Spannungsfall an Steuerleitungen ?

Im Unterforum Elektroinstallation - Beschreibung: Alles über Installation
Achtung immer VDE beachten !!

Elektronik Forum Nicht eingeloggt       Einloggen       Registrieren




[Registrieren]      --     [FAQ]      --     [ Einen Link auf Ihrer Homepage zum Forum]      --     [ Themen kostenlos per RSS in ihre Homepage einbauen]      --     [Einloggen]

Suchen


Serverzeit: 12 7 2026  08:06:51      TV   VCR Aufnahme   TFT   CRT-Monitor   Netzteile   LED-FAQ   Oszilloskop-Schirmbilder            


Elektronik- und Elektroforum Forum Index   >>   Elektroinstallation        Elektroinstallation : Alles über Installation
Achtung immer VDE beachten !!

Gehe zu Seite ( 1 | 2 Nächste Seite )      


Autor
Spannungsfall an Steuerleitungen ?
Suche nach: spannungsfall (1124)

    







BID = 137601

Daniel B

Stammposter



Beiträge: 281
Wohnort: k-wald
 

  


Hi Leute

Ich bin grad mit dem Aufbau eines Aufgaberoboters beschäftigt. Die Aufgabestation wird intern ( Also bei uns im Betrieb durch die Betriebsmittelinstallation installiert) und die zugehörige Transportstrecke ist zugekauft worden , also Planung und Ausführung durch eine externe Firma.
Seltsamerweise verwendet die Firma kein Bussystem so wie Ich es machen würde sondern verdrahtet konventionell über Klemmenkästen eine Strecke von ca 75 m .
Jetzt ist es so dass Ich für den Roboter natürlich einen Datenaustausch brauche , Teil vorhanden ,Aufgabeplatz belegt ,Teil gegriffen usw.
Auf die Frage wie wir den Signalaustausch regeln meinte der zuständige Projektleiter dass es eine Verbindungsleitung zwischen Aufgabesteuerung ( ist mit Hauptschrank Roboter über Profibus verbunden) und Hauptschrank Transportstrecke geben wird.
Die beiden Schränken stehn aber ca 80 m ausseinander , und da der Gleichstromwiderstand in Kupferleitungen nicht zu vernachlässigen ist ,denke Ich wird der Spannungsfall relativ gross sein und die Verbindungsleitung müsste entsprechend gross dimensioniert werden !
Was meint Ihr dazu ?

Greetz Daniel

BID = 137633

olfi13

Schreibmaschine

Beiträge: 1077
Wohnort: Wittingen

 

  

Hi!
Spannungsabfall kommt natürlich auf den Strom an.
Da es sich um einen Datenaustausch dürfte der gering sein. Da gibt es wohl eher Probleme durch Störungen (Verschiedene Einspeisungen der Schränke, Potentialverschleppung, Einstrahlung usw.) -- Stichwort EMV. EMV ist übrigens nicht nur das Papier...
Wer zertifiziert denn die gesamte Anlage?
Leg auf jeden Fall eine Busleitung zwischen den Schränken, das ist jetzt wohl noch ohne Probleme möglich.

Gruß, olfi

BID = 137697

Daniel B

Stammposter



Beiträge: 281
Wohnort: k-wald

Hi Olfi

Zwischen den Schränken werden nur Steuersignale über Optokoppler ausgetauscht ,also keine Last . Aber Ich werde da mit Sicherheit einen riesigen Spannungsfall haben. Meine SPS Siemens 315 2 DP hat Probleme mit high Signalen die nur bei ca 17 Volt liegen. Die externe Firma muss die fremden leitfähigen Teile in den Pot Ausgleich bringen. Wie die Firma die EMV Geschichte geregelt bringt weiss Ich nicht ist mir auch egal ,ich muss nur eine Schnittstelle bereitstellen.

Greetz Daniel

BID = 137709

olfi13

Schreibmaschine

Beiträge: 1077
Wohnort: Wittingen

Hi!

Ohne Strom hast Du auch keinen Spannungsabfall!
Dafür ist es aber dann wieder recht hochohmig.
Analoge Signale hast Du nicht?

Wenn die Fremdfirma den Pot.-Ausgleich machen muß, ist es Eure Entscheidung ob das auch nochmal zu kontrollieren ist.

Ich mach mir da auch so meine Gedanken über die Transportstrecke, da sind drehzahlgeregelte Motoren im Einsatz?
Parallel dazu die Steuerleitung. Am Besten noch in derselben Leitung! Naja. manchmal geht es ja. Hoffentlich auch für längere Zeit.

EMV bedeutet das eine Anlage in ihrem Umfeld störungsfrei laufen muß und ihr Umfeld auch nicht stört. Das gilt für Deine und die Fremdanlagen und dann auch wenn beide zusammen laufen.

