@sam,
"ich denke" bedeutet bei mir, daß ich ohne Beweis, sondern nur aus der logischen Überlegung argumentiere. Aber meine Argumentation wird durch andere belegt.
Mir liegt ein Buch (Kiefer 11. Auflage; S. 194) vor, in dem die sogenannte Spanungswaage erläutert wird. Hier wird modellhaft vorgerechnet - und in einem Diagramm dargestellt-, wie sich bei den Leitungswiderständen RL = "0-"; 0,3-; 0,6- und 1 Ohm die Spannung am Erder RE verhält.
Mir geht es jetzt nicht um die Spannungswaage, sondern um die realitätsnahen Werte von RL (hier zwischen "0" und 1 Ohm).
RB und RE werden in der Beispielsrechnung mit 2 Ohm (RB) und 7,2 Ohm (RE) durchgeführt.
Wenn man nun unzulässigerweise aus einem TT-System ein TN-System macht, dann schaltet man den Leitungswiderstand (hier den des N -mit "0" bis 1 Ohm-, der jetzt PEN wird) parallel zur Reihenschaltung von RE und RB.
Worüber fließt dann der größere Strom? Nach den gesetzmäßigkeiten der Parallelschaltung über den PEN.
Die Diskussion führt aber weg von der Frage, worin liegt der Vorteil von TT bzw. was sind die Gründe dafür, daß TT im landwirtschaftlichen Betriebsstätten (im Bereich Tierhaltung) ein muß ist!
Alra
@gretel
http://www.eon-bayern.com/ressource.....1.pdf
das Bild auf Seite 48 stellt ein nach VDE 0100 Teil 705 installiertes landwirtschaftliches Gebäude dar. Die VDE verlangt in der Tat das TT-System bei Tierhaltung. Es handelt sich dabei also nicht um eine Vorschrift des Stromversorgers.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: alra am 24 Dez 2004 9:39 ]