnisch keinen Unterschied macht ob eine oder zwei durchgescheuerte Stellen an einem Leiter sind. Im IT-System kann das Gerät weiterhin angefasst werden.
Anders wie gesagt bei zwei Isolationsfehlern an zwei verschiedenen Leitern. Vorstellbar ist, dass diese z.B. in zwei verschiedenen Geräten auftauchen. Dann würde ein berühren eines Gehäuses bei gleichzeitigem festhalten des anderen zu einem elektrischen Schlag führen. Das ist einer der Gründe, wieso es in dem Moment im IT-System auch abschalten soll.
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