EMV + EMV ist leider nicht gleich EMV!
Da ich aber Eure Verträge nicht kenne und auch den Aufbau nicht kann ich naturlich nichts genaues sagen...

Gruß, olfi


BID = 138269

Daniel B

Stammposter



Beiträge: 281
Wohnort: k-wald

HI

Sind nur digitale Signale , weiss nur nicht was mit dem Signal passiert wenn das 70 m neben mehreren Mótorenleitungen liegt? Pot- Ausgleich ist auf jedenfall ein Muss ! Der Projektleiter hat mir versichert dass die Anlage auf jeden Fall eine CE Kennzeichnung hat , damit sind ja schon mal viele wichtige Sachen geklärt.
Nun zu den Signalleitungen , kann Ich digitale Signale über 70m weit übertragen und dann auf Optokoppler oder besser auf Relais wegen Induktionsspannung ? Was meint IHr dazu ?

Greetz Daniel


BID = 138270

Bernddi

Schriftsteller



Beiträge: 530
Wohnort: Waldheim

Hallo zuersteinmal
Verwende verdrillte Doppeladern dann heben sich die meisten Störungen von ausen auf !
zum 2 ten warum sollte das Übertragen von Digitalen Signalen ein Prob sein ??? es gibt Trigger die das verformte Signal aufbereiten und auch Prüfbits !!!
Im übrigen eine Stromsteuerung mittels Konstandstromquellen interesiert die anliegende Spannung und damit der Spannungsfall auf der Leitung herzlich wenig die treibt den Strom auch über veränderliche Widerstände !!!! und dein Messwiderstand der den Strom in eine Spannung umwandelt wird wohl selten sich verändern !!! (r=konstand ,i=konstand >>> U=konstand )OHM läst grüssen
Der Potentialausgleich läuft eh über ne getrente Potenzialausgleichsleitung und die evl vorhandene Schirmung deiner Datenleitungen sollten nur einseitig aufgelegt werden .
gruß Bernddi

BID = 138311

psiefke

Schreibmaschine

Beiträge: 2636
ICQ Status  

elektrisch gesehen sollte man sich an RS485 orientieren.

denn bei den verdrillten adern klappt das nur, wenn du die daten differentiell überträgst (in der audiotechnik wird das acuh symetrisch-erdfrei genannt)
Soll heißen, pro Signalleitung:
1x Hot (signal phasenrichtig)
1x cold (signal um 180° in der phase gedreht)

dein nutzsignal erhälst du als differenz zwischen Hot & Cold, Störungen die auf die Leitung aufmoduliert werden heben sich am empfänger auf. Wenn du dann einen ggfls. vorhandenen Schrim nur einseitig auflegst bist du auch noch das Problem mit ggefls vorhandenen erdschleifen los.



_________________
phil

PS:

Ein Millimeter ist so klein, daß tausend übereinandergestapelt nur einen Meter hoch wären.

BID = 138313

512

Neu hier



Beiträge: 47
Wohnort: bei wien


Zitat :

Nun zu den Signalleitungen , kann Ich digitale Signale über 70m weit übertragen und dann auf Optokoppler oder besser auf Relais wegen Induktionsspannung ? Was meint IHr dazu ?


Da gibt es von Phoenix Kontakt oder Weidmüller sogenannte
Relaisklemmen (da ist das Koppelrelais in der Reihenklemme integriert). Damit kann man sehr einfach eine Potentialfreie
Schnittstelle herstellen.

Ich habe Anlagen betreut,wo Kabel lange Strecken "auf einem
Haufen" in Kabelkanälen gelegen sind (auch mit Frequenzgeregelten Motoren), und bei 24Volt Steuerspannung
einwandfrei funktioniert haben.

mfg herb

BID = 138629

olfi13

Schreibmaschine

Beiträge: 1077
Wohnort: Wittingen

Hi, wiedereinmal


Zitat :

Ich habe Anlagen betreut,wo Kabel lange Strecken "auf einem
Haufen" in Kabelkanälen gelegen sind (auch mit Frequenzgeregelten Motoren), und bei 24Volt Steuerspannung
einwandfrei funktioniert haben.


Jo, solche Anlagen hab ich auch. Leider funktionieren die nicht immer zuverlässig.

Daniel schrieb:

Zitat :

Seltsamerweise verwendet die Firma kein Bussystem so wie Ich es machen würde sondern verdrahtet konventionell über Klemmenkästen eine Strecke von ca 75 m


Er hat also wenig Einfluß, sondern bekommt da etwas vorgesetzt.

Wenn es ein "Pflichtenheft" gibt kann Daniel sich auch auf dieses stützen.
Die näheren Umstände sind aber leider nicht bekannt. Wenn alles störungsfrei funktioniert ist es gut. Der Hersteller zertifiziert ja auch.
Es wäre schön wenn Daniel mal über die Inbetriebnahme berichtet.

Gruß, olfi

BID = 138736

Daniel B

Stammposter



Beiträge: 281
Wohnort: k-wald

Hi Leute

Danke für die vielen Antworten !
Ich werde jetzt etwas tiefer ausholen dass die Gesamtsituation etwas klarer wird.
Ich bin in der Konstruktion in der Abteilung elektrische / pneumatische Installation beschäftigt. Wir sin ein Team von 23 Leute die hier arbeiten, darunter Elektriker ,Werkzeugmacher ,Konstrukteure und Steuerungstechniker. Dieses Team und Ich setzen um was in der Fertigungsplanung geplant wird. Da unsere Abteilung Angebote erstellen muss und im Konkurrenzkampf zu anderen Firmen liegt ,kommt es vor dass Wir Aufträge mal nicht bekommen. Wenn jetzt natürlich eine Firma ihre Anlage konventionell verdrahtet und weil die Stundensätze einer kleinen Firma meist geringer sind als unsere und Wir auch noch ne bessere Technik einsetzen würden kommt es zu solchen Mischprojekten.
Natürlich haben Wir ein Pflichtenheft aber ich glaube die Projektleiter bekommen eine Provision wenn irgendwo etwas Geld eingespart wird, darum interressiert es auch gross niemanden. MIch übrigens auch nicht ,denn je mehr Schrott von extern eingebaut wird desto besser stehen Wir mit unseren Anlagen da.
Zu meiner eigentliche Frage ,ich habe noch nie digitale Signale über 70 m konventionell übertragen , wir haben dafür immer Bussysteme ( ASI Bus ) verwendet. Was schlagt ihr für einen Querschnitt vor ?

Greetz Daniel

BID = 138844

512

Neu hier



Beiträge: 47
Wohnort: bei wien

Also mit 1,5mm2bist Du auf der sicheren Seite.

Aber was spricht dagegen, den XXXBus (ASI oder Profi) zum
Schrank Transportstrecke zu führen, und die Signale dort übergeben und übernehmen.

Ist natürlich eine Frage der Anzahl der Signale ob Kabel oder Bus.

mfg herb


BID = 139043

Daniel B

Stammposter



Beiträge: 281
Wohnort: k-wald

HI , das ist genau das Problem ! Würde die Anlage komplett von uns kommen würde da ein Bus drinliegen da hätte Ich dieses Problem nicht. Das Problem ist ,dass die Anlage larifari eingefahren wird und übergeben wird . Wenn dann danach mit dem Datenaustausch etwas nicht stimmt oder Signale verlorengehn ist die Firma ja nicht mehr da, dann sind wir die Ansprechpartner.
Ich glaube so aus dem Kopf raus 8 Drähte würde Ich brauchen !
Falls der Elektriker ein 0,5mm² verlegt muss ich meckern können und auch gute Argumente dafür haben !

Greetz Daniel

BID = 139057

Topf_Gun

Schreibmaschine



Beiträge: 1236

Argument1:

Wie ist diese Meldespannung abgesichert?
Reichen 0,5² um bei Kurzschluß am Ende die Schutzeinrichtung auszulösen?

Argument2:

Mechanische Festigkeit

Gruß Topf_Gun

BID = 139647

Daniel B

Stammposter



Beiträge: 281
Wohnort: k-wald

Keine Ahnung wie das abgesichert wird ! kommt aus der Steuerung der anderen Firma , kann man das eigentlich mit nem M5010 messen ( Schleifenwiderstand ) bei 24 V DC ?

BID = 139663

olfi13

Schreibmaschine

Beiträge: 1077
Wohnort: Wittingen

Hi!
Die Frage ist auch: Wieviel Strom kann die Steuerung denn überhaupt liefern?
Also frage nach dem Netzteil...
Sind die Baugruppen kurzschlußfest...
Das wären doch die ersten Gedanken.
olfi


      Nächste Seite
Gehe zu Seite ( 1 | 2 Nächste Seite )
Zurück zur Seite 0 im Unterforum          Vorheriges Thema Nächstes Thema 


Zum Ersatzteileshop


Bezeichnungen von Produkten, Abbildungen und Logos , die in diesem Forum oder im Shop verwendet werden, sind Eigentum des entsprechenden Herstellers oder Besitzers. Diese dienen lediglich zur Identifikation!
Impressum       Datenschutz       Copyright © Baldur Brock Fernsehtechnik und Versand Ersatzteile in Heilbronn Deutschland       

gerechnet auf die letzten 30 Tage haben wir 7 Beiträge im Durchschnitt pro Tag       heute wurden bisher 0 Beiträge verfasst
© x sparkkelsputz        Besucher : 192371337   Heute : 1207    Gestern : 4345    Online : 71        12.7.2026    8:06
2 Besucher in den letzten 60 Sekunden        alle 30.00 Sekunden ein neuer Besucher ---- logout ----viewtopic ---- logout ----
xcvb ycvb
0.0415198802948